Paranormaler Äther
Der feinstoffliche Leib
Seelenforschung – Teil 2

Alfred Ballabene
Aus grauer Vorzeit bis zur Gegenwart
Die Vorstellung von der Seele des Menschen als einer feinstofflichen Körperlichkeit existierte schon seit ältesten Vorzeiten. Damals gab es allerdings keine Forschung, sondern allerlei Glaubensvorstellungen. Man verknüpfte die Seele mit dem Atem oder allerlei anderen Vorstellungen. In die Gräber machte man Löcher, damit durch diese die Seele ein und ausgehen könne.

Steingrab mit “Seelenloch, Fritzlar 4000 v. Chr.
(aus: http://virtualcemetery.wordpress.com/2008/02/27/test/)
Später kam eine Zeit, in der man nach wie vor diversen Glaubensvorstellungen anhing, jedoch kam man gar nicht auf den Gedanken dies zu überprüfen und etwaige Vorstellungen zu verifizieren. Die Praxis lag den Menschen näher als die Theorie und so versuchten sie mittels Magie die Situationen um die Seele zu meistern. Die Praxis liegt auch heutzutage den Menschen mehr als Theorie, aber ohne Theorie, wäre unsere gesamte Zivilisation mit ihren Naturwissenschaften nicht so weit gekommen.
Hier bei uns in Europa, der Wiege einer neuen Denkweise, finden sich die ersten Anzeichen einer philosophischen Ergründung und Ansätze für wissenschaftliche Denkgebäude, welche später die Basis für Forschungsversuche auf dem Gebiet der Feinstofflichkeit bildeten. Einer der ersten Denker war Paracelsus. Paracelsus brachte, vom neuen Zeitgeist beflügelt, eine neue Zugangsweise zu diesem Thema. Mit ausschlaggebend hierfür war die Alchemie, die ja ein medizinischer Wissenszweig war, wie auch die Chemie, die sich später aus der Alchemie entwickelt hatte und bis etwa 1830 als Teilgebiet der Medizin betrachtet wurde. Die Chemie war sozusagen eine anorganische Pharmazie.
Das Mittelalter war die Geburtsstunde einer neuen Zeit Europas. Es brachte eine neuartige Herangehensweise für die Naturwissenschaft und mit ihr verwandte Gebiete.
Beobachtung und der Versuch das Beobachtete zu verstehen
Roger Bacon (1210-1292) führte das Experiment als wichtigste Arbeitsmethode der Alchimisten ein („Sine experimentil nihil sufficienter sciri potest“: Ohne Experimente kann nichts ausreichend gewusst werden

Roger Bacon
(aus: http://obswww.unige.ch/~bartho/EAAE/L3/l3_fig7.gif)
Beobachtung und der Versuch das Beobachtete zu verstehen - eine solche Zugangsweise mag simpel klingen, aber der größte Teil der Menschen hat sich bis heute noch nicht an eine solche Herangehensweise gewagt. Das gilt leider sogar für uns in der westlichen Zivilisation, gerade auf dem Gebiet feinstofflicher Ausstrahlung und Beschaffenheit des Menschen. Zu sehr verstößt man dabei gegen Tabus religiöser oder materialistischer Denkweisen.

Paracelsus, ein Ahnherr medizinischer Forschung
Die meisten Alchemisten bemühten sich um Goldmacherei, den Stein der Weisen oder um die Endeckung von medizinisch anwendbaren Stoffen oder um chemische Kuriositäten, die gelegentlich weniger unterhaltsam waren wie die Entdeckung des Schießpulvers. Unter all den vielen Richtungen gab es auch Alchemisten, die sich um subtile, feinstoffliche Essenzen Gedanken machten. Einer von ihnen war Paracelsus.
Paracelsus sprach von einem (feinstofflichen) "siderischen" Leib des Menschen als dem Träger der tierischen Leidenschaften und morphologisch um unsere göttliche Seele herum gewebt, also einer Art Seelenhülle.

Paracelsus (1493-1541)
Paracelsus (Theophrastus Bombast von Hohenheim) war Arzt, Alchemist, Astrologe, Mystiker, Laientheologe und Philosoph.
Das Wissen und Wirken des Paracelsus gilt als überaus umfassend. Seine Heilungserfolge waren legendär, trugen ihm aber auch erbitterte Gegnerschaft durch etablierte Mediziner und Apotheker ein. Der Konflikt wurde durch die oft beißende Kritik seitens des Paracelsus an der vorherrschenden Lehrmeinung der Viersäftelehre nach Galen und der bloßen Bücherweisheit damaliger medizinischer Gelehrter zusätzlich verschärft. Paracelsus hinterließ zahlreiche deutschsprachige Aufzeichnungen und Bücher medizinischen, astrologischen, philosophischen und theologischen Inhalts, die größtenteils erst nach seinem Tod gedruckt wurden.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Paracelsus).
Paracelsus war Wegbereiter der naturwissenschaftlichen Mikrochemie, der Antisepsis/ Wundbehandlung und der Klassifikation von Krankheitstypen, d.h. Pionier der heutigen Schulmedizin. … Astrologie spielte für ihn eine Schlüsselrolle, galt ihm als Königin der Wissenschaften überhaupt: das "Licht der Natur" entstamme ursprünglich dem Gestirn; und "ohne die astronomia mag kein kunst wol volendet werden." Das Wesen einer Arznei sah Paracelsus im Siderischen (d.h. in den Sternenkräften) begründet. Grundsätzlich erkranke der Mensch am Gestirn und werde ebenso geheilt durch das Gestirn. Krankheit verstand er als eine körperlich gewordene "böse Idee". Diese somatisiere sich über die Seele (der Mittlerin zwischen Körper und Geist), über deren Sündigwerden bzw. negativer imaginatio (Vorstellungskraft) und Suggestion (Einbildungskraft). Umgekehrt ließ sich durch die Seelenkräfte von Imagination und Phantasie aber auch Heilung erreichen. Der entscheidende Zweck einer Krankheit sei die Selbsterkenntnis. Immer wieder sprach er von einem (feinstofflichen) "siderischen" Leib des Menschen. Dieser sei der Träger der tierischen Leidenschaften und morphologisch um unser eigentliches Wesen - die göttliche Seele - herum gewebt, bilde also eine Art Seelenhülle. Dieser Astralleib benötige keinen Schlaf und sei fühlbar u. a. im Traum; er sei instinkt- und triebhaft, gebildet aus dem Stoff der Emotionen und entspreche als inneres Firmament dem äußeren. So würden die Planeten und ihre Kräfte als psychische Organe auch im Individuum wirken: "Im Menschen nämlich sind Sonne und Mond und alle Planeten..."
(Aus: http://wiki.astro.com/astrowiki/de/Paracelsus)
Ähnliche Vorstellungen eines Körpers, in welchem die Kräfte der Gestirne wirken schien auch J.G. Gichtel zu haben. In den Abbildungen seiner „Theosophia Practica“ zeigen sich hellseherisch erschaute Strukturen wie wir sie aus den Yoga-Überlieferungen der indischen Jainavas kennen. Hierbei meine ich die zweite Abbildung aus den nachfolgenden Darstellungen, nämlich jene mit den Chakras. Diese werden in vielleicht ähnlicher Denkungsart wie sie Paracelsus hatte den Gestirnen zugeordnet.
Aus: „Theosophia Practica“ von J.G. Gichtel (1638-1710)

Chakras nach J. G. Gichtel
Aus: "Eine kurze Eröffnung der 3 Prinzipien ..."

Windartige Kundaliniströme
Darstellung von J.G. Gichtel (1638-1710), "Eine kurze Eröffnung der 3 Prinzipien ..."
Gichtel war in seiner Zeit nur einer Gruppe von Menschen bekannt. Weltberühmtheit dagegen erlangte hundert Jahre später Anton Mesmer. Allerdings nicht als Forscher, sondern als Arzt einer alternativen Medizin.

Franz Anton Mesmer (1734 – 1815)
Auszüge aus Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Anton_Mesmer):
Franz Anton Mesmer war ein deutscher Arzt, Heiler und der Begründer der Lehre vom animalischen Magnetismus, auch Mesmerismus genannt.
1759 zog Mesmer für das Studium der Medizin nach Wien. Er wurde als Schüler des Hofarztes der Kaiserin Maria Theresia, Gerard van Swieten, akzeptiert. Beeinflusst vom katholischen Priester Johann Joseph Gaßner beschäftigte er sich mit den Auswirkungen der Planeten auf den Menschen. In Wien erhielt er 1766 den medizinischen Doktorgrad mit der Dissertation über den Einfluss der Gestirne auf den Menschen. Seiner Theorie nach, die er in der Abhandlung De planetarum influxu niederlegte, beeinflussen die gegenseitigen Anziehungskräfte der Planeten das menschliche Nervensystem. Magnete sollten durch ihre natürlichen Strahlen ebenfalls eine heilsame Wirkung auf tierische und menschliche Organismen haben. Diese Thesen legte er im Sendschreiben an einen auswärtigen Arzt über die Magnetkur (Wien 1775) für die Fachwelt nieder und nannte sie „Animalischen Magnetismus“.
Die Wiener Medizinische Fakultät stand den Thesen Mesmers sehr kritisch gegenüber, und als er ein Hospital für seine Methode des Heilens in Wien gründete und damit sehr erfolgreich war, formierten sich die Gegner.
1778 zog Mesmer auf Grund der Anfeindungen der Wiener medizinischen Fakultät nach Paris. Die Wiener Gesandtschaft half ihm beim Aufbau einer Praxis in einem Haus an der Place Vendôme, die innerhalb kurzer Zeit sehr beliebt und erfolgreich war. Auch hier wurde er von der medizinischen Fakultät feindlich aufgenommen. Die von der Universität eingesetzte Kommission kam zu einem ebenso vernichtenden Urteil wie die Kommission in Wien.
Von offizieller französischer Seite wurde ihm eine beträchtliche Summe für seine Methode geboten. Mesmer bevorzugte allerdings den Weg, durch Nicolas Bergasse, einen Verfechter der Mesmerschen Theorien, eine Subskription zu eröffnen, die 340.000 Livres eintrug, obwohl die genaue Behandlungsmethodik nie mitgeteilt wurde.
Daraufhin verlagerte Mesmer sich darauf, seine „heilsame Praktik“ in zwanzig geschlossenen Vereinen mit dem Namen Gesellschaft der Harmonie im gesamten Königreich Frankreich durch von ihm aufgestellte Lehrer gemeinnützig ausführen zu lassen. Dies gelang ihm zehn Jahre lang.
Durch die sich abzeichnende französische Revolution („Umwälzung des Zeitgeistes“) wurden alle seine „wohlthätigen Anstalten“ zerstört, und er rettete seine Person durch die Flucht nach seinem „Vaterland“. Es folgten Reisen durch England und Deutschland. (Wikipedia)
Die teilweise obskuren Methoden Mesmers gerieten in Vergessenheit (hierzu die erste der folgenden Abbildungen). Geblieben ist durch ein volles Jahrhundert die Methode des Mesmerisierens, die darin besteht mittels Handstriche eine Tieftrance herbei zu führen (siehe zweite Abbildung, allerdings ist der Abstand der Hände üblicher Weise nicht so weit wie in der Abbildung dargestellt). In Ableitung aus dem Mesmerisieren entwickelte sich mit Beginn des 19. Jahrhunderts die moderne Form der Hypnose, die sich in ihrer Methodik immer stärker verfeinerte und nunmehr in der Medizin und Psychotherapie anerkannt ist und praktiziert wird. Die moderne Hypnose wird dem schottischen Augenarzt James Braid (1795-1860) zugeschrieben (Fixationsmethode).


Wenngleich von der Wissenschaft stark angefeindet, gab Mesmer anderen Forschern starke Impulse, die auf seiner Methode aufbauend genauere Untersuchungen an Medien durchführten. Es geschah dies in Bezug zum Spiritismus, der im 19. Jahrhundert unter den Adeligen und dem gehobenen Bürgertum in Mode kam. Zwei bekannte Forscher, die in Frankreich wirkten waren Hector Durville und Eugène Auguste Albert.

Hector Durville (1849-1923)
Durville, Hector (1849-1923): franz. Magnetiseur, der sich mit der Aura und deren Aufbau beschäftigte. Mitbegründer des "Institut für Magnetismus" in Paris.
Die Abspaltung beim Magnetisieren wie es bei Durville geschieht, ist ein künstlich provoziertes Phänomen. Deshalb verläuft die Bildung des Fluidalkörpers anders als bei spontanen Ereignissen (etwa wie bei außerkörperlichen Erfahrungen AKE, engl. OBE). Das Zwischenstadium, bei dem sich Ätherwirbel bilden ist aus theoretischer Sicht umso interessanter. Durville und de'Rochas beschreiben diesen Vorgang ausführlich und schufen in zahlreichen Experimenten mit dieser Form der Abspaltung einen außerordentlich guten Überblick über die Fähigkeiten und Phänomene des Ätherkörpers.
Beim Magnetismus reagiert das Medium in übersensibler Weise auf die Polaritäten des Fluids, deshalb anscheinend die anfängliche Teilung in zwei Hälften.
Das Einwirken des Magnetiseurs auf das Medium erfolgt dadurch, dass dieser mit seinen Händen über das Medium streicht und durch Anziehung oder Abstoßung das Fluid lockert. Dies erreicht er durch die Strichrichtung und durch Verwendung einer gleich- oder gegenpolaren Hand = linke od. rechte Hand. Bei fortgesetztem Streichen wird das Fluid des Mediums aus dem Körper gedrängt. Langsam bilden sich links und rechts vom Medium zwei nebelartige Säulen von orange und bläulicher Farbe, genau entsprechend der auf diese Körperhälfte zugeordneten Polarität. Dann wandert die rechte Fluidalsäule beim Medium vorbei nach links, um sich mit der linken Säule zu vereinigen. Aus dieser bipolaren Säule entsteht dann eine Nachbildung des physischen Körpers. Ist der Fluidalkörper voll ausgebildet, so nimmt das Medium nur noch über den Fluidalkörper wahr, die Physis bleibt auf alle Reize unempfindlich. Durville und de'Rochas versuchten die Experimente frei von subjektiven Empfindungen und nach naturwissenschaftlichen Richtlinien zu gestalten. Es wurden Aufnahmen vom Ätherkörper mittels lichtempfindlicher Platten gemacht. Weiters wurde die Möglichkeit des Ätherkörpers auf grobstoffliche Materie einzuwirken getestet, durch Wägeversuche, Klopflaute, Telekinese etc.


Links/rechts Polarität des Menschen
Durville schreibt:
" Ich sagte schon, dass in einem bestimmten Augenblick, wenn die beiden fluidalen Hälften sich an den Seiten des Körpers gebildet haben, die rechte Hälfte zur linken zieht, um sich mit ihr zu vereinigen. Die linke Hälfte ist bereits mit dem Körper verbunden durch das fluidale Band, weiches jetzt sehr stark ist. Die rechte Hälfte bewegt sich entweder vor oder hinter dem Leibe und so nahe als möglich an ihm nach links. Dort verliert es zunächst seine Gestalt und dringt in das fluidale Verbindungsband ein, und aus diesem austretend wird es zur rechten, ergänzenden Hälfte des linken fluidischen Teiles. Aus dieser Verschmelzung geht der Fluidalkörper hervor. Bei den ersten Sitzungen erfordert dieser Prozess der Verschmelzung einige Minuten, bei geübten Medien nur einige Sekunden. Zur gleichen Zeit nehmen die beiden Seiten des Fluidais ihre charakteristischen (polaren) Färbungen an, die linke wird orangegelb, die rechte blau.“
(aus: H. Durville: "Der Fluidalkörper des lebenden Menschen", Leipzig, Verlag Max Altmann, 1912. S.140)
H. Durville: "Der Fluidalkörper des lebenden Menschen", Leipzig,
Verlag Max Altmann, 1912. S.129-132:
"Wir haben gesehen, dass das Medium nach kürzerer oder längerer Einwirkung eines Magnetiseurs sich exteriorisiert, d. h. dass ihre Empfindungssphäre sich, über die Körperperipherie hinaus erweitert, wobei sie wieder im Besitze ihres Normalbewusstseins sind, das während des Beginns des somnambulen Zustandes eingeschlafen war. Diese empfindliche Zone erstreckt sich bis zu 3 m. Nach einer gewissen Zeit wird diese Zone dichter und lokalisiert sich zu beiden Seiten des Körpers; sie ist von weißlicher oder graulicher Farbe, mitunter leicht irisierend.
Der Abstand dieser Verdichtungszentren beträgt zwischen 20 cm (Frau Lambert) und 8o cm (Edmea und Leontine).
... Bei allen meinen Versuchen bildeten sich zwei fluidische Säulen, die nur unbestimmte Umrisse aufwiesen. Wenn man die Magnetisierung fortsetzt, so tritt in einem bestimmten Augenblick eine Anziehung der beiden Säulen ein, und diese streben sich zu vereinigen. Die rechte, die am stärksten angezogen wird, nimmt sodann den kürzesten Weg, um sich mit der linken zu verbinden. Ungefähr an der Stelle dieser letzteren erfolgt alsbald die Verschmelzung zum Fluidal. Dieser Vorgang ist bei einem Medium immer derselbe und auch bei den Medien untereinander nicht sehr verschieden. Die Spaltung tritt umso rascher ein, je öfter ein Medium ihr bereits unterworfen wurde. Gewöhnlich passiert die rechte Säule hinter dem Medium zur linken. Aber es gibt zahlreiche Ausnahmen; Leontine z. B. ist eine solche. Wenn der Raum hinter ihr frei ist, erfolgt dieser Übertritt ohne Hindernis nach der sonstigen Weise. Wenn aber der Zwischenraum zwischen ihr und dem Magnetiseur nicht hinreichend ist, so macht der Halbfluidal zuerst Anstrengung durchzukommen und das Medium wird endlich unruhig, sie fühlt diese Spannung, wie wenn an ihr zu beiden Seiten gezerrt würde; schließlich bittet sie den Magnetiseur Platz zu machen. Ist dies geschehen, so erhebt das Medium den Oberkörper nach vorn, streckt die Hände aus, schließt sie zusammen und zieht sie wieder zurück, wie wenn sie damit etwas Vorüberziehendes an sich ziehen wollte.
Bei Edmea und Therese passiert der rechte Halbfluidal vor dem Leibe nach links, selbst wenn man sich eng an sie drückt, die Arme an die Arme und die Knie an die Knie, wie es öfter nötig wird, wenn man sich über gewisse Emotionen im Medium Rechenschaft zu geben wünscht.
Bei Jane zeigt sich noch eine besondere Abweichung. Nach der Exteriorisation erfolgt keine Verdichtung, sondern die Masse zieht ganz nah an der Front, die Haut streifend, nach links, tritt dann in der Gegend der Milz aus dem Leibe aus, um mit der Säule auf der linken Seite, die sich inzwischen gebildet hat, zu verschmelzen, und zwar in einem Abstande von 40 bis 50 cm.
Unmittelbar nach dieser Vereinigung - das gilt für alle Medien - besitzt der Fluidal noch keine menschliche Gestalt; es ist eine verschwommene Masse wie eine Dampfwolke, von merklich größeren Dimensionen als der Leib des Mediums. Magnetisiert man darauf das Medium, so wird diese Masse kleiner und leuchtender und nimmt nach und nach menschliche Formen an; bald verdichtet sie sich so, dass sie genau der Gestalt des Mediums entspricht; es ist sein ,,fluidischer Doppelgänger". Dieser Fluidalkörper steht immer links, manchmal auch ein wenig vor dem Medium, wie bei Nenette und Edmea. Die Konturen sind sehr ausgeprägt, besonders am oberen Teile, der überhaupt viel lebendiger ist als der untere. Der Fluidal wird immer leuchtender.
Bei einem gewissen Grade der Verdichtung beginnt er alle Bewegungen des Leibes mitzumachen. Wenn das Medium bequem in dem Fauteuil sitzt, so setzt sich auch der Fluidal an seinem Orte. Er wiederholt dann wie ein Schatten jede Geste. Er ist sein vollkommenes Abbild, und zwar ein objektives, reelles Bild, denn er wird von einem Spiegel reflektiert, beim Dichtigkeitswechsel des Milieus gebrochen wie das Licht und man kann ihn photographieren.
Diese
Bewegungen des Fluidals sind ebenfalls reell, denn wenn man in der Dunkelheit
die Glieder des Mediums bewegt, so sehen andere Sensitive, die man zur
Beobachtung mitgenommen hat, alle diese selben Bewegungen am Fluidal, und sie
beschreiben sie richtig, ohne dass ein Wort darüber gesagt worden wäre."
(H. Durville: "Der Fluidalkörper des lebenden Menschen", Leipzig,
Verlag Max Altmann, 1912. S.129-132)
Literatur:
1) Hector Durville: "Die Physik des Animal-Magnetismus (Animismus)", Leipzig, 1912
2) H. Durville: "Der Fluidalkörper des lebenden Menschen" (Übersetzung von Friedrich Feerhow), Leipzig, 1912

de Rochas, Eugène Auguste Albert (1837-1914)
De Rochas war Oberst u. Leiter der Ecole Polytechnique in Paris; Spiritist. Medienforscher. Er führte Experimente durch zur Exteriorisation des Empfindungsvermögens und zur Sichtbarmachung des menschlichen Fluidalkörpers. Er war Mitglied der Gesellschaft für wissenschaftliche Psychologie (von Carl du Prel). Rochas machte die Erkenntnisse von Reichenbach (Od) in Frankreich bekannt.

De Rochas: links „Die Ausstrahlung des Magnetiseurs“, 1891 (Reichenbach-Experimente)
rechts: „Die Ausscheidung des Empfindungsvermögens“
1895
Werke:
La Science des Philosophes et l’Art des Thaumaturges dans l’Antiquité (1882);
LesForces non définies. Paris: Masson, 1887;
Receuil de documents relatifs à la levitation du corps humain. N.p., 1897; Exteriorisation de la Sensibilitè, dt. die Ausscheidung des Empfindungsvermögens. Leipzig, 1909, 1925;
Die Grenzen der Wissenschaft. Lpz., 1911;
Les Vies Successives (1911), dt. Die aufeinanderfolgenden Leben. Lpz., 1914;
La Suspension de la Vie (1913);
Hrsg. der französ. Ausgabe des Werkes von C. v Reichenbach Aphorismen über Sensitivität und Od (Le Fluide des Magnétiseurs), 1891.

Reichenbach war Chemiker. Wodurch er freilich in die Geschichte einging, ist weder auf sein von ihm entdecktes Kreosot noch Paraffin, noch Kerosin zurückzuführen, sondern auf eine mysteriöse, von manchen Menschen im Finsteren wahrgenommene Lichterscheinung, die an Menschen (insbesondere an den Händen und am Kopf), aber auch an Magneten und Kristallen auftritt. Reichenbach nannte das Phänomen 'Od', einfach deshalb, weil er ein kurzes Wort mit einem Vokal haben wollte; er hatte gegen lange Worte wie 'Elektrizität' oder 'Magnetismus' immer eine Abscheu gehabt.
Reichenbach wurde nie anerkannt, statt dessen aber sehr bekämpft und verspottet. Reichenbachs Schriften sind längst vergriffen, Gregorys klassische Übersetzungen ins Englische wurden soeben neu aufgelegt; aber sonst gibt es praktisch nichts. In der Wiener Nationalbibliothek finden sich immerhin zehn Werke mit vielen tausend Seiten. Dieser Umfang des Reichenbach'schen Werkes ist wohl der dritte Grund, warum soviel Unsinn über Reichenbach geredet wird, sowohl von Gegnern als auch von Anhängern, weil dieses Schrifttum nämlich selten jemand gelesen hat.
Ein weiterer Grund, warum Reichenbach schon zu Lebzeiten heftig bekämpft wurde, lag an der Tatsache, dass die meisten Hochgelehrten seine Ergebnisse nicht reproduzieren konnten. Nur Berzelius interessierte sich für die Angelegenheit; Reichenbach reiste eigens zu ihm nach Karlsbad und nahm ein paar Chemikalien mit. Sensitive mussten sich Reichenbachs Anschauungen zufolge überall finden, und in Karlsbad hatte er denn auch leicht Personen ausgemacht, mit denen er an seinen Chemikalien gemachte Beobachtungen Berzelius vorführte. Der große alte Mann der Chemie war erstaunt und erschüttert; er bestärkte Reichenbach, seine Untersuchungen fortzuführen. Man verabredete weitere Treffen, zu denen es aber nicht mehr kam: Berzelius starb vorher.
(Aus P. Uccusic: "Psi-Resumee", S.154-156)

Publikationen über Od:
·
Untersuchung über die Dynamide des Magnetismus, der
Elektrizität, der Wärme, des Lichtes usw. in ihrer Beziehung zur Lebenskraft.
Braunschweig, 1850
·
Odisch-magnetische Briefe
Stuttgart 1852, 1856; Ulm 1955
·
Der sensitive Mensch und sein Verhalten zum Ode
Wien 1858
· Die Pflanzenwelt in ihrer Bedeutung zur Sensitivität und zum Ode Wien, 1858
· Aphorismen über Sensitivität und Od Wien, 1866
· Der sensitive Mensch und sein Verhalten zum Ode (2 Bde.)
·
Die odische Lohe und einige Bewegungserscheinungen
als neuentdeckte Formen des odischen Princips
Wien, 1867
·
Aphorismen über Sensitivität und Od
Wien, 1866
Die größte Breitenwirkung auf dem Gebiet der Erforschung feinstofflicher Materie und der damit verbundenen Emanationen des Menschen erfolgte durch die Theosophen um 1900. Die bekanntesten unter ihnen sind Sir. John Woodroffe und C.W. Leadbeater.

Sir John Woodroffe (1865 – 1935)
Sir John Woodroffe ( Pseudonym Arthur Avalon) war ein britischer Richter in Indien und Rechtsprofessor an der University of Calcutta. Er war an hinduistischer Philosophie interessiert und studierte Sanskrit. Mit Hilfe eines indischen Lehrers vertiefte er sich in die Lehre des tantrischen Shaktismus und veröffentlichte unter dem Namen Arthur Avalon mehrere Schriften darüber. Sein bekanntestes Werk ist das 1918 veröffentlichte Buch "The Serpent Power" (Die Schlangenkraft), das sich mit Kundalini sowie der Chakrenlehre beschäftigt. (Wikipedia)
· Shakti and Shakta (1918)
· Principles of Tantra (2 Bände)
· Kamakalavilasa
· Introduction to the Tantra Śãstra
· Mahanirvana Tantra (Tantra der großen Befreiung)
· Hymns to the Goddess and Hymn to Kali
· The World as Power
· The Garland of Letters
· Bharati Shakti: Essays and Addresses on Indian Culture


Charles W. Leadbeater (1847-1934).
Der Begriff Ätherkörper wurde von den Theosophen geprägt, vornehmlich von
Helena Petrova Blavatsky (1831-1891) und von Charles Webster Leadbeater
(1847-1934).
Bis in die heutige Zeit sind die reich illustrierten Werke von Leadbeater über Aura, Gedankenformen und Chakras Standartwerke geblieben.

Gedankenformen in der Aura von Personen aus dem Buch von Charles W. Leadbeater und Annie Besant "Gedankenformen"

Die Vitalitätsströme nach Leadbeater
C.W. Leadbeater, "Die Chakras", Hermann Bauer Verl., Freiburg, 1965,
S. 40

Sahasrara Chakra nach Leadbeater
C.W. Leadbeater, "Die Chakras", Hermann Bauer Verl., Freiburg, 1965, S. 40

Albert Freiherr v. Schrenk-Notzing, 1862-1929, München, Mediziner und Parapsychologe
Albert Freiherr von Schrenck-Notzing war ein deutscher Mediziner und ein Pionier der Psychotherapie und der Parapsychologie.
Bekannt wurde Schrenck-Notzing unter anderem durch seine Experimente mit Hypnose. 1886 gründete er mit dem Philosophen Carl du Prel in München die Psychologische Gesellschaft, die sich mit Themen befasste, welche heute überwiegend der Parapsychologie zugeordnet werden.

Albert von Schrenk-Notzing “Das polnische Medium Stanislawa P. mit breitem, fasrigen Ektoplasma”, 1913 (c) Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e.V., Freiburg i.B.
Werke:
· Ein Beitrag zur therapeutischen Verwertung des Hypnotismus, Vogel, Leipzig 1888
· Der Hypnotismus im Münchener Krankenhause (links der Isar): eine kritische Studie über die Gefahren der Suggestivbehandlung, Abel, Leipzig 1894,
· Materialisations-Phänomene, Reinhardt, München 1914
· Physikalische Phänomene des Mediumismus, Reinhardt, München 1920
· Experimente der Fernbewegung (Telekinese) im psychologischen Institut der Münchener Universität Union, Stuttgart 1924
· Grundfragen der Parapsychologie (1929)
· Die Entwicklung des Okkultismus zur wissenschaftlichen Parapsychologie in Deutschland. Leipzig 1932
Zu den Forschern aus der Mitte des 20. Jahrhunderts zählt Wilhelm Reich (1897–1957) mit seinen Arbeiten über das Orgon. Reich geht in seinen Theorien und Versuchen eigene Wege und es lassen sich seine Theorien und Anwendungen schlecht mit denen der früheren Forscher in Einklang bringen.
Aus den nachfolgenden Jahrzehnten ist mir keine weitere Grundlagenforschung auf dem Gebiet des Feinstofflichen bekannt.
So schreibt auch “más allá de la ciencia”: “El estudio de las materializaciones de ectoplasma tuvo su momento álgido a finales del siglo XIX, y desde entonces ha caído en un largo letargo.” (......Das Studium ektoplasmatischer Materialisationen erstreckte sich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts um ab da in eine ausgeprägte Stagnation zu fallen.)
Ab dem Ende des 20. Jahrhunderts hat sich das Interesse um das Feinstoffliche zwar ausgeweitet, speziell in den Anwendungen, aber auch stark kommerzialisiert. Die kommerzielle Herangehensweise ist auf Anwendungen bedacht, ohne Rücksicht darauf ob die propagierte Wirkungsweise gerechtfertigt ist oder nicht.
Man könnte zu den neuen Durchbrüchen die Kirlian-Fotografie zählen. Ich schließe mich dem jedoch nicht an und sehe in der Krilian-Fotografie ebenfalls nur eine Anwendung und nichts, was uns im Verständnis um die feinstoffliche Materie weiter gebracht hätte. (Eine Wechselwirkung der (sichtbaren) Korona-Entladungen mit feinstofflichem Äther ist für mich nicht eindeutig gegeben.)
Es gibt einige interessante Entdeckungen in den physikalischen Grenzgebieten (border sciences), aus denen vielleicht einmal ein tieferes Verständnis um paranormale Energien und Feinstofflichkeit zu erhoffen ist, jedoch sind diese Experimente noch nicht ausgereift.