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re[3]: Edith Fiore
Jokke * schrieb am 24. März 2012 um 9:13 Uhr (730x gelesen):

Kurze Geschichte aus dem Buch

Kapitel 4
"Was beim Sterben geschieht"

Ich lehne an einem Baum und der Trommler junge schüttet geronnene Milch in meine zerschlagene Tasse. Sie hat ein Loch so das ich sie ganz schnell trinken muss ehe alles ausläuft. Ich esse die Pekannüsse vom Boden wir haben seit Wochen keine richtige Mahlzeit gehabt. Ich sehe in der Nähe der Bäume einen trüben langsam f1iessenden Fluss. Die anderen Männer liegen in der Sonne oder sitzen unter den Bäumen und verzehren Pekannüsse und wir sind alle in zerlumpte graue Uniformen gekleidet. Ich bin sehr müde und ich überlege zu desertieren.
Mein ganzes Leben lang habe ich gekämpft doch nun kämpfe ich gegen Menschen die bereit und in der Lage sind zurück zuschlagen und ich habe Angst.
Ich sehe nicht viele Gewehre und die die ich sehe sind nicht geladen
... seit Wochen keine Munition.
Das Messer das ich habe ist mein einziger verbliebener Schutz
die einzige Waffe mit der ich zurückschlagen kann.
Ich höre Geräusche von trampelnden Füßen und Pferdehufen ...
jetzt Schreie und Signalhörner, wir werden aus dem Hinterhalt überfallen!
Wir springen auf und rennen, versuchen über den Bach zu kommen.
Meine Füße bleiben dauernd zwischen den Steinen stecken. »Sie« kommen hinter uns her feuern mit ihren Gewehren auf uns und wir drehen uns um und kämpfen obwohl die meisten von uns keine Gewehre haben. Zwei Soldaten springen auf mich drauf und drücken mich unter Wasser drehen mir die Arme nach hinten bis meine Schultern schmerzen.
Ich recke meinen Kopf aus dem Wasser und ein junge mit einem hasserfüllten Ausdruck im Gesicht beginnt mich mit dem Kolben seines Gewehrs zu schlagen während er mich als Flussratte beschimpft.
Ich würge und schlucke Wasser.
(Lange Pause.)
Jetzt habe ich ein schwebendes Gefühl als ob ich aus meinem Körper aufsteigen würde und zur selben Zeit beobachte ich wie mein Körper zusammen mit anderen Körpern jugendlichen die ich kenne den Fluss hinunter schwimmt.
Ich sehe mich um: Auch sie sind aus ihren Körpern aufgestiegen.
Ich drehe mich um und erkenne meinen Großvater der in goldenes Licht gebadet ist.
Er sagt: »Komm junge der Krieg ist vorbei.«
Mehrere andere jungen die ich kenne
kommen auch; die Leute in unserer Stadt mochten meinen Großvater.
Er ruft ihnen zu: »Kommt her! Der Krieg ist vorbei!«

Ich verspüre große Erleichterung. Ich höre Stimmen, eine Leise, eine andere sehr klar.
Die Stimme ist wie ein Funke, ich höre sie, doch nicht ganz.
Ich bin selbst wie ein Funke, und das ist alles.
Ich kann die Welt klar sehen, doch sie bewegt sich sehr schnell,
wie mit großer Geschwindigkeit .
Ich erkenne die Dinge, die ich falsch gemacht habe.
Man zeigt mir meine Fehler, und ich verstehe sie, ohne mich schlecht zu fühlen.
Ich weiß, das ich Wut und Hass überwinden und lernen muss,
weniger selbstsüchtig zu sein.
Ich glaube, ich habe eine Vereinbarung mit der Stimme in dem goldenen Licht getroffen.

Edith Fiore
(The unquiet Dead)

Gruß




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