Succubus
Succubus ist ein weiblicher Sexualdämon und ein Incubus ist ein männlicher Sexualdämon.
Darunter versteht man eine Traum-Erscheinung die in Alpträumen erfühlt oder seltener gesehen wird. Näheres hierzu im nachfolgenden Teil (Ausschnitt aus der Einleitung zu "Eine ungewöhnliche Partnerschaft"). Weitere Bezeichnungen sind Alp, Alb, Nachtmahr
Die erste Begegnung mit einem Succubus tritt oft in Augenblicken mit einem sehr hohen Energieniveau auf - bei Frauen z.B nach einem Sonnenbad (Die Frau hat viele Yang Kräfte. Die Sonne ist eine sehr starke Quelle von Yin Kräften, welche sich dann zu den Yangkräften der Frau addieren und das Gesamtpotential an Energie sehr stark steigen lassen). Das selbe gilt auch für Vollmond oder für das Feuer, das ebenfalls sehr viel Kraft ausstrahlt).
Der Vollständigkeit möchte ich noch in ein paar trockene theoretische Details eingehen, die zwar nicht viel bringen, aber aus Perfektionsdrang von mir hier noch angefügt werden:
Allgemeine Auffassungen zu häufigen Succubus-Erlebnissen
Es wird behauptet, dass nur medial veranlagte Menschen dauerhaft einen Succubus wahr nehmen können, ihn sehen und mit ihm bewußt in Beziehung treten können. Hierbei wird durch die Beziehung mit dem Succubus die Medialität und die Fähigkeit zu IBEs und OBEs (= out of body experiences) trainiert. Im englischen Sprachraum nennt man diese Art der Wahrnehmungsfähigkeit IBE, das heißt in the body experience, gemeint sind AKE ( = das deutsche Wort für außerkörperliche Erfahrungen, manchmal auch als Astral-Körper-Erfahrungen definiert) die eintreten bevor man noch den Körper verlassen hat um auf Astralreisen zu gehen.
Welche Intelligenzen oder Pseudointelligenzen können zu einem Succubus werden?
Sind Succubi erdgeborene Verstorbene, sind es Psychogone also menschgestaltete Gedankenformen, wie dies vom Geist Phillip behauptet wird (die Tibeter nennen solche mental erschaffenen Geister Tulpas - nicht zu verwechseln mit Tulku!!!). Oder sind es irgendwelche Geister aus einem anderen Naturreich? Möge sich jede/r selber Gedanken darüber machen - es ist ja schön, wenn man nicht alles weiß und noch einige Geheimnisse bleiben, die man erforschen kann!
Geisterehen
Eine Geisterehe ist die Partnerschaft mit einem Geistwesen. Eine Partnerschaft, wie sie für die Ehe gilt, das heißt eine erotische Partnerschaft. Dieses Geistwesen, wird vom menschlichen Partner voll erlebt, in der Berührung, seiner Körperwärme, seinem Atem und natürlich auch gesehen. Natürlich wird dieser "Vorzug" nur medialen Menschen zu Teil. Wieso lassen sich Menschen auf eine Geisterehe ein? Weil die erotische Ausstrahlung und der sexuelle Kontakt mit einem Succubus viel intensiver und lustvoller erlebt wird als der sexuelle Kontakt mit einem Menschen. Vom Standpunkt der Frauen möchte ich noch hinzufügen, daß sehr viele Männer zu Frauen sehr ungut sind und die Frau als erotisches Objekt mißbrauchen. Wenn eine Frau solche Erfahrungen gemacht hat, ist es nicht verwunderlich, wenn sie einem Geisterpartner den Vorzug gibt.
Eine Beziehung mit einem Geisterpartner kommt öfter vor als man glaubt (noch wesentlich häufiger kommen Succubus/Alpträume vor). Die Leute schweigen nur darüber, weil unsere prüde Gesellschaft ohnedies jeden belächelt, der behauptet einen Geist zu sehen. Wenn jemand gar behauptet mit einem Geist in erotische, partnerschaftliche Beziehung zu treten, dann überschreitet ein solcher Mensch alle Grenzen unserer gesellschaftlichen Vorurteile. Kein Wunder, daß Menschen mit solchen Erfahrungen aus Selbstschutz schweigen.
Aus der Einleitung der Broschüre "Eine ungewöhnliche Partnerschaft":
Gegenwärtig sind derlei "Geisterehen" in Vergessenheit geraten und werden nur noch von manchen Sadhus (indische Wanderasketen) im Geheimen praktiziert. In dieser Schrift wird versucht eine solche alt-tantrische Verbindung aus der gegenwärtigen Sichtweise um außerkörperliche Phänomene (Abkürzung: AKE, OBE) sowie Succubus/Inkubus und Albträumen/Schlafparalyse zu interpretieren. Die alten Praktiken vermischt mit Ideen aus dem Bereich von außerkörperlichen Erfahrungen werden in der Broschüre mit tantrischer Yoga-Romantik verbunden.
Zunächst noch einige Erklärungen über Succubus und Yogini/Dakini (weiblich) Yogi/Daka (männlich) als Manifestationen der Shakti (weiblich) oder des Purusha (männlich).
J.H. Füssli: "Der Nachtmahr", 1782
Überlieferungen von Succubi (weibliche Dämonen, die sexuellen Kontakt suchen) und Incubi (männlicher Dämon) gehen weit in das Altertum zurück. Die Geschichten, die darüber erzählt wurden und der damit verbundene Aberglaube haben Angst und Schrecken verbreitet. Im Mittelalter wurden Succubus-Träume als "Teufelsbuhlschaft" ausgelegt.
Teufelsbuhlschaft
Man kann sich ja vorstellen in welcher Form eine solche Teufelsbuhlschaft geahndet wurde.
Massenhinrichtung von angeblichen Hexen 1587
Abbildung aus Wickiana (Sammlung des Johann Jakob Wick, Zentralbibliothek Zürich)
In heutiger Zeit bewertet man Succubus-Träume wesentlich gelassener. Medizinisch wird das Geschehen als Wahrnehmung der Schlafparalyse interpretiert, wobei durch Atemnot (bei Rückenlage kann die Atmung mitunter abflachen) Panikreaktionen entstehen. In diesem Schlaf/Wach Zwischenzustand wird oft durch das UBW der Zustand als Folge fremden Einwirkens interpretiert. Das UBW schafft dann bisweilen dazugehörige (Alb-)Traumbilder oder Empfindungen.
In der jungjanischen Archetypenlehre ist der Succubus ein Ausdruck der zerstörten Weiblichkeit beim Mann und gemeinsam mit dem Vampir (für die männliche Verkörperung) ein Symbol für eine Borderline-Persönlichkeit.
J.H. Füssli: "Der Nachtmahr", 1781
Für diejenigen, die sich über Internet weiter informieren wollen noch einiges zu den Suchbegriffen. Die Berichte um "Succubus" und "Nachtmahr" sind, da meist mit Albträumen verbunden in der Regel negativ behaftet. Anders steht es um sogenannte "Geisterehen". Geisterehen wurden zumeist von den Personen, die eine solche eingingen, als positiv bewertet und bewusst gefördert. Unter diesem Begriff finden sich viele Sagen aus der ganzen Welt. Geisterehen waren durchaus auch im Schamanentum üblich. Da sie von den Mitmenschen immer schon abgelehnt wurde, als krankhaft, schwarzmagisch oder als Verstoß gegen die vorherrschende Religion betrachtet wurde, haben jene Menschen, die in einer Geisterehe lebten, wohlweislich darüber geschwiegen - was bedeutet, dass es darüber nur wenige Berichte gibt. In der Gegenwart ist die Einstellung nicht besser geworden. Ich habe im Internet einige zaghafte Beiträge in Foren gesehen, in welchen Menschen solches zur Sprache bringen wollten. Solche Beiträge und Anfragen hatten sofort äußerst aggressive Kommentare zur Folge.
Vor etlichen Jahren hatte ich in der kollektiven Homepage www.paranormal.de das Ressort "Geister" geführt. Unter den Kapiteln dieses Ressorts war eines, das hieß "Succubus". Darin wurde erklärt was ein Succubus (Sexualdämon) ist und es wurden auch einige Fallbeispiele gebracht. Eines der beeindruckendsten hiervon war "Orpheus" (siehe nachfolgenden Link)
Es ist eine authentische Erzählung mit geändertem Namen. Die Beziehung, die unter "Orpheus" gebracht wurde, ist die Dokumentation einer Geisterehe und unterscheidet sich somit stark von einem Succubus-Albtraum.
Es gab damals zur Zeit meiner Ressortverwaltung zu dem Kapitel "Succubus" sehr viele Zuschriften, genau genommen enorm viele. Das hat mich sehr überrascht. Ich habe daraus erkannt, dass es, vor unserer Gesellschaft verheimlicht, eine sehr große Zahl von Menschen gibt, die mit diesem Phänomen in Berührung gekommen sind. Die meisten können damit nicht umgehen und stehen in einem enormen Spannungsfeld zwischen "unerlaubten" Wünschen und Moralismen.
Es ist für mich unverständlich wie sehr sich die meisten Menschen durch einen kollektiven Standard von "normal" unter Druck setzen lassen. Jeder/e möchte "normal" sein und wird von größten Ängsten geschüttelt, sobald es Abweichungen von dieser Norm gibt. Die Menschen schaffen sich ihre eigene Knechtschaft. Früher standen sie unter inneren Konflikten, wenn sie gegen kirchliche Moralismen verstoßen hatten. Jetzt ist es nicht mehr der kirchliche Machtapparat vor dem sie sich fürchten, sondern die Angst nicht vor der von den Medien propagierten Norm zu bestehen. Eine kleine Abweichung schon verursacht Unsicherheiten und Ängste und schon laufen die Menschen zur Psychotherapie, um wieder "normal" zu werden.
Sehr selten gibt es astrale Kontakte mit Succubus Qualität. Diese Kontakte werden völlig anders erlebt als Albträume. Meist werden sie als schön empfunden und erst nachträglich im Wachzustand aus verschiedenen Gründen verurteilt. Es gibt wenige, die darüber schreiben. Eine Expertin auf dem Gebiet des Astralreisens ist Sten Oomen, die ein Buch über astrale Erotik geschrieben hat: Door de poort; Ervaaringen met astrale erotiek (Durch die Pforte, Erfahrungen mit astraler Erotik).
Sten Oomen schreibt in ihrem Buch "Door de Port", Seite 48 folgendes (von mir übersetzt):
In der schamanischen Geisterehe geht es nicht um Erotik allein. Im gegenwärtigen Tantra geht es um die ekstatischen, das Ich überschreitende Zustände. In den alten schamanischen Praktiken ging es um magische Fähigkeiten, welche durch eine Geisterehe gefördert wurden.
Im Candomble wurde mir gesagt ist eine sexuelle Beziehung der Priesterin mit ihrer Gottheit ebenfalls gängig. Es besteht der Glaube, dass sich die magische Verbindung mit der Gottheit durch Beischlaf erhöht und damit gleichzeitig die magischen Fähigkeiten der Eingeweihten. Es ist so etwas wie eine mystische Ehe, welche der Gottheit eine dichtere Manifestation erlaubt und auf der anderen Seite dem/der Eingeweihten einen Zugang zu transzendent-magischen Fähigkeiten frei gibt.