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Hexerei: Hexen-Ressort
Re: Andere Gedanken zur Rückführung
Nevyn schrieb am 10. April 2002 um 16:25 Uhr (421x gelesen):

Ein sehr schöner, kritisch angemessener Beitrag, denn in der Tat wird mit Reinkarnation auch einiges an Schund getrieben, sodaß Wachsamkeit und Umsicht - wie generell im Eso/Okkulten empfehlenswert - auch hier angemessen ist.

Grüsse
Nevyn

P.S.: Bei regelrecht, d.h. u.a. kompetent ausgeführter Reinkarnationstherapie findet übrigens extrem selten solche "berühmten Persönlichkeiten", sondern meist relativ einfache, ja langweilige Leben.


> Hallo Ihr Hexen, Magier und Schattenwesen

> hab´ mir so Eure Beiträge durchgelesen und es ist mir aufgefallen, daß Ihr von ein paar Dingen ausgeht, die ich etwas anders sehe.

> 1. Nach meiner Erfahrung machen viele eine Rückführung, weil sie für ihre Probleme oder für ihr Versagen im Hier und Jetzt eine möglichst exotische Ausrede suchen.

> Denn es ist zwar einerseits recht bequem die "Schuld" für die vorhandenen Probleme in eine Zeit zu packen, wo man garantiert nichts daran ändern kann und daher als so eine Art armes Opfer früherer Untaten jetzt leiden muß (und weil man ja am früheren Unrecht nichts ändern kann, gibt es weder einen Grund sein jetziges Leben zu hinterfragen, noch die Möglichkeit das Schicksal zu ändern, indem man sein Leben so lebt, wie es anlagegemäß sein sollte).

> Andererseits, wenn man die Schuld für seine jetzigen Umstände in eine möglichst graue Vorzeit steckt, hat man natürlich im Jetzt nicht die Möglichkeit etwas an den Dingen zu ändern (und natürlich auch keine Veranlassung).

> Das gilt aber natürlich nur für die Alibisucher, von denen es in der Reinkarnationstherapie mehr als genug gibt.

> 2. Geht Ihr davon aus, daß der Antrieb die Bedingungen seiner Vorleben zu erfahren (Gefühl das etwas in einem Steckt, was sein Leben verhindert usw.) unbedingt mit seinem Vorleben in direktem Zusammenhang sein muß.

> Genauso ist es aber auch möglich, daß das was einen verhindert, im jetzigen Leben zu finden wäre (aber dann könnte man ja etwas daran ändern und die Konsequenz wäre, daß man sich den Dingen stellen und etwas ändern müßte. Also ist es doch viel bequemer (wenn auch dümmer), wenn man die Dinge außerhalb seiner Einwirkungsmöglichkeit stellt).

> 3. Das nächste Problem bei der Sache ist, daß ihr die ungeheure Macht der Vorstellung unterschätzt. Damit meine ich nicht das Wunschdenken, denn das entsteht ja zum größten Teil in einem selbst und ist daher auch relativ einfach als solches erkennbar.

> Nein. Ich meine die Art von Vorstellungen, die entweder direkt von anderen übernommen wurden, oder apersonale Vorstellungen, die durch das Zeitgeschehen oder durch einen Trend eingepflanzt wurden (oder was glaubt ihr, warum sich in den letzten Jahren ein Trend abgezeichnet hat, wo jede zweite Frau, die erhebliche Problem mit sich, Partnerschaft oder sonstwo hat, behauptet als Kind vergewaltigt worden zu sein und dies dann tatsächlich auch selbst noch glaubt).

> Diese Art Vorstellung ist eben nicht nur ein bloses Gefühl oder ein einfacher Gedanke - diese Vorstellung beherrscht das Empfinden und das Denken in der Art, daß man das was man als Vorstellung übernommen hat, wasserdicht als wahr ansieht und daher auch vehement verteidigt.

> Deshalb ist es durchaus möglich, daß viele der Rückführungen gar keine waren, sondern daß man nur eine starke Vorstellung projiziert, die einem "sagt" daß man vor 100 Millionen Jahren gelebt hat und ein Dinosaurier war, oder vor 300 Jahren und eine Prinzessin, Hexe oder Hure.

> 3. Zur Rückführung selbst: angenommen jemand wäre in seinem Vorleben ein wirklich übler Zeitgenosse gewesen (Betrug, Raub, Mord; (also alles was die Kirche so getan hat)) so würde er durch die Rückführung nun mit diesen Dingen konfrontiert (er würde u. a. auch in die Denkhaltung und in die Empfindungsweise seines früheren Ichs versetzt).

> Wäre er aber nun in seinem jetzigen Leben jemand, der hohe ethische Werte hätte (ein "guter" Mensch oder so) und wäre vielleicht noch sehr sensibel, dann hätte das katastrophale Auswirkungen auf sein Leben.

> In seinem Unterbewußtsein würde sich eine maßlose Autoaggression auftun, durch die er sich, für das was er früher einmal getan hat, bestrafen will (bis hin zur Selbstvernichtung). Selbst bekommt man diese Selbstvernichtungsprogramme gar nicht mit, sondern nur deren Auswirkungen.

> Folgen: er würde sich z. B. in Krankheiten, Unfälle, Enttäuschungen, usw. unbewußt hineinmanövrieren.

> Noch blöder ist es natürlich, wenn man in seinem früheren Leben gar kein Schurke war, eine Vorstellung einem dies aber aufzwingt und man nun die o. g. Selbstvernichtungsprogramme aktiviert, ohne daß man eine echte Schuld auf sich geladen hat.

> Übrigens, einer der Obermöpse der Reinkarnationstherapie, Dettlefsen, hat u. a. deshalb damit aufgehört, weil er erkannt hat, daß der Schaden nicht im Verhältnis steht mit dem möglichen Nutzen (und das obwohl er ganz gut damit verdient hatte).

> Also, wie immer: Ihr dürft auch anderer Meinung sein, aber denkt vielleicht mal über den Inhalt dieses Beitrages nach.

> Möget Ihr mit der Macht sein .............

> Erichsen



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