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Re: Voodoo
Anath schrieb am 13. April 2002 um 0:31 Uhr (567x gelesen):

>
> Auch im Voodoo teilen sich die beiden Lager in eine böse und eine gute Magie (böse und gut ist gerade in der Voodoo-Magie eine bevorzugte Terminologie - natürlich gibt es keine ausschließlich böse oder gute Magie).

Ganz recht, ich denke, es ist nicht die Technik, die gut oder böse ist, sindern der Ausübende - wenn man denn diese Begriffe verwenden möchte.

> Die bekanntere Art des Voodoo ist die schwarze Voodoo-Magie. Sie kennzeichnet sich insbesondere durch eine primitive Elementenergie (triebhaft), wobei sie sehr wirkungsvoll ist (gerade weil sie in einem Bereich ansetzt, wo es um Triebe, Lüst, Ängste und Haß geht).

> Mächtige Voodoo-Magie ist nicht nur das Erschaffen von Zombies, sondern insbesondere das "anhexen" von dämonologischen Wesen, die ihre Opfer tyrannisieren bis hin zur Vernichtung (auch der Seele - bäh, ekel, grrrrr).

> Das Problem bei einer mächtigen Voodoo-Magie ist, daß der Magier durch eine Art Wächter mit seinem erschaffenen "Monster" verbunden ist und daher mitbekommt, wenn man durch z. B. einen "Meister-Ex" oder einen Gegenzauber das Opfer befreien will. Und schon wird der nächste "Sauger" losgeschickt - weshalb Voodoo-Opfer immer wieder befallen werden. (Deshalb bringt auch Astralreinigung nur vorübergehend etwas.)

> Um nun Deine Frage zu beantworten, was man so von Voodoo hält - also von dieser Art Voodoo halte ich (würg, kotz) überhaupt nichts.

Nun - sie hat ja nicht gefragt, was "man" von Voodo hält, sondern, was wir persönlich davon halten. Voodoo ist durch die Medien hauptsächlich in seiner negativen Form bekannt geworden - wenn man sich davon einfangen läßt...dann kann man Voodoo auch nur so beschreiben - ist er abr nicht, genausowenig, wie die meisten anderen Systeme.

> Dagegen von Voodoo als Religion ohne "schwarze Magie": wozu braucht ein Münchner wie ich, eine möglichst exotische Religion (die man als Nichtafrikaner sowieso nie ganz begreifen wird), wenn wir doch ganz hervorragende Religionen in Mitteleuropa haben.

Nichtafrikaner sind die heutigen Menschen in der Karibik auch, auch wenn sie vor Zeiten dorthin verschleppt wurden. Und viele Europäer finden ihren Weg in östlichen Religionen - was spricht dagegen, wenn es eine afrikanisch-karibische ist?

Also, von München nach München: müssen wir Klischees verstärken?

Anath


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