Hallo Beremund,
Den Gedanken, dass eine Spukgeschichte das eigene Weltbild erweitert oder zumindest erschüttert, finde ich sehr interessant. Vielleicht ist genau das der Punkt, der solche Erlebnisse so stark im Gedächtnis bleiben lässt: Für einen Moment passt die gewohnte Erklärung nicht mehr richtig.
Spannend finde ich auch, was du über die Verfassung kurz vor dem Einschlafen oder kurz nach dem Aufwachen schreibst. Gerade diese Zwischenzustände wirken ja oft besonders intensiv, weil man nicht ganz im normalen Alltagsbewusstsein ist.
Dass eine persönlich erzählte Geschichte glaubwürdiger wirkt als ein Text, kann ich gut nachvollziehen. Stimme, Reaktion und Unsicherheit der Person sagen wahrscheinlich viel aus, was in geschriebener Form verloren geht.
Mich würde interessieren: Macht für dich ein Erlebnis eher glaubwürdig, wenn die Person es sehr ruhig und nüchtern erzählt, oder eher, wenn man merkt, dass sie selbst noch emotional davon berührt ist?
Viele Grüße
