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Die Dämmerungsebene

© copyright Alfred Ballabene , Wien, 1997


 



 
 
 

1. Gesetz:
"...was unten ist, ist auch oben.... " 
(Durch Gewohnheit und Erinnerung sind die Astralwelten eine Kopie der irdischen Welt!) 
2. Gesetz:
" Wie innen, so außen"
(Nach den selben Gesetzen wie sie im Traum vorherrschen wird in den Astralwelten das Äußere durch das Innere gestaltet) 

 
 

Landschaften in der Dämmerungsebene

In diesen düsteren, ungastlichen Ebenen irren jene Seelen herum, denen es an innerer Orientierung und an Seelenkraft mangelt. Unter Seelenkraft verstehe ich folgendes: je mehr spirituelle Kraft ein Wesen besitzt, desto leuchtender ist es in seiner Erscheinung. Gemäß dem Leitsatz "wie innen, so außen" entspricht das Äußere einer Ebene dem inneren Zustand des Jenseitswanderers. Hier ist die Umgebung in ein dämmriges Licht gehüllt, etwa wie in später Abendstunde.  Weil es den dortigen Wanderern, wie oben erwähnt an innerer Kraft fehlt,  empfinden diese zugleich oft auch eine große Müdigkeit und schleppen sich mühselig dahin. Auch leben sie ein jeder für sich alleine, von eigenen Problemen belastet, und nehmen von anderen Menschen kaum oder keine Notiz. (natürlich ist das eben Geschilderte ein häufiges Szenario, und kein Standard. Im Prinzip gibt es alles, was man sich vorstellen kann - ist doch alles im Jenseits ein Spiegelbild der inneren Vorstellungen)

Das äußere der Umgbung ist ebenso karg und "abgestorben" wie die Seele der dortigen Wanderer - Steinwüsten, abgestorbene Bäume und Sträucher, ruinenhafte Bauten 


Franchezzo, "Ein Wanderer im Lande der Geister", Bietigheim, Württ., Turm Verlag, Seite 64-65
Tl.1, Kap.6, Zwielichtland

"Die Behausungen und Wohnstätten dieses dunklen ,Landes des Elends' lagen über weite Flächen zerstreut. Alle aber boten einen schrecklichen Anblick von Unreinlichkeit, Schmutz und Verfall. Sie glichen den Gebäuden in einigen Diebesvierteln unserer Großstädte, wo einstmals prächtige, mit Reichtum und Luxus ausgestattete Paläste nun zu Zufluchtsorten des schlimmsten Lasters und Verbrechens geworden sind. Hier und da stieß ich auf weite, verlassene Landstriche, die nur wenige zerstreute Häuser, besser gesagt elende Hütten aufwiesen. In anderen Gegenden gab es Häuserkomplexe ähnlich den Großstädten der Erde, in denen die Einwohner dicht zusammengedrängt hausten und einen düsteren, unerfreulichen Anblick darboten. Überall konnte man Schmutz, Unrat und Elend bemerken: ein wahrhaft trostloser Zustand, der durch die geistigen Ausströmungen der lasterhaften Bewohner dieser Gegend verursacht wurde. Nicht eine Spur von etwas Reinem, Schönem oder Anmutigem war hier zu entdecken, auf dem das Auge gerne hätte verweilen mögen.

Unter diesen Unglücklichen wanderte ich mit meinem kleinen Sternenlicht umher. Es war so winzig, daß es einem leuchtenden Pünktchen glich, das in der Dunkelheit aufblitzte und sich bewegte. Doch um mich her verbreitete es eine sanfte, milde Helle und bildete einen Hoffnungsstern für alle, die nicht infolge ihrer Selbstsucht und ihrer Leidenschaften zu verblendet waren, um es wahrzunehmen.

Ab und zu fand ich solche Unglückliche an irgend eine Wand gelehnt oder in der Ecke eines armseligen Zimmers kauernd. Besaßen sie genügend Kraft, sich aufzurichten und auf meine Worte zu hören, dann begannen sie den Weg zum Guten zu suchen und auf diesem Wege zu den höheren Sphären, aus denen sie durch Sünden gefallen waren, zurückzukehren. Einige konnte ich dazu bewegen, mir bei meinen Bemühungen, anderen zu helfen, beizustehen. In der Regel jedoch waren diese Ärmsten nur imstande, an ihr eigenes Elend zu denken und sich nach Höherem als ihrem gegenwärtigen Zustande zu sehnen. So gering dies auf den ersten Blick erscheinen mag, war es dennoch der erste Schritt nach vorwärts, dem dann der zweite - nämlich der Gedanke, wie man anderen helfen könne - ebenso sicher folgte."


Labyrinthe
 



 


Diese Ebenen sind obzwar eigenartig anmutend durchaus häufig (wie auch in den Träumen). Die Labyrinthe (genaugenommen verzweigte Kellergänge) sind Ausdruck einer inneren Weglosigkeit. Es sind dies  dämmrige, labyrinthartig verzweigte Kellergänge mit Höhlen oder finsteren Nischen und Zimmern, an deren Wänden und Ecken sich die dort hin verschlagenen Jenseitigen  hin kauern und  in ihrer inneren Müdigkeit fallen lassen. Oft schaut ihr Äußeres sehr mitgenommen aus - die Kleidung ist zerlumpt, der Körper zerschunden. Die Jenseitigen dort sind kaum ansprechbar und in einem Zustand des Dahindösens, oder sie sind im Schlaf (was sie auch ihren Zustand nicht bewußt werden läßt, was einerseits für sie  gut ist, andererseits sie nicht gegen das Los aufbegehren läßt, wodurch sie Aktivitäten entwickeln würden und sicherlich einen Weg hinaus finden würden). Da sie ihren augenblicklichen Zustand kaum fühlen ist ihr Zustand  nicht derart leidvoll, wie man auf Grund der äußeren Erscheinung glauben könnte.

Das Irren in diesen Gängen erweckt ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit. Es gibt zwar Ausgänge, tatsächlich findet man diese jedoch nur dann, wenn man aus dem Mut der Verzweiflung oder durch die Hilfe von Helfern an innerer Kraft gewonnen hat. Dann sind auf einmal Türen dort, wo früher keine waren.


"Dahindämmernde Seelen" 
"Ich gelangte in eine geräumige Felsenhöhle. In der Düsternis lagen oder saßen lethargisch ca. 10 Gestalten im Staub, teilweise in Decken eingehüllt. Irgendwo lauerte Gefahr, das fühlte ich. Um die Art der Gefahr zu erkennen, mischte ich mich unter das Publikum und versuchte mich ebenfalls in ein Tuch zu hüllen, was gleichzeitig eine Möglichkeit war meine andersartige Erscheinung zu verbergen (ich war ja ein Besucher - Astralwanderer - fühlte anders und sah auch entsprechend anders aus). Mein Tuch war zwar von einem matten Weiß mit dunkelblauen Blumen und somit doch nicht konform mit den grauen Decken der Anderen, aber vom Weiten konnte man das sicherlich nicht erkennen.

Still saß ich nun und wartete einige Zeit. Mittlerweile versuchte ich Kontakt mit den armen Seelengefährten zu knüpfen. Ich sprach ihnen zu und der eine und der andere erwachte aus seiner Regungslosigkeit und blickte mich an. Allmählich wurden alle mehr und mehr von Leben erfüllt. In diesem Augenblick kam aus dem Gang eine Gestalt von gedrungenem Zwergenwuchs. Er erfaßte eine der nach wie vor passiven Gestalten und schleppte sie einige der Felsenstufen zu einer etwas höher gelegenen kleinen Halle empor. Dem Gefühl nach hatte er nichts Gutes vor. Allerdings kam er nicht dazu, denn ich griff in die Handlung ein und besiegte das Wesen.

Das Schauspiel des Kampfes und die Erkenntnis der Gefahr belebte nun meine Seelengefährten vollends und so folgten sie meinem Aufruf die Höhle zu verlassen. Die kleine Gruppe machte sich auf den Weg und ich wurde in meinen physischen Körper zurückgerufen."


"Der finstere Winkel in der Markthalle"
In einem Schwebeschritt, wobei ich mit den Zehenspitzen nur leicht den Boden berührte und hierbei halb fliegend Riesenschritte machte, eilte ich die Nußdorfer Straße entlang, in Richtung Stadtmitte. Knapp vor der Markthalle gesellte sich ein etwa achtjähriger Knabe als Begleiter zu mir. Wir hielten uns an der Hand und beteten gemeinsam ein Japam (sich wiederholendes Kraftwort). Dieses ging sehr gut, es wurde mir ganz heiß ums Herz. Immer stärker wurde mir bewußt, daß es sich nicht um die irdische Ebene handelte (ich wurde dadurch luzider, wenn man so sagen will), und so beschloß ich die Umgebung näher in Augenschein zu nehmen und bog ab, um die Markthalle zu besichtigen.

Die Markthalle war sicherlich auch hier ein zentraler Ort, an dem sich viele Menschen trafen und es etwas zu sehen gab, so dachte ich. In dieser Absicht ging ich hinein. Zu meiner Überraschung war die Markthalle fast leer. Einige Leute standen drinnen herum und im Halbschatten sah man einiges Gerümpel. Es war etwas dämmrig und bei weitem nicht so einladend wie die Straße draußen, von der ich kam. Als ich etwas weiter hinein ging, wurde es immer finsterer und zuletzt stockdunkel. Ich durchschritt einige Meter die Dunkelheit und blieb dann stehen. "In einer so finsteren Ecke gibt es sicher auch einen Abstieg in skalpische Sphären", dachte ich. So blickte ich angespannt in die Finsternis. Es war nichts zu sehen, alles war Schwärze. Ich versuchte mit meinem empathischen Tastempfinden, eine Fähigkeit, die ich bei solchen Wanderungen immer habe, die Umgebung zu sondieren. Und tatsächlich, gleich vor mir, öffnete sich als Loch im Boden eine tiefe Kelleretage und Gefahr lauerte mir entgegen. Die Kelleretage schien ohne Begrenzung und weitete sich zu einer ganzen Ebene. Ich versuchte Stufen zu erspüren, aber es waren keine vorhanden; der Eingang war ein senkrechter Schacht, ein riesiges Loch im Fußboden, verborgen in der absoluten Schwärze dieses Winkels der Halle.

Nachdenklich wandte ich mich wieder dem helleren Teil der Halle zu."



 

 
 

Nebelsphäre 

Auch das gibt es. Robert James Lees berichtet darüber und zwar in seinen Büchern "Reise in die Unsterblichkeit", Bd. 1, 2 und 3, Drei Eichen Verlag, München-Passing, 1962. Ich selbst habe ebenfalls schon so eine Nebelsphäre betreten. Ob es das Selbe ist als jene Sphäre, von der Robert James Lees berichtet, weiß ich nicht. Beispiel bringe ich hier keines, aber zur besseren Vorstellung ein Applet von Mils: 
 


"Eintritt in die Nebelspäre"


 




Author of applet: Miles

 


 
 

Einige weitere Erzählungen über die Dämmersphäre:
S.: "Die Gänge mit den Zeichen"
"....Mein Helfer führt mich an den Rand eines dunklen Höhlensystems; ich habe es zu durchschreiten. Die Gänge, die ich da durchschritt, waren über und über mit Zeichen bedeckt, wirkten ähnlich wie Katakomben. An manchen Stellen waren sie getränkt von unbeschreiblicher Angst, von grenzenlosem Leid, das mich zu Boden drückte, sodaß ich unter dem Schreien der Stimmen nur auf allen Vieren mühsam weiterkonnte. Wenn ich die Gänge durchschritten hatte, trat ich vor meinen geliebten Helfer.
Wieder und wieder schickte er mich durch die Gänge, jedesmal dachte ich, es ist unmöglich, dieses Leid nochmals zu erleben. Doch schließlich sagte er mir, daß ich damit Vielen helfe und viele Gebundene befreie."

"Die Höhle zum Dämmerschlaf"
".....Wir traten aus dem Tor und gelangten in eine Ebene, die uns in ihrer Tageshelle besseres verkündete, als es die soeben verlassene Sphäre zu bieten hatte. Die Umgebung vorsichtig bemessend ging ich mit meinem Begleiter eine breite Straße entlang und wir waren gerade dabei an einem betont breiten Hauseingang vorbeizuziehen, als dieser meine Aufmerksamkeit erregte und ich meinen Begleiter anzuhalten bat. Nicht weit vom Eingang führten 5 - 6 Stufen in ein tiefer gelegenes Stiegenhaus.

Mein Begleiter ging die Stufen hinunter. Ich sah ihm nach und wartete ab. Die Treppen führten zu einem höhlenartigen Kellergang. Hier war es dämmerig und Schatten von dem Aussehen kaninchengroßer Ratten (theosophisch: Elementaris) huschten umher. Mein Begleiter schien diese nicht wahrzunehmen, denn sein Bewußtsein erfuhr in der Dämmerung eine zunehmende Trübung. Er wurde ziemlich willenlos und matt. Anscheinend erfaßte ihn immer mehr der Wunsch sich in einen verlassenen und ungestörten Winkel auszuruhen, denn er strebte einer höhlenartigen Felsennische zu. Sie war von der Größe eines kleinen Zimmers, etwas staubig und uneben und orange-rötlich schwach beleuchtet. Dort ließ sich mein Begleiter fallen. Das Licht verblaßte allmählich und Ratten, oder so etwas Ähnliches, strömten herbei.

Das sah nicht gut aus, und ich rief nach meinem Begleiter und riet ihm nach oben zu kommen. In schwachen Gedankenimpulsen vernahm ich, daß er dazu nicht in der Lage sei und daß er sich zu schwach fühle, um sich zu erheben. Dennoch versuchte er mühselig herauszukriechen. Der Kellereingang jedoch hatte sich für ihn verändert. Statt der Stufen führte ein senkrechter Schacht nach oben, dessen Rand er gerade noch mühsam mit den Händen erreichen konnte. Er versuchte sich emporzuziehen, war aber zu kraftlos dazu. Zudem war seine rechte Hand bis zum Ellbogen von den Ratten abgefressen. Sie sah wie eine lepröse Stummelhand aus. Auch sonst war er sehr elend hergerichtet. Ich faßte mit an und zog ihn herauf. Dann trug ich ihn ins Freie. Behutsam bettete ich ihn auf einen sonnenbeschienen Platz an der Hausmauer. Innerhalb kurzer Zeit war mein Begleiter wieder hergestellt. Erstaunt betrachtete er seinen regenerierten Körper. Das ist durch die Wirkung der Sonne, sagte ich ihm. Doch der Begleiter verstand mich nicht. Daß das Äußere nur eine Reflexion seelischer Kräfte, ein Spiegelbild des Inneren sei, war ihm noch unbegreiflich. Die jenseitigen Gesetze sind schwer zu verstehen, aber vielleicht wird er sie nach einer Reihe ähnlicher Erlebnisse erfassen."