Paranormal

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Rund um die Hexe

@ copyright Dagmar Bernklau, Nürnberg und Alfred Ballabene, Wien, 1999




Ein sehr alter Glaube ....


Der Hexenglaube ist vielleicht die älteste Religion in der westlichen Welt. Es liegt weder ein heiliges Buch noch weise offenbarte Schriften zugrunde. Der Hexenglaube bezieht seine Lehren aus der Natur .erfährt Die Liebe zum Leben in jeder Gestalt ist die Grundethik des Hexenglaubens. Hexen sind verpflichtet, alle lebenden Dinge zu ehren und zu achten und den Lebenskräften zu dienen. Der Hexenglaube erkennt an, daß Leben Leben nährt und daß getötet werden muß, um zu überleben, aber das Leben wird nie unnötig zerstört, nie verschwendet oder vergeudet.
Magie, die Kunst, die unsichtbaren durch die Welt strömenden feinen Kräfte zu spüren und zu gestalten, tiefere Bewußtseinsschichten hinter dem Rationalen (vernünftiges denken) wecken, ist ein Element das allen Traditionen des Hexenglaubens zu eigen ist. Hexenrituale sind magische Riten
Sabbate sind die Feiertage der Hexen, an denen sie sich mit den Energien des Kosmos und den Göttern vereinigen.
"Was du gibst, erhälst Du dreifach wieder". Wenn eine Hexe behext oder verwünscht, wird sie mit verwünscht.
Von ungefähr 9 Millionen hingerichteten Hexen waren 80 % Frauen einschl. Kindern und jungen Mädchen. Die letzte Hexe wurde im 18. Jahrhundert hingerichtet.




Ich bin eine Hexe.

Ich bin keine Hexenforscherin,ich schreibe nicht über Hexen,ich bin eine Hexe.
Heute, in diesen Zeiten als Hexe zu leben,bedeutet,das verlorengegangene und wiedergefundene Wissen der Hexe, die, die ich war die die ich bin,und die ,die ich sein werde,mit den neuerworbenen Fähigkeiten und Erkenntnisen der heutigen Zeit ,die, die ich jetzt bin, zu verknüpfen.Mutter Erde kennt keine Vaterländer.für mich heißt das kurzschließen mit der Natur.Mit der Zeit in der millionen von Frauen vernichtet wurden Heute eine Hexe zu sein, heißt aber nicht einfach Rückkehr,nein,es heißt auch Gegenwart.
Hexen wußten immer, das sie wiederkommen würden.Tod und Wiedergeburt war für sie kein archetypisches Symbol.sondern eine Selbstverständlichkeit ,die sie überall in der Natur beobachten konnten Und da sie wußten, das sie wiederkommen würden,mußten sie sich auch nicht in die Ewigkeit einschreiben.Es genügte, zu wissen,das sie wiederkommen, und alles das, waas sie erfahren haben in ihrem selbst in ihrer Seele wiederfinden würden und bei Bedarf nur abzurufen brauchten.Wie im Himmel also auch auf Erden,vollziehen die sterblichen Frauen den gleichen Gestaltwandel wie die Göttin und ihre Verkörperung,die sichtbare Natur.
Zum Thema Heide finden wir in einem Lexikon folgendes: unbehandeltes Land,Waldgegend,wildgrünes Land ,unzivilisiert, Nichtchrist,Ich fühle mich zur Heide gehörig.Und ich bin Nicht -Christin ,also eine Heidin!Ich bin nicht die Magd des Herrn,mir geschieht nach MEINEM Willen,Ich bekenne mich zu meinem magisch verwurzelten Denken ,Ich bekenne mich zu diesem glauben der unser aller ,alter Glaube ist !!
Es scheint an der Zeit zu sein, da Hexen sich finden müssen!Auch,das sie sich zusammenschließen wie in alten Zeiten.Es fügt sich so,das sie sich erkennen und ohne viele Worte verstehen.Ich spüre sie überall auf, diese wilden,ungezähmten,naturverbundenen,ursprünglichen,unverkrüppelten,mit einer eigen-willigkeit,eigen -Sinnlichkeit ,vor Kraft sttrotzenden Hexen.
Haben wir uns gefunden, können wir nicht mehr voneinander lassen,ahnen aber noch immer die Gefahr,die noch immer nicht gebannt ist.Es ist kaum einer unter uns der nicht fürchtet in einer chemischen Zwangsjacke zu enden.
Wir wissen, das die Gefahr noch nicht gebannt ist-die Hexenjagd geht weiter.Wir werden an den Pranger der öffentlichen Meinung gestellt,in den Medien verheizt,peinlichen Verhören unterzogen,und leiden tausendfachen Rufmord.
Die Zeit der Verzweiflung ist noch nicht vorbei!
Hexen verwandeln sich nicht in Tiere.Wir sind aber in der Lage katzenhaftes,schlangenhaftes oder eulenhaftes Bewustsein zu mobilisieren und innerhalb der gewünschten Zeit dieses Tier zu sein.Wir rufen die spezifischen eigenschaften des Tieres in uns ab- und sind das Tier!
Hagedise,Hagazusa,Haghetisse,sind andere Wörter für Hexe und heißen in der Übersetzung Zaunreiterin.Der Zaun ist das Symbol zwischen zwei wirklichkeiten.Goppelte Realität.Nein ,nicht wir nehmen den kontakt zu den großen Müttern auf, sie nehmen Kontakt zu uns auf!Eine sehnsüchtige Einstellung erzeugt eine Art Seelengestimmtheit ,die uns beefähigt Zeichen,Sprache,Farben,Töne zu empfangen und auch zu deuten.
Ich bin eine Grenzgängerin,wir sind GrenzgängerWir kommen nach jedem schritt über die Grenze mit Geschenken zurück.


Kennt ihr das Lied es blies ein Jäger wohl in sein Horn?
Habt ihr es euch schon einmal genau angehört?

Was meint ihr, was er wohl fing?

Es blies ein Jäger wohl in sein Horn, und alles was er blies das war verlorn-

Soll denn mein Blasen verloren sein,dann will ich auch kein Jäger sein-

Er zog sein Netz wohl über den Strauch,da sprang ein schwarzbraunes Mädel heraus-

Ach,schwarzbraunes Mädel entspring mir nicht,ich habe große hunde, die holen dich-

Die großen hunde, die fürchte ich nicht,sie kennen meine weiten Sprünge noch nicht-

deine hohen weiten sprünge, die kennen sie wohl,sie wissen,das du heut noch sterben sollst-

und sterb ich heut bin ich morgen tot,begräbt man mich unter Rosen rot-

wohl unter den Rosen wohl unter dem Klee,darunter vergeh ich nimmermehr-

Er warf das Netz ihr wohl über den Fuß,auf das die Jungfrau fallen muß!

die Hexen kommen wieder-Sie sind schon alle wieder da-Einige wissen noch nicht was sie sind-Viele nehmen Kontakt zueinander auf-immer noch mit der alten Scheu-jedoch wir erkennen einander-Es gibt so etwas wie eine Zusammenführung!
Die Hexen kommen wieder-ihr Bewustsein,ihre Seele uralt und zeitlos-nur der Körper neu-Die Wildheit,das inuitive Wissen bringen sie wieder mit-Nichts ist verlorengegangen!


Mein Körper ist Erde,ist Diana-mein Verstand ist Luft,ist Hera,meine Gefühle, meine Seele ist Wasser ist Tiamat,Mein Antrieb ist Feuer,ist Lucia-Es ist wahr- so einfach ist es-Ich bin Wasser,meine Tränen mein Schoß-Es ist wahr, ich bin Erde,es ist mein Körper und alles was ich hier auf der Erde mit meinem Körper zu erledigen habe- Es ist wahr, ich bin Feuer,mein männliches Prinzip,das tun das handeln, das fortschreiten-Es ist wahr ich bin auch Luft,ich atme ein und aus,was in mich einzieht und austritt vermag mein Verstand,worte daraus zu formen-Es ist wahr.

Sergius Golowin schreibt in seinem Buch die weisen Frauen:hinter allen theologischen Beggründungen erkennen wir noch heute die Auffassung ,daß die Hexen Vertreter einer UR- Kultur waren,die man beseitigen mußte,um das Volk für eine andere Arrt von Zivilisation zu gewinnen-Man mordete die Kräuterweiber und Kräutermänner,weil man Angst vor ihnen hatte und gleichzeitig auch an Minderwertigkeitsgefühlen und schlechten Gewissen litt-Sie waren vor allen Obrigkeiten *von Gottes Gnaden* gewesen man fürchtete ihr Wiederkommen.

blessed be Gerlinde


 

Einleitung: Yogis und Hexen

Hexen entstammen einer uralten Wissenstradition, niemand weiß wie viele zehntausende Jahre oder hunderttausende Jahre diese alt ist. Sicher gibt es da Historiker, welche diese Behauptung mit einem Lächeln abtun - vielleicht haben sie recht, wenn man sich nur auf den Namen Hexen beruft und meint, der Name ist alles. Nun, dann wollen wir sagen, damals in weiterster Steinzeit hießen sie Schamaninen. Unter den Schamanen damals gab es Männer und Frauen, durchaus mit getrennten Schwerpunkten der Magie. Schon damals waren die Schamaninen unter anderem für Heilung, Fruchtbarkeit und Wachsen und Gedeihen zuständig - was ist das anderes, als das, wofür sich die Hexen auch heute noch zuständig fühlen?

Da die Hexenkultur so alt ist, ist es kein Wunder, daß wir in den verschiedensten Kulturen gleiche Hexen-Traditionen, -Symbole und ähnliche Mythen und Sagen um Hexen finden. Um dies aufzuzeigen stelle ich hier in diesem Text einige Vergleiche zwischen den tibetischen Dakinis und unseren heimischen Hexen-Sagen bzw. -Märchen an.

Zunächst wie komme ich als Yogi zu dieser Thematik? Nun, die Dakinis (alte, weise Hexen) und die Yoginis (junge, vitale Hexen) waren die magischen Partnerinen der Yogis, genauer der Siddhis und Tantriker (es gibt ja auch viele andere Yogalinien, z.B. brahmanische, die sind hier nicht gemeint). Dies ist nicht nur symbolisch gemeint, wie man z.B. glauben könnte, wenn man die hierzu passenden Texte des Kundalini Ressorts liest, sondern sie lebten tatsächlich in einer partnerschaftlichen Beziehung. Es war dies nicht eine Beziehung, welche durch die Gesellschaft oder Religion alsd Ehe sanktioniert wurde, sondern eine Lebensbeziehung, welche durch magische Rituale und Initiationen gefestigt wurde. Diese Partnerinen bedeuteten für die Yogis die sichtbare Gegenwart ihrer magischen Energie( = Kundalini), welche als weiblich gedacht wurde.

Aus H. W. Schumann, "Buddhistische Bilderwelt":

  "Dakinis sind weibliche Gottheiten, die zeitweilig in Gestalt von Hexen, zu anderen Zeiten als verführerische Partnerinnen (Yogini) auftreten. Sie sind "Himmelswandlerinen" und stellen als Boten die Verbindung des Heilssuchenden mit der Sphäre der Erlösung her.


 


Das Waldweib

Die Russen nennen sie Baba Jaga. Sie wird geschildert als altes Weib, an einem feurigen Kessel sitzend, mit einem feurigen Besen die Luft fegend, welche ihren Kessel trägt. Sobald sie sich aufmacht, stöhnt die Erde, heulen die Winde, das Hausvieh stampft verängstigt in den Ställen.

Auch verwandelt sich die indische Geburtengöttin in die totbringende Kali, so auch die Zlata-Baba, die als große Göttin verehrt wurde (als die Goldfrau). Die Begegnung mit Baba Jaga ist zweifelsohne eine abergläubische Vereinfachung dieser Naturmacht. Es kann sogar nachgewiesen werden daß das schreckliche Aussehen der Baba Jaga erst durch das Niederschreiben der Volksmärchen im 18-19 Jahrhundert zustande kam. 


Alte Hexe

Hexen wurde eigentlich immer Unsterblichkeit und Alterslosigkeit nachgesagt.Teilweise kam das daher, daß diese sich mit Kräutern und Elexieren auskannten. Es hieß auch, eine Hexe, die Töchter gebiert stirbt und altert nicht. Das ist Unsinn, denn auch eine Hexe ist wie alles andere dem ewigen Kreislauf von Leben und Vergehen unterworfen. Das Rad dreht sich. Die Göttin dreht daran. Gerne wird die Hexe auch als bucklige Alte dargestellt. Im Mittelalter aber wurden hauptsächlich schöne, junge Frauen vor allem die mit roten Haaren der Hexerei bezichtigt, verfolgt und getötet.

Im Himalayagebiet nenn man die Hexen Dakinis. Sie sind alte, weise Hexen. Damit ist die alte weise Zauberin gemeint, Ausdruck des tiefsten geheimen Wissens. Sie haben auch ein schreckliches Aussehen als Ausdruck ihrer magisch-dämonischen Kraft. Dämonisch ist hierbei nichts abwertendes - Götter leben in einer jenseitigen Welt, Dämonen in dieser, sonst sind beide ihrem Wesen nach gleich.

 



Fetzenkleid

links: tangusisches Schamanenkostüm
rechts: Schamane aus Kamtschatka
 


Um magische Kräfte herbeizuziehen und für den Schutz, waren (und sind? - jetzt wohl nicht mehr, unsere Stadtschamanen) die Schamanen mit unzähligen Utensilien behangen: Federn zum Zeichen des Geisterfluges, Knochen zum Zeichen der Unsterblichkeit bzw. der Überwindung des Todes, Talismane und vieles mehr.

In Zuge der Diskriminierung war es kein weiter Schritt mehr, aus der Symbolgewandung ein Fetzenkleid zu machen und das Bild einer alten, zerlumpten Hexe der Bevölkerung einzuprägen.

 

Sibirischer Schamane

 




 


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