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copyright @ Alfred Ballabene, Wien
Kali
Aus ihrer Geschichte, so wie ich es sehe und wie es
nicht in historischen Büchern steht, aber vielleicht wahr ist.
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Viel viel später dann, als ca 1500 Jahre vor unserer Zeitrechnung die Aryas in Indien einzufallen begannen war auch das Ende des Matriachats oder von dem was davon noch über war, angebrochen. Die Aryas lebten in einem strengen Patriachat. Nur Männer zählten, Frauen waren nur die Begleiterinnen der Männer und der männlichen Götter. Shiva konnte auch da Anerkennung finden, aber nicht Kali in ihrer ursprünglichen Form. Und es kam noch ärger: Die bodenständige Bevölkerung wurde durch die neuen Herrscher unterdrückt und der untersten Kaste zugeordnet - sie wurden zu Unreinen, Unberührbaren. Der Haß und Groll muß groß gewesen sein unter jenen Menschen, die im Grunde genommen Erben einer viel höhere Kultur waren, als es jene Hirtenkultur der Arias war. So wie man es auch heute noch in Tibet sieht erwartet man sich Schutz von einer furchteinflößenden, schaurig aussehenden Gottheit. Als die Verfolgten nunmehr zu Kali flehten, suchten sie in ihr nicht mehr die große Mutter, sondern die große Beschützerin. Der schreckliche, dämonische Aspekt von Kali rückte dadurch in den Vordergrund und blieb bis heute erhalten. Kali in ihrem nunmehr schrecklichen Erscheinungsbild als Schutzgottheit
wurde zur Schutzgöttin der Yogis. In den Tantras erfuhren ihre Attribute
eine andere Interpretation. Es sind die inneren Feinde und Schwächen
des Yogis, die jetzt durch Kali besiegt werden. Im Tantrismus ist sie die
große Befreierin und wird als solche verehrt und geliebt.
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Kali Ma
| Kali die Schwarze, Ihr Körper ist der Himmel der Nacht. Ihre Augen
sind das Licht der Sterne. Sie ist Schöpferin und Vernichterin der
Zeit. Die Schöpfung ist Ihr Traum.
Kali hat 100 Namen, so heißt es in Indien, aber die Anzahl ihrer Namen ist grenzenlos, denn sie lebt in jedem Menschen, in jeder Ameise. Ein jeder Stein ist eine Verdichtung ihres Bewußtseins. |
Kalimata
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Kali ist der zerstörende Aspekt der uralten Göttin, wie sie schon in der Steinzeit verehrt wurde. Jener zerstörerische Aspekt wir ihn auch bei Inanna, Medusa, Athena oder Morrigan wiederfinden. Damals waren die drei Nornen, zuständig für Geburt, Schicksal und Tod noch in der Göttin vereint Kali gibt es somit schon viele tausende Jahre länger als die Sekte der Thuggees. Die Thuggees waren Mitglieder jener indischen Sekte um die Jahrhundertwende, welche zu ihren Ritualen zahlreiche Menschen mordete, wenn möglich Engländer. Kali ist vierarmig und blauschwarz, unbekleidet bis auf eine Girlande aus Köpfen und abgeschlagenen Armen als Schürze (Symbol für Karma - Intention und Tat). Kali ist allmächtig, alles durchdringend, die absolute Existenz jenseits der Furcht. Sie ist die Zerstörerin von Maya, der aus Illusionen erschaffenen Welt. Ihre vollen Haare sind Symbol für die Zeit. Sie ist wie der Mond, wenn sie abnimmt, den Tod symbolisiert, wird sie dunkler und wenn sie zunimmt, sich dem Leben zuwendet, wird sie heller. Von den Siddhis (Vorgänger des buddhistischen Yoga bzw. Tantra) wird Kali vornehmlich an einem Verbrennungsort (Friedhof) und bei Neumond in Ritualen angerufen. Dies entspricht am besten ihrem Wesen. Jüngere Darstellungen zeigen sie auf dem liegenden Körper Shivas. Vielleicht soll damit angedeutet werden, daß nach dem Tantrismus Shiva der ruhende Aspekt ist (Bewußtsein) und Kali der dynamische Aspekt (die Schöpfung). Es gibt von Kali viele Darstellungsformen: Dakshina Kalika, eine populäre
bengalische Darstellung. Bhadra (beschützenbde) Kali, als Muttergöttin
Kalikamata wird sie von der Sekte der Schaktas verehrt, als Entsprechung
von Shiva wird sie Bhairavi genannt. Weitere Namen sind Shmashana (Friedhofs-)
Kali, Guhya (geheimnisvolle) Kali, Chandi, die Grimmige, Mahakali, die
Große und viele andere.
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Mythen um Durga
Durga
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Der Legende zufolge eroberten die Titanen die Götterwelt und schlugen die Götter und all ihre Krieger in die Flucht. Ihr Anführer und König war der grünhäutige Büffeldämon Mahishasura. Die Götter traten vor Brahma, Vishnu, und Shiva und baten um Hilfe. Da rötete sich das Antlitz von Vishnu vor Zorn und Licht schoß hervor. Dasselbe geschah mit Brahma und Shiva. Die Flammen schossen in alle Richtungen und erhellten alle Welten. Das Licht verdichtete sich und wurde zu Shiva in weiblicher Gestalt, mit den Armen von Vishnu und den Füßen von Brahma. Durga war geboren. Die Götter eilten zu ihr, verneigten sich und beschenkten sie.
Vom Todesgott erhielt sie ein Seil, von Vayu, dem Windgott, Pfeil und Bogen,
Pinakadhrik gab ihr einen Dreizack, Krishna gab ihr den Diskus, Indra den
Donnerkeil und seinen weißen Elefanten, Varuna der Meeresgott gab
ihr ein Muschelhorn, der Herr der Wasser gab ihr eine Schlinge.
Durgas Löwe stürzte sich voll Zorn auf Mahishasura und ebenso Durga. Mahishasura versuchte zu entkommen und verwandelte sich in verschiedene Gestalten (die auf dem Bildnis von Durga zu sehen sind). Zuletzt, schon geschwächt, verbleib er in seiner ursprünglichen Gestalt als Büffel. Nach kurzer Flucht erlag er Durga.
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Durga
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Ohne jene symbolischen Aspekte der Auflösung (Vernichtung) wie sie im Tantra gebracht werden und in Kali und Durga ihre Krönung haben, wäre die hier gebrachte Symbolik des Yoga nicht komplett, es würde ein wesentlicher Aspekt fehlen. Deshalb bekommt Kali hier jene Aufmerksamkeit, welche ihr in ihrer Bedeutung zusteht. Kali die Vernichterin der Unwissenheit
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Links in Englisch (1 deutsches)
Geburt v. Durga
Hindu Religion (Global Noise)
Durga, HP v. Gene R. Thursby
Kali, HP v. Gene R. Thursby
Kali, HP Pantheon
Hauptindex, HP Pantheon
copyright @ Alfred Ballabene, Wien, 1999