logo


Beiträge: 0
(gesamt: 0)

Jetzt online
0 Benutzer
2 gesamt
Literaturforum   Paranormal Deutschland e.V.

Hauptforum  Heilerforum  Hexenforum  Jenseitsforum  Literaturforum  OBE-Forum  Traumforum  Wissensforum  Nexus  Vereinsforum  ParaWiki  Chat 

Literaturresort Kontakt Suche Login
Ansicht: Klassisch | Themen | Beiträge | rss

(BETA) Links zu Beiträgen, Artikeln, Ressorts und Webseiten, die zu diesem Beitrag passen könnten (Alle bisher vermerkten Stichwörter und URLs):
Humor: Humor (rubrik)
re[2]: Sir Thomas Wyatt - Bücher auf Deutsch???
Pucci * schrieb am 11. März 2012 um 11:20 Uhr (827x gelesen):

Heute habe ich ein wenig mehr Zeit und möchte Euch deswegen - zum besseren Verständnis - etwas über dieses Gedicht schreiben.

Man muss dabei beachten in welcher Epoche es entstanden ist. Wyatt ist der Epoche der Renaissance zu zuordnen. Damals tauchten viele Schriften, die man entweder bisher nicht kannte oder die als verloren geglaubt waren wieder auf. Man begann sich unter anderem mit den Schriften des Augustinus neu zu befassen. Man nennt diese Beschäftigung mit dem Thema auch den "Augustinismus".

Augustinus brachte als erster ins Christentum einen griechisch-philosophischen und dualistischen "Touch". Und das kam nicht von ungefähr, da Augustinus noch ehe er dem Christentum beitrat eine griechisch-philosophische Ausbildung genossen hatte. Das Christentum war zur damaligen Zeit mehr Sekte als Religion. Die griechische Philosophie hingegen kannte keinen Gott. Als Augustinus schließlich den Christen beitrat, um dort - auf Druck seiner Mutter hin - Karriere zu machen, muss er stark gespalten gewesen sein. Immerhin lies er für seine Karriere Frau und Kind zurück. Und so sind seine Schriften auch stark gedrängt von den Themen Lust, Versuchung, Sünde usw.

Zu Zeiten von Wyatt begann man also wieder verstärkt sich mit Augustinus zu beschäftigen. Hinzu kam die sogenannte "Memento mori"-Bewegung: Selbst die größte Ehre, Schönheit und Anmut mündet im Tod.

Und das kommt exakt hier zum Ausdruck, wenn Wyatt schreibt: "Und doch ist mir der Tod Anlass", wo hingegen in "Ich liebe einen anderen, deswegen hasse ich mich" ganz klar das christliche "Liebe Deinen nächsten wie Dich selbst" mitschwingt.

Philosophie und christlicher Glaube als Grund für die Zerrissenheit, an der schon Augustinus litt:

"Und meine Lust ist der Auslöser für diesen Streit"

Danke fürs Lesen und viel Spaß beim weiter Denken!

zurück


Diskussionsverlauf: