Meine Astralreisen

    © copyright Zeynep, 2001

     
     

    Ich weiss noch nicht ob mir das was ich hier vorhabe wirklich gelingen wird oder überhaupt kann aber mir liegt daran es zu versuchen...

    Ich will versuchen euch meine Astralreisen näher zu bringen. Wie andere es erlebten habe auch ich in Büchern gelesen. Parallelen bestehen durchaus aber doch ist vieles sehr verschieden in allen Beschreibungen. Das scheint daran zu liegen, dass wir auf unseren Reisen alles fühlen was wir erleben... und mit Hilfe unserer Logik versuchen wir das gefühlte dann in Bilder umzusetzen um es uns selbst zu erzählen. Da jeder eine andere Logik und andere Bilder in seinem Kopf hat, die ihm dabei helfen können, scheinen auch die Erlebnisse auf den ersten Blick nicht unbedingt ähnlich zu sein. Das ist meiner Meinung nach jedoch ein Irrtum...

    Nehmen wir mal unsere Wahrnehmung in bewusstem Zustand als Beispiel. Wer kann behaupten dass wir alle den Himmel in dem selben Blau sehen oder dass er überhaupt Blau ist? Als ich klein war sagte mein Vater zu mir der Himmel sei Blau. Ich habe es ihm geglaubt und diese Farbe die ich da sah als Blau definiert. So hiess dann für mich diese Farbe, wo immer sie auch auftauchte, Blau.Aber in Wirklichkeit weiss ich nicht ob diese Farbe die ich da sah, die selbe war wie jenes das mein Vater im selben Augenblick wahrnahm, denn ich kann nicht durch seine Augen sehen... so sehen, erleben, hören, riechen, fühlen wir alle verschieden und deswegen lässt es sich auch über Geschmack nicht streiten oder?.. *g* Alles was ich auf meinen Reisen sehe ist deshalb für mich symbolisch. Ich mache die Bilder selbst um mir durch Hilfe meiner eigenen Erfahrungen oder durch mein Wissen das Erlebte zu erklären. Vieles ergibt keinen Sinn bei diesen versuchen da ich mich nach all den Jahren oft immer noch ziemlich dumm anstelle und wahrscheinlich in meiner Unwissenheit meine Erlebnisse auch nicht fassen kann. So geht es vielen auch beim Träumen. Manchmal haben wir Träume an die wir uns sehr gut erinnern, die aber so abstrakt sind dass wir uns nicht einmal einen Reim daraus machen können wie alles in sich in Zusammenhang steht geschweige denn mit dem Leben. Wenn ich euch meine Erlebnisse versuche zu schildern solltet ihr diese Faktoren berücksichtigen und versuchen nachsichtig mit mir zu sein. Ich will mir Mühe geben meine Symbole, soweit ich mir über sie im klaren zu sein glaube, für euch zu entschlüsseln aber vieles ist auch mir ein Rätsel deren Lösung vielleicht über den Tod hinaus meine Energie beanspruchen wird. Und vielleicht ist nichts von dem was ich glaube zu verstehen die Wahrheit und dennoch ist es meine Wahrheit an die ich glaube und mit der ich lebe...

    Erst einmal einige, allgemeine Erklärungen zum Thema:

    Was ist eine Astralreise?

    Hmm... das ist jetzt richtig schwierig. Erst mal was aus der Literatur und dann meine Version der Interpretation...

     

    Aus einem Internet-Lexikon 

    Leider ist es mir nicht gelungen eine neutrale, sachliche Beschreibung des Begriffes zu finden. Es ist ein Komplexes Thema das anscheinend nur durch eigene Erfahrungen definiert werden kann. 

    • Astralreisen - mißverständliche Bezeichnung für einen Teil der aktiven Meditation. Von der Symptomatik sind Astralreisen ins Gebiet der Wachträume einzuordnen. Der Name selbst ist irreführend, da es sich hier nicht um Reisen im wörtlichen Sinne handelt und auch nicht um Begegnungen im Universum, was der Name Astral = Sternen... allerdings induziert. Vom reinen Wachtraum sind die Astralreisen unterschieden durch die Möglichkeit einer kollektiven Induktion von Inhalten. Reisen sind es aber insofern wirklich, da die Meditierenden auf die angetroffenen Umstände meist keinen Einfluß nehmen, sondern sich verhalten wie wirkliche Reisende. Sie beschauen die Gegend, reden mit den Leuten und gehen wieder. Daher ist diese Art spirituellen Tourismus’ zwar sehr nett und außerdem relativ billig, da ja weder Reise- noch Übernachtungs- oder Verzehrkosten anfallen, sondern lediglich ein (allerdings manchmal alles andere als bescheidenes) Entgelt für den Reiseführer. Die relativ leichte Herstellbarkeit solcher Kontakte bringt es mit sich, daß viele esoterische Konventikel diese Technik für sich entdeckt haben und ihr, manchmal mit allen Symptomen psychischer Abhängigkeit, frönen. Die Technik suggeriert aber auch Elemente, die eine Verzerrung der Wahrnehmung bedingen, zum Beispiel dadurch, daß den Teilnehmern an solchen Reisen selten klar wird, was sie da eigentlich tun und inwiefern ihre eigene Tätigkeit und ihr nichtspirituelles Dasein miteinander zusammenhängen. Sie sind im Glauben, eine andere Dimension aufzusuchen, der sie nicht zugehören. Sie sind ferner im Glauben, etwas Außerordentliches zu vollbringen; in der Tat zelebrieren sie nur den Ausgangspunkt jeder meditativen Aktion. Und das unter Umständen stundenlang. Ein nettes Spiel, das sicher auch Erfahrungen vermittelt - Erkenntnis im Sinne der Gnosis vermittelt es allerdings nicht. Nur unter dem Aspekt, daß diese Erfahrungen in Beziehung gesetzt werden zur unmittelbaren und persönlichsten Existenz im Hier und Jetzt kann von dieser Technik auch ein Impuls der Erkenntnis ausgehen. Ansonsten bleibt alles unverbindlich - wie jeder andere Tourismus auch. 
    Tja das ist dann wohl eine etwas ignorante Einstellung dazu welches sicher auch auf persönliche Erfahrung zurückzuführen ist...

    Ich sehe das so...

    Jeder kann auf seine eigene Reise gehen und jeder hat auch das recht dazu! Jeder der es tut sollte jedoch auch bereit sein, die Konsequenzen die aus diesen Reisen entstehen, zu tragen. Diese Konsequenzen kommen so sicher auf jeden zu der sich darauf einlässt wie die Nacht folgt dem Tag. Ich warne hiermit energisch vor übereilten Experimenten denn sie könnten funktionieren. Jene die sich auf eine Reise begeben haben, scheinen sich grössten Teils darüber einig zu sein, dass die Reise letzten Endes zu sich selbst und zum Ursprung führen wird und damit umzugehen erfordert meiner Meinung nach viiiiel innere Kraft. Jeder muss damit rechnen, nicht mehr der selbe Mensch zu sein wenn er seine Augen im hier und jetzt wieder öffnet. Mensch wird sich verändern und nicht nur so ein bisschen sondern oft Grundsätzlich und unwiderruflich weil jeder seinem eigenen Kern ein stück näher rückt. 

    Hier noch eine Erklärung die Dreamdancer für mich geschrieben hat dessen Texte ich immer sehr bewundere *küsschengeb*

    Astralreisen nach Dreamdancer 

    Im englischen nennt man diesen Vorgang auch „Out Of Body Experiences“ oder eben kurz „OBE“. Der Astralreisende löst seinen feinstofflichen Köper vom Physischen um mit ihm andere Sphären zu erkunden, aber auch um in dieser auf Entdeckungsreisen zu gehen. Eine „ausserkörperliche Erfahrung“ also, während dieser man sich voll seiner Umgebung bewusst ist, da der Geist in diesen Körper transferiert wird.

    Vielfältig die Techniken mit welchen dieser Austritt herbeigeführt werden kann. Über einfache Entspannungs- und Konzentrationsübungen bis hin zu akustischen Stimulationen welche die Gehirnwellen beeinflussen. Weiteres unterstützen diverse Kräuter- und Teemischungen die Trennung(so sollen Beifussblätter unter dem Kopfkissen beispielsweise den Prozess dynamisch unterstützen).

    Die Wahrnehmung der feinstofflichen Ebenen ist sehr vom Bewusstsein des Reisenden geprägt, da dieser während eines ausserkörperlichen Erlebnisses diese ihm unbekannte Welt in sein bisher erlebtes und erfahrenes Denkmuster einzubauen sucht.

    In der vielfältigen Literatur, in welcher auch diverse Techniken besprochen werden, finden sich dennoch erstaunliche Parallelen sodass man von einer gewissen „Gesetzmässigkeit“ in den Astralebenen ausgehen kann.

    Übrigens sollte man die OBE-Erfahrung nicht mit einem sogenannten „luziden Traum“ verwechseln. In diesen Träumen erlebt man das Geschehene bewusst mit und kann innerhalb seines Traumes agieren, denken und handeln. Doch den Unterschied zwischen diesem Traumverfahren und einer echten Astralreise, den erkennt man wohl erst wenn man mit beiden Techniken vertraut ist und beide Zustände haben ihre Reize und fördern das spirituelle Wachstum.

     Dreamdancer, 29. Dezember 2000

    Tja mit einem Traum könnte man das ganze manchmal schon verwechseln denn das Erlebnis kann manchmal schon sehr abstrakt werden... und doch weiss man es wenn es eine OBE war... ich kann nach so vielen Jahren immer noch keine Worte finden die beschreiben könnten woher diese Gewissheit kommt aber sie ist da. Man will es zu Anfang oft nicht wahrhaben, vor allem wenn man sich nicht bewusst darauf einliess wie ich damals.Aber früher oder später gestehen es sich wohl die meisten ein. Man fühlt es einfach...

    Dort ist vieles nur Gefühl und ich empfinde es manchmal, vor allem zu Anfang noch, als ziemlich verdreht bis mir klar wird, dass ich wieder einmal die falschen Bilder nahm um mir meine Erlebnisse zu beschreiben und mich wunderte warum ich sie nicht deuten konnte... *g*Man kann sich das so vorstellen... als obdas Bewusstsein und das Unterbewusstsein zwei verschiedene Personen wären. Stellt euch vor ihr versucht am Telefon jemandem zu beschreiben wie der Stuhl aussieht auf dem ihr gerade sitzt. Es gibt einige Hilfen wie zum Beispiel Farben und geometrische Formen die dem anderen Helfen können sich vorzustellen was ihr meint aber was nun wenn der andere nicht einmal weiss was ein Stuhl ist und noch komplizierter , ihr auch nicht... Jetzt wird es doch langsam schwierig oder? Und was wenn nun die Form auch noch völlig abstrakt ist undmit nichts wirklich zu vergleichen das ihr kennt... und fast zur Verzweiflung treibt es einem dann, wenn der Stuhl so zu sagen unsichtbar ist. Wenn ihr nur fühlen könnt dass er da ist. Nun versucht man ganz logisch das Gefühl mit Bildern zu umschreiben die einem das selbe Gefühl geben aber nicht jeder fühlt das selbe beim selben Anblick. Das ist sooo persönlich. Der Anblick eines lehr stehen Stuhles löst bei mirein Gefühl der Langeweile aus da ich immer auf einem Stuhl vor der Türe auf meinen Vater warten musste wenn er mich zu Ämtern etc. mitnahm. Ein Freund von mir dagegen beschreibt ein Gefühl der Angst wenn er an ein solches Bild denkt da er als Kind sehr oft krank war und im Wartezimmer des Arztes auf die wöchentlichen spritzen warten musste. Das selbe Gefühl, zwei verschiedene Bilder. So ist es oft unheimlich schwer seine Erlebnisse in Bilder zu fassen um es sich selbstoder anderen zu beschreiben. Mit der Zeit lernt man einiges dazu und einiges lässt unsere Logik oder meine zumindest, oft auch einfach lange oder gar nicht zu.

    Wie von Dreamy schon erwähnt gibt es wohl unzählige Formen die Reise anzutreten. Mir war lange nur eine bekannt und ich wusste nicht einmal dass ich etwas so aussergewöhnliches mache... Ich hielt es für eine Art Sprung in meiner Schüssel und behielt es deswegen lange für mich...

    Wie ich in der Regel in die andere Welt komme...

    Als es begann war ich etwa 15. Mir ging es damals sehr schlecht. Ich hatte grosse Sorgen. Meditieren hatte ich schon mit 10 gelernt und so suchte ich in dieser schweren Zeit oft in diesem friedlichen Zustand Trost und Kraft. Eines Tages geschah es dann einfach von alleine. Erst hielt ich es für ein Produkt meiner Fantasie... dann eine Zeitlang für einen Alptraum und wollte deshalb auch nicht mehr meditieren, denn nicht alles ist schön was ich auf diesen Reisen sehe. Bald begriff ich jedoch dass ich einen Einfluss auf alles habe und das diese Welt, Ebene, Dimension, wie auch immer man es nennen möchte tatsächlich existiert und es mir möglich ist, in ihr zu existieren und auch zu sterben... Mich zu wehren, Dinge zu erschaffen und auch welche zu zerstören, Freundschaften zu schliessen und sie zu bewahren... Genauso hat man mit der Zeit aber auch seine Feinde und alles ist so intensiv... Freundschaften, wie auch Liebe oder Leid. Das besondere an dieser Welt ist, das alles Lebt und alle ohne zu reden die gleiche Sprache sprechen. So ist es dort möglich sich mit einem Pentagramm zu unterhalten und zu erfahren wann es bereit ist mit einem zu arbeiten. Oder einen Lapislazuli um Rat zu Fragen. Ich weiss nicht ob ich euch das wirklich erklären kann... Ich kann mal versuchen es zu umschreiben. 

    Ich kann nicht immer Reisen wenn ich es mir vornehme. Oft habe ich das Gefühl, dass ich das gar nicht selbst entscheide. Als ob mich die Reise findet wenn sie will das ich sie antrete. Ich habe mich schon oft mit der Meditation begnügen müssen... obschon ich vorhatte auf die Reise zu gehen aber mit der Zeit wird man dann auch immer routinierter. Wenn ich mir vornehme zu Reisen fange ich ganz normal an zu meditieren... aber was ist schon normal? *g* Ich gehe in mich hinein und versuche alle Bande loszulassen die mich hier halten. Anfangs fiel mir das sehr schwer da ich das Gefühl hatte, alles zu verraten was mir wichtig war aber irgendwann kann man es als eine Art von Privatsphäre betrachten. Da ich noch sehr klein war als ich es lernte weiss ich nicht ob ein ungeübter Erwachsener ebenfalls so die absolute Entspannung erreichen kann, die für die Reise, und darüber schienen sich soweit eigentlich alle Erlebnisberichte die ich bislanggelesen habe einig zu sein, nötig ist.Es ist nicht zu vergleichen mit irgendeiner uns im Alltag bekannten Entspannung... ausser vielleicht dieses Loslassen das wir während einer Sekunde nach dem Orgasmus erleben. Diese Entspannung mal drei ist ungefähr die die ich anstrebe wenn ich eine Astralreise machen möchte. Während ich mich Band für Band von meiner Welt hier löse, entsteht ein sich immer verstärkenderes Vibrieren eine Art Schwingung in meiner Brustmitte. Etwa dort wo sich das Herz befindet. Dieses Phänomen hat meiner Meinung nach Monroe am eindrücklichsten beschrieben, der für mich durch seine Forscherneugier und präzise und konsequente Dokumentation fast schon ein Vordenker war und dessen Werke ich wärmstens empfehlen kann. Sie haben mir im Umgang mit meinen Erlebnissen sehr geholfen, die für mich nicht immer leicht zu verdauen waren. Dieses Vibrieren ist Anfangs ein sehr unangenehmes Gefühl. Als ich es zum ersten mal verspürte, glaubte ich verliebt zu sein und an Liebeskummer sterben zu müssen... so ungefähr fühlt es sich an nur das da noch ein Druck ist, der sich wie ein Stein anfühlt der einem auf die Brust gelegt wurde. Ich hatte noch nie einen Herzinfarkt aber ich könnte mir gut vorstellen dass sich die Symptome ähneln. So ist es nur natürlich, dass das Gefühl zu Anfang beängstigend und unangenehm ist. Heute ist mir dieses Gefühl bekannt und ich geniesse ihn, weil ich weiss was nachher kommt aber vor fast 10 Jahren fand ich das gar nicht so lustig. Man fühlt sich irgendwie unbehaglich und unwohl in seiner Haut. Wenn man es schafft sich davon nicht aus der Meditation drängen zu lassen und sich dann wünscht seinen Körper zu verlassen... dann hat man es fast geschafft!!! Puh, *schweissabwisch* ist wirklich nicht einfach zu erklären... nun kommt der kompliziertere Teil... Man muss an dieser Stelle bedenken dass ICH damals in einem traumatisierten Zustand war. Später wurde mir durch kompetente Personen geschildert, dass Traumatisierte Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche oft beschreiben, ihren Körper verlassen zu haben. Es war sehr schwer diese Erfahrungen in die Therapie ein zu bringen die alles von einem wissenschaftlich, psychologischen Punkt betrachtet und doch half es mir zu erkennen dass mein Trauma in mir den Wunsch so sehr wachsen liess nicht mehr bei mir sein, sterben, weggehen, fliehen zu wollen dass mein Bewusstsein in der Meditation einfach nach- und somit mich freigab. Ich denke das zu verstehen ist sehr wichtig. Es ist in der tat ein “Sich selbst freigeben“. Glaubt mir, das tut niemand gerne! Es ist ein verlassen und verlassen werden gleichzeitig... beides ist sehr schwer und wenn man dann beide Personen im einen ist, derjenige der verlässt und derjenige der verlassen wird, steht man sich gerne aus Angst selbst im Wege. Dieses Loslassen fällt einem halben Kind das nicht mehr bei sich sein will, wahrscheinlich leichter als einem Erwachsenen. Wir alle hängen sehr an dieser Welt das wir kennen und an diesem Körper das wir kennen. Neues, unkontrollierbares macht uns Angst und diese Angst ist wohl vor allem für einen Erwachsenen die erste Grosse Hürde.


     

    Zitat: Ein grosses Hindernis steht der Erforschung des zweiten Körpers und der Umgebung, in der er wirkt, im Wege. Vielleicht ist es sie einzige grosse Schranke. Sie schient ausnahmslos bei allem Menschen vorhanden zu sein. Sie mag von Schichten der Hemmung und Konditionierung überdeckt sein, doch selbst wenn man diese Abträgt, bleibt das Hindernis immer noch. Es ist die Schranke einer blindenunvernünftigen Furcht. Bein leisesten Anstoss wird sie zu panischer Angst und dann zu Entsetzen. Wenn sie die Schranke der Furcht bewusst überschritten haben, dann haben sie einen Meilenstein in Ihrer Forschung erreicht.

    Die Schranke der Furcht hat viele Facetten. Die Furchtlosesten unter uns meinen, sie sei gar nicht vorhanden, bis wir ihr zu unserer grossen Überraschung im eigenen Innern begegnen. Zu aller erst ist da die Todesfurcht. Weil die Trennung vom physischen Leib viele Ähnlichkeit mit dem hat, was man vom Tod erwartet, sind die frühen Reaktionen auf dieses Erlebnis automatisch. Man denkt: „Geh zurück in den physischen Leib, rasch! Du stirbst! Das Leben ist dort, im physischen Leib! Tauch wieder hinein!“

    Ich weiss nicht wie man die Furchtschranke anders umgehen könnte als durch anfänglich vorsichtige Schritte, die allmählich Vertrautheit vermitteln, während man sich mit diesem neuen Dasein beschäftigt. Ich hoffe, dass dieses Buch in seiner Gesamtheit den physischen “Schritt“ über die Schranke liefert. Vielleicht trägt es auch dazu bei dass man Bedingungen und Schemata erkennt, die insofern Vertraut sind, alsdass irgendein Mensch ähnliche Erlebnisse hatte und am Leben blieb. 

    Von Robert A. Monroe


     

    Es gilt es sich von ganzem Herzen und mit der ganzen Seele zu wünschen...

    ... denn ist da, im Herzen oder in den Gedanken nur der kleinste Zweifel, wird sich etwas in euch wehren, wogegen nur die wenigsten von uns ankommen können. Ihr könnt es als eine Art Schutz betrachten denn mit Angst ist drüben unter Umständen gar nicht gut Kirschen essen. 

    In dem Moment indem ich es mir wünsche bin ich in der Regel auch schon draussen und es passiert im Bruchteil eines Momentes. 

    Beim ersten Mal merkte ich es nicht einmal. Ich öffnete meine Augen und sie waren schwer. Ich sah nichts es war stockdunkel. Mein Körper war irgendwie so leicht und doch schwer wie Blei aber ich schien zu schwebendenn meine Füsse standen nirgends und ich lag auch nirgends... Ein sehr eigenartiges Gefühl. Heute stelle ich mir an dieser Stelle vor wo ich hinwill und schliesse meine Augen. Wenn ich sie wieder aufmache bin ich da. Bis ich das mal raus hatte? *smile* mindestens ein halbes Jahr lang habe ich immer nur diesen Zustand in der Dunkelheit erlebt... bis ich mir eines Tages ganz natürlich wünschte... Ich wünschte ich läge auf einer saftigen Wiese... nur so wie man es manchmal in einer langweiligen Mathestunde tut. Man wünscht sich man wäre irgendwo, schliesst die Augen und seufzt und wenn man sie wieder öffnet sieht einem der Mathelehrer verständnislos an und fragt nach der Gleichung an der Tafel. Aber als ich damals meine Augen öffnete, lag ich auf einmal auf einer Saftigen Sommerwiese und spürte die Wärme der Sonne auf meiner Haut. Lange bin ich immer auf der selben wiese erwacht weil ich mir nicht vorstellen konnte wo ich sonst sein wollte. 

    Ja das ist eben auch so ein Punkt. Man muss wissen was man will!.. sonst hilft alles nix und du fliegst wirr durch die Gegend ohne Sinn oder Erkenntnis. Ist nicht so dass nicht vieles auch von alleine auf einem zu kommt aber wenn man weiss was man will und sich vorher Ziele sucht ist man dieser fremden Welt die ohnehin schon ziemlich beängstigend und verwirrend ist nicht ganz so konzeptlos ausgeliefert. Aber auch die Bereitschaft sich mal treiben zu lassen kann unerwartete Erkenntnisse bringen. Ich muss zugeben, ich bin eher der spontane, konzeptlose Typ.


     

    Planung im Chaos... 

    Herauszufinden was ihrtut und wann ihr es am besten tun solltet dürfte nicht besonders schwierig sein. Das kann man nachlesen. In Kurzform: Ihr geht ohne Körper auf eine Reise. Die Beste Zeit dafür sei in der Regel der Morgen, obschon ich den Abend bevorzuge, da ich morgens aus familiären gründen keine Ruhe finde. Ihr solltet nicht müde sein sonst schlaft ihr ein. 

    Das Wohin und warum ist da schon schwieriger zu beantworten... Aber genau diese Fragen würde ich zu Anfang sehr genau beantworten. Es geht darum sich vor traumatischen Erfahrungen, gleich zu Anfang, zu schützen. Überlegt euch wo ihr sein wollt und warum . Definiert es so genau wie möglich. Es ist nicht wichtig wie es dort aussehen soll sondern wie ihr euch dort FÜHLEN wollt! 

    ...Ich will an einen Ort der mir gut tut und an dem ich mich wohl fühle. Ich möchte dass dieser Ort mir hilft diese Welt in der ich mich dann bewegen werde besser zu verstehen und mich in ihr zurecht zu finden. 

    Man darf von dem Besuch an diesem Ort nicht erwaten alle Weisheit des Universums serviert zu bekommen. Soviel Weisheit verträgt keiner von uns auf einmal und ich warne hiermit vor dem Wunsch an einen solchen Ort einen Besuch abzustatten. Wünsche gehen in der anderen Welt ziemlich schnell in Erfüllung wenn sie ernst gemeint sind! Solche Orte können so viele Nummern zu gross für unser Verständnis sein, wie es braucht um in Todesfurcht in den Körper zurückzukehren und sich nie mehr auf die Reise zu wagen. Es soll auch schon Menschen gegeben haben die sich nach einer Reise ihr leben lang panisch vor dem sterben ängstigten... und das ist die Sache nicht wert! 

    Schule und Zufluchtsort

    Ich habe einen wunderschönen Garten in der anderen Welt. Es ist mein Zufluchtsort. Als ich in entdeckte hatte er einen alten verlotterten Zaun ein rostiges Tor und war völlig verwildert. Ich habe ihn Besuch für Besuch auf Fordermann gebracht. Mein Garten ist riesengross... in ihm befindet sich eine grosse Quelle und ein kleiner Wasserfall. Ein uralter Apfelbaum der sich mit einem Nussbaum vermählt hat. Die beiden stehen umschlungen auf einer Insel mitten im See in den der Bach mündet. Das ist mein Lieblingsplatz. Um die

    verliebten Bäume habe ich einen Ring aus herrlich duftendem Rosmarin

    gepflanzt. Fragt nicht warum. Ich weiss es nicht... genauso wenig wie ich weiss

    warum ich den Weg zu meiner Quelle mit Lapislazuli ausgelegt habe. Es sieht

    aus wie blauer Kies. Ich hatte überhaupt keine Ahnung damals, welche

    Eigenschaften dieser Stein hat. Neben meinem Wasserfall steht ein mächtiger

    Rosenquarz. So gross wie ein Felsbrocken auf den ich mich immer setze wenn

    ich mich mit meinem Elefanten unterhalte. Der ist da nämlich da zu Hause. Er

    wohnt in der Höhle hinter dem Wasserfall. Mittlerweile kommen auch andere

    Tiere in meinen Garten aber Filim (so heisst der Elefant) ist das einzige Tier das auch in dem Garen lebt. Er ist sehr Weise und oft auch mürrisch. Er hat kein Geschlecht, ist oft faul und sitzt gerne im Wasser weil er da drin leichter ist. Er ist

    schon sehr alt aber immer noch wunderschön! *schwärm schwärm* Ich habe mich

    lange gefragt, warum ein Elefant? Mädchen haben doch immer so

    Lieblingstiere... Pferde, Hunde, Katzen, Hasen und so weiter. Ich hatte noch

    nie ein Lieblingstier, und schon gar nicht einen Elefanten. Ich hatte bis

    dahin überhaupt nichts mit Elefanten zu tun... Ich habe vor drei Jahren mal

    gelesen dass sie in asiatischen Kulturen heilig sind und als Glücksbringer

    und Beschützer verehrt werden. Passt oder?.. Flim hat immer einen weisen Rat parat und oft ist es nicht der den ich hören will. Ich fragte ihn mal wieso er mir nicht einmal das sagen könne was ich hören will. Wir hatten gerade streit... oh ja auch das kommt vor. Wir sind nicht immer einer Meinung, oder eher fast nie aber es artet nicht immer in einen Streit aus. Er sagte mir damals wenn ich doch so genau wisse was ich brauche und hören wolle könne ich mir meine Ratschläge auch selbst geben. Er war sehr beleidigt und es war gar nicht leicht ihn wieder aus der Höhle zu locken. Er hatte recht und dies war der entscheidende Satz. Ich

    hatte nämlich immer das Gefühl mein Garten sei ein Produkt meiner Lebhaften

    Fantasie und nicht wirklich. Ich würde alles bestimmen was in ihm geschieht

    und wer was sagt etc. aber dem war nicht so. Der Garten lebt! Flim lebt!

    ...selbstständig und ohne meine Hilfe. Plötzlich glaubte ich zu begreifen, dieser Garten hatte schon existiert bevor ich ihn fand und würde auch noch weiterexistieren wenn ich ihn nicht mehr besuchen käme. Inzwischen habe ich auch noch andere Theorien... So geht das ständig, denn auch das Lernen funktioniert drüben auf seine eigene Art. Plötzlich wirft eine Erkenntnis alles um was bis anhin noch als wahr und erforscht galt und doch hat alles seine Logik. Nirgends sonst kann man wohl so klar erleben dass sich die Wahrheit mit uns entwickelt.... Ob der Garten nun in dieser form wirklich ist oder nicht spielt für mich keine Rolle mehr denn wirklich ist alles woran ich zu glauben bereit bin und nichts kann verschwinden solange ich noch daran glaube. 

    Der Anfang meiner Reise beginnt auch heute noch in dem Tal in dem mein Garten ist. Es ist der Ort an dem Ich geschützt bin und der mich lehrte, wie ich mich drüben zu bewegen habe und wie dir groben Regeln lauten. Ich habe wie viele andere mir selbst eine Aufgabe, ein Rätsel aufgegeben. Diese zu lösen und meine eigene Angst zu bewältigen bevor ich mich der endgültigen Reise stelle ist sozusagen eines meiner Lebensziele und meine Vorberietung zu etwas das ich noch nicht definieren kann.

    Diese “Vorbereitungsphase“ begegnete mir in Gesprächen mit anderen Reisenden und auch in der Literatur schon öfter.Da die Bilder, Aufgaben, Erlebnisse etc. auch zum grüssten Teil in unserem Kopf entstehen gehen auch hier die Erlebnisse auseinander aber den Sinn scheint immer der selbe zu beleiben.... DIE EIGENE ANGST ÜBERWÄLTIGEN!

    Ich habe lernen dürfen dass ich die Wahl habe aber sie nicht immer, zu Anfang eigentlich fast nie, bewusst treffe. Auch das ist so ein Schlüsselsatz. Das unterbewusste fühlt sich heimischer in der Anderen Welt und ihm ist oft nicht leicht entgegenzuwirken mit dem Bewussten Willen. Oft versuche ich es auch gar nicht mehr sondern beobachte einfach nur was mein unterbewusstes Ich macht. Oft ist es gar nicht so verkehrt und erspart mir viel ärger auch wenn es mir ein wenig spanisch vorkommt...

    Die Erinnerung an das Erlebte

    Sich an das Erlebte zu erinnern ist nicht für jeden selbstverständlich. Manchmal ist es auch ganz gut sich an manches nicht zu erinnern. Auch hier ist unser natürlicher Schutz sehr fleissig und bestrebt uns nur Häppchen zu servieren die wir auch verdauen können.... aber es kann auch vorkommen dass der Reisende sich an gar nichts mehr erinnern kann. In diesem Falle hat sich sein Bewusstsein ganz natürlich ausgeschaltet während seinem Besuch in der Anderen Ebene. Die einzige Möglichkeit sich zu erinnern ist das Bewusstsein von Anfang an mit rüber zu nehmen und möglichst da zu behalten.

    Ich habe immer das Gefühl ein Eindringling zu sein auf der Astralebene. Als ob ich dort nicht hingehörte und nicht sein dürfte. Manchmal ist das Gefühl stärker und manchmal auch verschwindend gering aber sie hat noch auf keiner meiner Reisen gefehlt. Wenn man davon denn mal ausgeht und mein empfinden scheint anderen Reisenden nicht unbekannt zu sein, so muss man sich vor Augen halten, dass man als “Tourist“ der nötigen Zurückhaltung und Anpassung verpflichtet ist. Diese Pflicht war mir von Anfang an sehr präsent und in meinem Pflichtbewusstsein kam es auch oft vor, dass ich einfach das Feld Räumte und meinem Unterbewusstsein das Ruder überlies dem das Ruder in dieser Ebene, so glaube ich zu wissen, auch zusteht. Wenn es denn nun so kommt, wird es sehr schwierig weiterhin alles bewusst mit zu erleben. Unser Bewusstsein ist “wachaktiv“. Seine Aktivität ist also auf den physischen Körper, seine Umgebung und Zeit eingestellt. Das Bewusstsein in die Ebene des Astralkörpers mit zu nehmen erfordert Konzentration und Entschlossenheit. Das ist ermüdend in einer solch entspannten Situation. Lässt also die Konzentration oder die Entschlossenheit aus irgendeinem Grunde nach so werden wir kurzumschrieben: VERJAGT von einem ort wo wir eigentlich nur durch Beharrlichkeit hingelangen und bleiben können. So kann es passieren dass man sich auf manches oder alles nicht mehr erinnern kann... Wenn zwei auf dieser ebene sich begegnen und Kommunizieren kann es auch Vorkommen dass man Dinge Preisgibt die man für sich behalten wollte und oft auch nicht mehr weiss das man sie erzählt hat. Das Unterbewusstsein hat in diesem Fall das Erzählte nicht als Geheimnis eingestuft und es preis gegeben. Das kann manchmal unangenehm werden aber wer nicht wagt der nicht gewinnt...

    Wie komme ich vom Fleck?

    Als ich damals meinen Garten fertig hatte und in der Dunkelheit stand, wünschte ich mir mal... Könnte ich doch bloss einfach in meinem Garten erwachen, dann müsste ich den ganzen weg nicht laufen, ich habe heute keine Zeit... und dann schloss ich meine Augen. Und ich erwachte tatsächlich vor dem Gartentor. Erst da begriff ich, dass alles möglich ist und meine Vorstellung, dass alles nur ein Produkt meiner Phantasie sei, war für mich wieder einmal bestätigt. Ich glaubte eine schöne Welt erschaffen zu haben um dieser hier zu entfliehen. Das war jedoch nicht wahr. Dies musste ich feststellen als ich meine schöne Welt weiter erkunden wollte und auf Dämonen, wilde Bestien, und auch mir selbst begegnete. Nun glaubte ich an Geisteskrankheit oder ähnlichem zu leiden... Das diese Welt tatsächlich existiert habe ich erst festgestellt als ich anfing mit allem zu reden was in ihr lebt. Jeder dort hat seine eigene Geschichte und seine eigene Meinung... und die gehen oft sehr auseinander... *gg* Heute, da ich nun über diesen Garten hinausgewachsen bin, bewege ich mich immer noch immer meist so vorwärts. Es ist für mich die einfachste und bequemste Art. Geschlossne Augen empfehle ich jedem Anfänger. Ich persönlich mag selten was ich unterwegs sehe aber wer seine Neugier denn befriedigen muss... bitte.

    Den Garten besuche ich nicht mehr so oft, denn heute sehe ich vieles was ich damals glaubte zu wissen anders aber es war für mich so der beste Einstieg. Vielleicht kam das alles so weil ich noch so jung war und Kindern gebührt überall besonderer Schutz. Vielleicht war auch meine Phantasie blühernder und unschuldiger.... ich weiss es nicht. Mir ist das alles in den Schoss gefallen und ich habe es nicht immer geschätzt. Oft wünschte ich auch ich wüsste nichts von alle dem. Es war nicht immer einfach zu verstehen und zu vertrauen dass es o.k. ist zu meinem Weg gehört. Heute würde ich es nie hergeben wollen. Ich habe so viel lernen dürfen über mich. Die Weisheit des Universums habe ich nirgends serviert bekommen aber wer weiss was mir noch alles an Erfahrung und Wissen zusteht? Mein grösster Traum ist es, eines Tages meiner Grossmutter, die nun schon über 12 Jahre tot ist, in die arme zu laufen... Tja das wäre dann mal so meine komplizierte Wegbeschreibung in die Anderswelt oder wie auch immer es heissen mag... Ich hoffe mein Bericht hat nicht mehr fragen produziert als Antworten aber so wie ich mich kenne schon und meiner Erfahrung nach sind in dieser Sache nur jene Antworten etwas wert die man sich selbst gibt. Also, Augen zu und... Space up to yourself................
    Viel Spass und Erleuchtung wünscht euch dabei
    Eure Balsam, 31. Januar 2001