Liebe einer namenlosen Göttin

 

Begegnung mit der Shakti - Tantra-Yoga

 

 

Alfred Ballabene

alfred.ballabene@gmx.at

gaurisyogaschule@gmx.de

Inhaltsverzeichnis

 

Buchdeckeltext

Devi als meine tiefste Lebenserfahrung

Die zwei Erscheinungen von Devi, als Göttin und als Gefährtin

Warum ich Devi als Göttin bezeichne

Wie ist Devi, wenn ich mich mit ihr verbinde?

Devi als astrale Gefährtin

Ein Traumspaziergang

Maha Yoga Gedanken zur Gefährtin

Eine Frage, die mich bedrückt

 

Buchdeckeltext

 

Ein Mann erwirbt seine innere Vollendung durch eine Frau und eine Frau durch einen Mann. Beide ergänzen und lernen von einander: der Mann wird in seinem Gefühlsleben bereichert und die Frau stärkt ihr Durchsetzungsvermögen. Sex hat hierbei nicht die große Bedeutung wie viele meinen. Es ist ein innerer Prozess, der beide wachsen lässt. Am leichtesten erfüllt sich das gegenseitige Ergänzen und Erlernen durch eine Partnerschaft im Leben. Ein Austausch hierbei bringt beide in eine ausgewogene Balance, macht den Mann ruhiger und weniger aggressiv und die Frau zielbewusster und selbstsicherer.

Es mag für viele verwunderlich sein, dass es eine ergänzende Partnerschaft auch im Inneren des Menschen geben kann, wobei die Begegnungen in Träumen und Klarträumen erfolgen.

Skeptiker, die in allem das Schlechte suchen, mögen sofort einwenden, dass diese innere Partnerschaft ein Ersatz für im Leben partnerschaftlich erfolglose Menschen sei. Vielleicht mag das für manche gelten, aber bei diesen Menschen handelt es sich dann meist um träumerische Wunschfantasien und das ist etwas völlig anderes. Der Autor ist verheiratet und lebt in einer glücklichen und harmonischen Ehe. Er benötigt sicher keinen Traumersatz. Dennoch hat er eine innere spirituelle Partnerin. Was diese vermittelt, darüber berichtet diese kurze Broschüre.

 

 

 

Devi als meine tiefste Lebenserfahrung

 

Eines meiner tiefsten und wichtigsten Lebenserfahrungen ist Devi, meine innere Begleiterin. Zugleich ist sie eines der größten Rätsel in meinem Leben. Ein Rätsel, das ungelöst ist und doch einer Erklärung bedarf, sei es, dass diese Erklärung auch nur aus einer symbolischen Parabel besteht.

Über den Tantra zu schreiben ist eine schöne philosophische Spielerei. Auf diesem Niveau gibt es für alles wunderschöne Erklärungen, die sowohl ästhetisch als auch logisch sind. Da gibt es den Yogi und seine Shakti. Die Shakti in ihrem höchsten Aspekt ist Gott selbst in seiner schöpferischen Kraft. Nach tantrischer Terminologie teilt sich Shiva, unter dem man in diesem Fall das Allbewusstsein versteht, in einen die Natur belebenden Aspekt (Shiva Nataraj) und in die manifeste Schöpfung (Mahadevi oder Mahashakti genannt).

Was den praktischen Tantra anbelangt, also den Yogi mit seinen Erfahrungen, gilt Folgendes: Die Mahashakti sondert einen Teil von sich selbst ab, um dem Yogi in einer persönlichen Gestalt zu begegnen und ihm zu helfen das Allbewusstsein zu erlangen.

Eine solche Begegnung hat sich anscheinend auch bei mir vollzogen und dieser mir zugeordnete persönliche Aspekt vom Allbewusstsein, meine Shakti, begleitet mich und kümmert sich darum, dass ich meine irdische Liebe zu einer All-Liebe entfalte, um über die All-Liebe zu einem All-Bewusstsein zu gelangen. Diesen meinen persönlichen Aspekt der kosmischen Shakti (auch Mahadevi genannt) nenne ich "Devi".

 

Im Tantra gibt es ein sehr schönes Gleichnis, was den individuellen Menschen anbelangt, der zugleich ein Teil des ungestalteten Allbewusstseins ist. Nach diesem Gleichnis ist Gott der Ozean und der individualisierte Mensch ist eine Welle, die sich auf der Oberfläche des Ozeans als scheinbar individualisierte Erscheinung abzeichnet.

Wenn wir bei diesem Gleichnis bleiben, so ist Devi ein von der Sonne durchlichteter Tropfen, der über der Welle schwebt.

 

 

 

Die Situation ist gemäß dieser Parabel wunderbar klar. Wenn man jedoch einer Göttin begegnet, und Devi ist eine Göttin, so ist eine solche Parabel eine Notlösung, aber keine Erklärung, welche das Gemüt zufrieden stellt. Noch zu dem Begriff "Göttin": natürlich wird darunter keine mythologische Gottheit verstanden wie Zeus oder Athene. Im Tantra versteht man unter "Göttin" den schöpferischen Aspekt des kosmischen Allbewusstseins.

 

Noch immer weiß ich nicht, ob Devi existiert für sich allein,

oder ob sie ein Echo von meinem spirituellen Selbst mag sein.

Oder ob sie aus göttlicher Schöpferkraft wurde neu geboren,

um mich heimzuführen, der ich bislang in Dunkelheit war verloren.

 

 

Die zwei Erscheinungen von Devi, als Göttin und als Gefährtin

 

Durch Innenwendung habe ich eine Verbindung mit Devi wann immer ich will, wenngleich die Verbindung je nach Verfassung mal klar, mal getrübt sein kann. Devi ist hierbei eine gestaltlose Präsenz. Etwas anderes ist die "Gefährtin", eine sichtbare Begegnung während meiner Astralreisen. Was die Gefährtin anbelangt, so ist es nicht möglich sie wann immer ich will zu kontaktieren. Der Gefährtin kann ich nur in Astralreisen begegnen. Diese unterliegen jedoch nicht meiner Kontrolle. In Astralreisen muss ich die Umgebungen und die Personen akzeptieren in deren Umfeld ich gerade hingeweht werde.

 

In der Versenkung begegnete Devi mir, als göttliches Wesen,

mich begleitend in den Träumen, ist sie Mensch wie ich gewesen.

Als "Devi" kann sie mein Bewusstsein liebend, kosmisch weiten,

als Gefährtin, liebt sie es in Vertrautheit mich zu begleiten.

 

Beide nannten nie den Namen. So habe ich einen als Konstrukt gebaut,

durch Wortgestalt waren dadurch beide näher mir und mehr vertraut.

Wir als Menschen sind es gewöhnt zu hören, greifen und sehen,

erst dann, vermeinen wir was uns begegnet zu verstehen.

 

So nenne ich sie als Göttin "Devi", obwohl ich sie nie erschaut,

"Gefährtin", wenn sie mir im Traum in menschlicher Weise ist vertraut.

Es geht mir wie allen: was wir benennen können scheint uns vertraut,

selbst wenn es von Nebeln verborgen ist und wir es nie erschaut.

 

Das Gleiche durch den Namen für Devi und die Gefährtin gilt,

sie kommen mir hierbei näher, erfüllt von Liebe ist ihr inneres Bild.

Deshalb Devi, ich liebe dich, auch wenn du dich mir selten zeigst,

und du mich unsichtbar und im Verborgenen zu begleiten neigst.

 

 

 

Nicht das Äußere, die Liebe ist es, die uns verbindet,

auch wenn mein Intellekt keine Erklärung für dich findet.

Deine Liebe ist es, die mein Bewusstsein verfeinert und erhebt,

so dass die Welt in nie gekannter Weise wird von mir erlebt,

 

 

 

Warum ich Devi als Göttin bezeichne

 

Ich weiß es nicht: ist Devi eine eigenständige Persönlichkeit,

oder ist sie ein Teil von mir, verbunden mit der Alleinheit?

Fürs erste spricht, dass sie die Welt durch mich ganz neu erlebt,

als Individualität, die wahrzunehmen und zu lernen ist bestrebt.

 

Sie gab mir zu verstehen in innerer Stimme leise,

dass sie durch mich die Welt erkennt auf neue Weise.

Neu ist für sie die Art wie ich erlebe diese Welt;

wenn dies in Liebe geschieht, es ihr gefällt.

 

Sie staunt über die Formen und Farben, die ich sehe,

und über meine Art der Reaktionen, die ich wähle.

Über das von mir als Schön Empfundene sie entzückt,

über die Vielfalt der Natur, wie ich es sehe, ist sie beglückt.

 

Auf beiden Seiten ist ein Empfangen und ein Geben,

deshalb die große Liebe zueinander in unserem Leben.

 

Diese Art der Neugierde, die Freude an neuen Entdeckungen ist der Grund, weshalb ich Devi eine Individualität beimesse. Es ist jedoch eine Individualität, wie es scheint, der irdische Wahrnehmungen völlig fremd sind. Woher Devi kommt, wie ihre bisherige Art der Wahrnehmung war, all das ist mir fremd. Und sie ist nicht bereit mir dies zu sagen.

 

 

Wie ist Devi, wenn ich mich mit ihr verbinde?

 

Wenn Devi mir als Göttin im Zustand des göttlichen Allbewusstseins und der All-Liebe begegnet, so ist sie in ihrem Verhalten positiv beschauend. Sie beurteilt nicht, mahnt nicht, fordert nicht. Sie beobachtet was in mir geschieht, meine Gedanken und meine Gefühle betreffend. Auch meine Handlungsweise beobachtet sie.

 

Wenn ich aufopfernd und liebevoll bin, so freut sie sich. Wenn ich Fehler mache, so beurteilt sie es so, wie wir die Fehler von kleinen Kindern beurteilen: wir freuen uns zwar nicht darüber, akzeptieren die Fehler der Kinder jedoch als einen notwendigen Schritt in deren Lernprozess. Das ist für mich sehr angenehm. Es verhindert das Entstehen von Schuldgefühlen. Das ist durchaus im Sinne von Devi, denn Schuldgefühle erzeugen Spannungen und Aggressionen. Sie sind also für einen positiven Entwicklungsprozess kontraproduktiv.

 

das sagte mir Devi in einer visionären Botschaft

 

Manchmal hatte ich was falsch gemacht,

mich schuldig fühlend hatte ich an sie gedacht.

Was würde sie zu meiner Tat wohl sagen?

Würde sie mich schelten, sich bei mir beklagen?

 

Doch sie blieb unverändert liebevoll mir nah,

voll Verständnis, was immer auch geschah,

stets tröstend die Hand mir reichend,

meine Taten mit Blumen vergleichend.

 

 

(Ruthenische Kugeldistel)

 

Fehler sind im Leben unvermeidlich, sie taten mir wohl leid,

Auch Devi wusste über jede meiner Irrungen Bescheid.

Wohl gab sie mir zu erkennen, dass sie es hat gesehen,

doch nach wie vor würde sie mich lieben und verstehen.

 

Wenn ich mit ihr im Einklang bin und die Welt um mich betrachte, so fördert sie den Blick für das Schöne und Liebenswerte. Das Leben, das mich in der Natur umgibt, tritt in den Vordergrund. Ich freue mich über die Vielfalt des Lebens, liebe alle diese Kräuter und Tiere als wären sie meine unzähligen Kinder.

 

Kämpfe unter Tieren, abgesehen von der Jagd,  empfinde ich als Ausdruck einer überschäumenden Vitalität. Kämpfe unter Menschen sehe ich allerdings anders. Von Menschen erwarte ich mehr Verantwortungsbewusstsein als von Tieren. Sozusagen sind Tiere noch Kinder, die blind dem Instinkt folgen, und Menschen sind Erwachsene, von denen man Verantwortungsbewusstsein erwarten darf. Das ist allerdings meine Sichtweise und nicht die von Devi. Zum Glück sind wir Menschen auch für sie noch Kinder, bei denen man an so manchem hinweg sieht.

 

 

Devi als astrale Gefährtin

 

Der Tantra liefert einen großartigen Überbau. Im Detail jedoch spießt sich so manches. Da zeigt sich, dass der Tantra eine Philosophie und keine Naturwissenschaft ist.

 

Was die höchsten göttlichen Aspekte und Begegnungen anbelangt, liefert der Tantra durchaus brauchbare Erklärungen. Allerdings ist dies ein Gebiet, das ohnedies das irdische Verständnis von uns Menschen überschreitet. In der Praxis scheint es so zu sein, dass diese göttliche Shakti bis in die dichtesten astralen Schichten, ja selbst bis in den ätherischen Bereich Gestalt annehmen kann. Der Tantra leugnet dies nicht. Im Gegenteil, er bestätigt es. Für die Theorie des Tantra ist das jedoch kein Problem - die Shakti gilt ja als Magierin und als solche kann sie das eben.

Das Argument "die Shakti kann alle Wunder erwirken" wischt alle Versuche die Vorgänge zu verstehen vom Tisch.

Die Tatsache, dass mich Devi auf astraler Ebene sichtbar begleiten kann war für mich ein großes Rätsel. Teilweise scheint mir dieses Rätsel nunmehr gelöst, aber darüber später.

 

 

ihre Nähe war mir selbstverständlich

 

Sehr oft fühlte ich in Träumen eine Begleitung, vertraut und mir nah.

Ich sah sie, hörte ihre Stimme, es war ganz natürlich wie es geschah.

Wer ist diese Intelligenz? Ob das Unterbewusstsein solches schafft?

Oder ist sie ein jenseitiges Wesen, oder eine göttliche, spirituelle Kraft?

 

Im Endergebnis fühlte ich mich beschützt und fürsorglich begleitet.

Der Versuch es zu erklären hat Kopfzerbrechen mir bereitet.

Ich grübelte und die gewünschte Klarheit muss ich zuletzt wohl missen,

es blieb eine große Lücke in meinem Verständnis und im Wissen.

 

 

 

als kannten wir uns schon seit Ewigkeit

 

Ich hatte einen Klartraum. Wortlos gingen wir zu zweit.

sie war vertraut, als würden wir uns kennen seit Ewigkeit.

Als ich wieder war erwacht, habe ich mich vorwurfsvoll gefragt:

"warum hast du sie nicht gebeten, dass sie mir ihren Namen sagt?"

 

Ein andermal plauderte ich mit einer Frau wie öfters schon im Traum.

Ich ging mit ihr durch die Straßen, ich erinnere mich kaum.

Ich fühlte mein Erwachen kommen und erhob die Hand zum Gruß,

da kam sie her ganz nah zu mir und gab mir einen Abschiedskuss.

 

Eine fremde Frau küsst mich nicht, das ist nicht üblich,

doch diese Frau war zu mir herzlich und ungewöhnlich lieblich.

War es wieder diese Frau, deren Namen ich nicht weiß,

obwohl sie mich begleitet und auch liebt aus vollem Herzen heiß?

 

Während ihre Gesellschaft im Traum anonym und unklar war,

war ihre Begegnung in der Versenkung eindeutig und klar!

Manchmal, auch spontan, hörte ich sie in innerer Botschaft leise,

mit Ratschlag oder Kommentar zu meinem Tun in liebevoller Weise.

 

 

Ein Traumspaziergang

 

Um einen Vergleich zu bringen. In meinem normalen Tageszustand ist mein Inneres gleichsam von einer Kerzenflamme erhellt. Doch wenn Devi in meiner Nähe ist, so ist es, als würde die Sonne aufgehen. Mein gesamtes Gemüt erhebt sich dann in Liebe, Glück und einer verzückten Wahrnehmung der Welt. Wenn ich durch einen Wald oder entlang einer Wiese spazieren gehe, dann bewundere ich die bunten Farben der Blumen, und im Wald sehe ich verzückt die Gemälde, welche die Schatten der Äste auf den Blätterboden werfen. Diese erhöhte und verzückte Wahrnehmung der Welt erlebe ich auch im Traum, wenn mir Devi in irgend einer Weise nahe ist.

 

 

ein Bild aus der Stadt

 

Wenn du mir nah, sich meine Fantasie dann schöpferisch entfaltet.

In den Träumen sind die Häuser gleich Palästen schön gestaltet.

Einen Spaziergang von uns beiden durfte ich heute Nacht erleben.

Du warst mir nah, es war wunderschön und hat mir viel gegeben.

 

Bewundernd ging ich durch die Straßen und staunte hoch beglückt.

Ich glaube, dass wir beide gleicher Weise waren entzückt.

Die Fassade eines jeden Hauses war ein Wunderwerk für sich allein.

Herrlicher gebaut und gestaltet kann ein Stadtteil wohl nicht sein.

 

Gleich hinter dieser Stadt türmten sich die Berge zu imposanten Höhen,

herrlich ebenfalls war diese Landschaft, die ich durfte sehen.

Ich suchte mein Haus, eines leuchtete hervor in grün, es war Deines,

die anderen Häuser waren dezent, eine solch grelle Farbe hatte keines.

 

Wenn ich nicht irre, sollte diese Farbe eine Botschaft für mich sein,

ich glaube, ich habe dich verstanden, doch gilt es nur für mich allein.

Weiter schlenderten wir gemütlich durch die nächsten Gassen ohne Ziel,

aufmerksam sah ich alles an, zu bestaunen gab es für mich sehr viel.

 

 

ein Bild aus der Stadt

 

 

Maha Yoga Gedanken zur Gefährtin

 

Ich glaube, dass mich Devi in gestaltloser Weise begleitet. Sie ist in mir und auch um mich in der Art eines spirituellen Feldes, ähnlich einem elektromagnetischem Feld. Als solches ist sie in mir und mich umgebend. Dies gilt nicht nur für meine irdische Präsenz, sondern ebenso scheint sie meinen Astralkörper zu durchdringen und zu umgeben.

Was die Gestaltungsmöglichkeiten anbelangt, so sind die Möglichkeiten in Astralebenen erheblich größer als in unserer materiellen Welt. Auf einer astralen Ebene kann Devi aus dem von ihr durchdrungenem astralen Feld jederzeit einen Körper bilden. Das ist dort keineswegs schwierig. Spontane Erscheinungen, aus dem Unterbewusstsein gebildet, entstehen dort sehr oft. Wir nennen solche Erscheinungen "Psychogone". Devi kann diese Gestaltungsbereitschaft auch für sich nutzen. Da die hierfür benötigte feinstoffliche Substanz von mir stammt, hat eine Erscheinung von Devi sehr viel von meinen Qualitäten und wenig von Devi als Intelligenz mit kosmischem Allbewusstsein. Da der Astralstoff auch mit den Persönlichkeitsqualitäten des betreffenden Menschen gesättigt ist, ist es klar, dass sich eine Kommunikation praktisch erübrigt. Warum entsteht dann eine solche Erscheinung? Es gibt einige Gründe hierfür:

Ein Grund besteht in meinem Bedürfnis Devi als Gefährtin neben mir zu wissen. Das Bedürfnis entsteht aus der Liebe zu ihr heraus. Da ich Mensch bin, habe ich auch den natürlichen Wunsch die Geliebte in Gestalt neben mir zu wissen.

Der zweite Grund, weshalb Devi einen Erscheinungskörper annimmt, ist, mir bei Gefahren beistehen zu können.

 

Eine Frage, die mich bedrückt

 

Die Philosophie desTantra beschäftigt sich mit dem inkarnierten Menschen. Sie macht keine Aussagen was mit der Shakti geschieht, wenn wir verstorben sind und die jenseitigen Welten betreten. Die jenseitigen Welten sind ein Schwachpunkt der östlichen Lehren: sie werden in dogmatischer Weise in 4 Daseinsphären gegliedert: Götterwelt, Welt der Titanen, Hungergeister und Höllenwesen. Das ist alles. Keine Erklärungen, keine Differenzierungen. Wozu auch? Es ist ja alles Illusion und man sollte nicht Täuschungen anhaften.

So läuft es jedoch nicht nach meinen Erfahrungen und die sind wohl sehr profund. Wir können die jenseitigen Welten genau so wenig als Illusion zur Seite schieben und ignorieren, wie wir die irdische Welt nicht als Illusion zur Seite wischen können. Wir stecken da nun mal drinnen und müssen das als solches akzeptieren.

 

Nun der Worte kurzer Sinn: der Tantra gibt keine Auskunft darüber, was mit meiner Shakti geschieht, sobald ich meinen irdischen Körper ablege und die jenseitigen Welten betrete. Begleitet mich dann meine Shakti noch, als Gefährtin und als Devi? Oder entstehen sie aus meinem irdischen Reservoir an Energien und Verbindungen, das es dann vielleicht nicht mehr gibt? Werde ich einsam sein, oder vollendet sich das Glück eines Zueinanderfindens?

 

Kehrt Devi nach meinem physischen Tod wieder dorthin zurück,

 woher sie gekommen ist?

 

Weder Devi noch die Gefährtin geben mir hierzu eine Auskunft und das nehme ich ihnen übel, denn die Lösung dieser Frage bedeutet mir sehr viel!

 

Ich werde mich weiter bemühen diese Frage zu lösen!

 

Wird sie mich weiter begleiten? Unsichtbar oder sichtbar?

Rechtshinweise

 

Erstausgabe Wien, 2011. Völlig neu bearbeitet 2017

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Ich bedanke mich für Ihren Besuch

 

 

Alfred Ballabene