Alfred Ballabene
Ist das Astrale real oder wird es nur projiziert?
B
... Was die jenseitigen Welten anbelangt, so habe ich für mich
die Hypothese entwickelt, daß wir uns von einer z.B. Landschaftsvorstellung
umgeben, welche in telepathischer Resonanz von anderen ungefähr ebenso
erlebt wird (also mit persönlichen Varianten) und mitgestaltet wird.
Diese Umgebungsvorstellungen bilden für den Augenblick eine gemeinsame
Theaterbühne, wo man sich trifft und miteinander kommuniziert (ähnlich
virtuellen Cyberspace-Welten).
S
Das beschreibt auch Castanada ähnlich. Er nennt es die Emanation
des Adlers. Die toltekischen Seher "sahen" einen mächtigen Adler,
der Emanationen aussendet, die wir als das sehen, was wir eben sehen. Daß
wir sie so sehen, dafür sorgt unser Montagepunkt. Den Montagepunkt
können wir im Traum oder auch beim Eintritt in die zweite Aufmerksamkeit
(meist unbewußt) verschieben, so daß andere Emanationsbündel
sichtbar werden. Die Zauberer verschieben den Montagepunkt bewußt
und ein Nagual kann ihn auch bei anderen Menschen verschieben.
Die Gegenstände haben eine andere Energie als ich, wenn ich out of body bin. Ich müßte eigentlich durch sie durchgreifen.
Es bestehen ja die Traumgegenstände, die ich mir zurechtgelegt habe, aus Energie-Emanationen, die sich mit dem Montagepunkt auch woanders hin verschieben müssen. Ich MUSS diese Gegenstände einfach anders wahrnehmen als in meinem Tonal.
B
Genau das ist es. Was willst Du?, eine zweite physische Welt erleben.
Eigentlich nicht. Du willst was Neues, eine größere Dimension.
Hier im Astralen sind Objekte nicht physikalische Gegenstände, auch
wenn sie so erscheinen, sondern Kräfte.
Sicher kann man auch aus einer höheren Dimension in die physikalische
Welt hinein wirken (ich kann es nicht, Du anscheinend schon in Ansätzen
- Frauen sind medialer und besser geeignet als Männer). Das ist dann
Magie. Auch das Finden des Ringes (siehe etwas später) kann man dazu
rechnen.
S
Das ist auch meine Frage:
Wenn ich die Gegenstände eines Tages wirklich sehe, SEHE ich sie
dann oder projiziere ich sie? Ich weiß, die Objekte verschwinden
bisweilen vollkommen. Und man kann neue erschaffen. Aber ist dann nicht
alles Projektion? Deine Terrasse beim OBE, meine Glasscheiben etc. Verlassen
wir den Körper wirklich oder projizieren wir es nur???? Ich kann es
gar nicht fassen, daß ich diese Frage stelle.
B
Eine weiße Blume ist für Bienen blau oder hat eine andere
Farbe - für Bienen, Hummeln ist in dem Weiß das wir sehen ein
ganzes Spektrum unterschiedlicher Farben enthalten. Also sehen wir die
physikalische Welt so wie sie ist??? Nein, wir nehmen irgend etwas wahr
und ordnen dem Farben Form und Gewicht zu. Alle diese Qualitäten sind
nicht in Wirklichkeit - es ist für uns ein Arbeitsmodell, damit wir
diese Gegenstände handhaben können. Es sind also Etiketten, also
Qualitätszuordnungen, die wir den Gegenständen geben und dadurch
eine Welt um uns erschaffen, in der wir uns orientieren können. Es
ist so wie die verbalen Bezeichnungen "Blume", "Baum". Auch diese Bezeichnungen
sind willkürlich, aber wir brauchen sie, um uns zu verständigen.
Diese Subjektivität, welche für die von uns wahrgenommene
physikalische Welt gilt, gilt für die astrale Welt erst recht. Deine
Gewohnheit hindert dich daran ein gewohntes Erscheinungsbild (ein astrales
Pendent zu einem Objekt aus der physischen Welt) anders zu betrachten und
anders zu handhaben.
S
Ich habe auch schon einige OBEs erlebt, bei denen ich Dinge gesehen
habe, von denen ich nicht wußte, daß es sie gibt (ich fand
außerkörperlich einen Ring, den meine Freundin vermißt
hatte), z.B. den Dachgarten auf dem Nebenhaus mit den zwei Hunden drinnen,
den ich später im Tonal erstaunt verifizierte.
Das Sehen der physischen Welt mit dem Astral- oder Fluidalkörper
S
.... Gegenstände, die mir heilig sind. Gestern bei meinem Nachmittags-OBE
erinnerte ich mich sofort an die Gegenstände und ging hin um sie zu
sehen. Sie waren nicht da!!!!! Ich riß verzweifelt an der Decke,
die auf dem Kasten liegt und konzentrierte mich dann mit geschlossenen
Augen. Als ich die Augen wieder öffnete, war die Fläche gerammelt
voll mit den unsinnigsten Sachen: Vorhangschlösser, die wie Herzen
aussahen, Nähkästchen in den verschiedenen Variationen und derlei
Krimskrams mehr. Ich warf die Sachen wütend auf den Boden und lachte
mir ins Fäustchen, weil ich wußte, daß ich das nicht aufräumen
bräuchte. Ich konzentrierte mich neuerlich und wieder sah ich wundersame
Dinge da liegen - aber die 4 Gegenstände, die wirklich dort liegen,
sah ich nicht.
B
Dazu mehrere Antworten:
Im Zustand des OBE die physikalische Welt zu sehen, wird wahrscheinlich
nicht so leicht sein und erfordert einen ganz dichten Fluidalkörper
(Ätherkörper oder wie immer man das nennen kann; jedenfalls so
etwas, was auch die Hexen oft produzierten, weil man dadurch besser auf
die physikalische Ebene einwirken kann im Sinne schwarzer oder weißer
Magie, - Objekte holen, Einwirkungen etc.) Im Prinzip ist dieser Zustand
spontan ganz am Anfang der Erfahrungen, bei den ersten OBE's oder bei Unfällen,
Schocks, Narkosen etc. Der Nachteil solch dichter Emanationen ist, daß
die Reperkussionen enorm stark ausfallen können, was zu einer Gefährdung
des "Träumers" führen kann. Ausserdem ist die Entfernung gering,
die man dann meist erreicht, meist nur wenige Meter (außer man hilft
mit Kräutern nach). Weiters erwirbt man keine astralen Erfahrungen,
sondern ist nur mit der physischen Welt konfrontiert (die man ja ohnedies
kennt).
In fortgeschrittener OBE-Praxis wird das Bewußtsein meist vom
Fluidal in den Astral verlagert. Was man dann sieht ist bestenfalls eine
Imitation der physischen Welt und Du wirst in diesem Zustand nur Pendants
zu Deinen Sakralgegenständen finden (dann allerdings ist das Hervorstechendste
die Kraft, die sie ausstrahlen, im Gegensatz zur Kraftlosigkeit anderer
Astralobjekte) oder falls es keine echten Pendants sind, dann sind es "Bilder"
richtiger "Objekte", die aus dem Wunsch erschaffen werden sie zu sehen
(also durch den Wunsch erschaffene Phantome). Astralwandern ist meines
Erachtens spannender als ein Wandern auf der physischen Ebene.
S
Castaneda beschreibt zwar, daß er lange brauchte um sich auf
gewisse Gegenstände zu konzentrieren, was das aber heißt, schreibt
er nicht. Ich finde diese Experimente faszinierend und bin schon ganz gierig
darauf, weiterzumachen.