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Ein Krankenhaus und eine finstere Stadt
yen xi * schrieb am 27. Juni 2008 um 19:29 Uhr (1172x gelesen):

Hier mal wieder ein Bericht zu meinem Erleben... OBEs leite ich nur noch selten bewusst ein. Meistens sind sie dann auch nicht sehr erlebnisreich. Dafür vertraue ich auf spontane Traumgeschehen, wie das nachfolgende, das sich vor einigen Tagen ereignete.

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IN EINEM KRANKENHAUS

Während des Schlafes komme ich langsam zur Bewusstheit, als ich eine seltsame Beobachtung mache: Eine tote Frau, in einer Art Sessel sitzend. Neben ihr steht ein Aquarium. Bizarr ist, dass die Frau hin und wieder kurzzeitig zu leben scheint: sie öffnet unmerklich ihre Augenlider, gibt undeutliche Laute von sich - und stirbt wieder. Jedenfalls bis zur nächsten kurzzeitigen Wiederbelebung. Meiner Wahrnehmung nach handelt es sich nicht um einen soporösen Zustand, sondern eindeutig um den Tod, was ich irgendwie ziemlich gruselig und abstoßend finde. Das wird bestätigt durch die Aussage, die eine Art Betreuer vermittelt: Diese Frau sei in ihrem Leben (auf Grund bestimmter Umstände) nicht mehr glücklich gewesen. Sie sah ihr Leben als sinnlos und leer an, hat die Lust daran verloren. So zog sie sich immer mehr in sich zurück, schaltete innerlich vollständig ab, wartete auf den Tod. Nun ist sie immernoch in diesem Verhaltensmuster und will in völliger Teilnahmslosigkeit auf den Tod warten. Nur gelegentlich leuchtet kurzzeitig ein Lebensfunke auf, der jedoch nicht ausreichend ist und bald wieder im Dunkel der Bewusstlosigkeit verschwindet.
Das Aquarium in ihrer Nähe sollte wohl irgendwie dazu dienen, ihr Interesse zu wecken. Möglicherweise etwas aus dem vergangenen Leben. Ich weiß nicht genau, welcher Teil von mir während dieser Szene gehandelt hat. Ich hatte das Gefühl, dass ich dabei zugeschaut habe, wie ein Teil von mir unabhängig agiert hat. Eine Handlung war, dass ich (ich weiß nicht wie!) ein Abbild der Dame irgendwie in das Aquarium hineinprojiziert habe. Damit wollte ich wohl etwas Besonderes erreichen, das sie wach macht. Die Dame öffnete wieder kurz die Augen und murmelte unzufrieden etwas davon, dass sie sich so durchnässt fühle. Da war wieder eine Art Betreuer da, der das mitbekommen hat. Ich erzählte ihm von meinem Aquariumversuch. Das fand er gar nicht gut und ich sollte das schleunigst rückgängig machen. Das habe ich auch gemacht, indem ich ihr Abbild aus dem inneren des Aquariums entfernte.
Dann aber, als die Frau kurz lebendig war, hatte ich ein spontanes Bild von einer Leber mit Gallenblase vor Augen. Das konnte ein Ansatz sein! (Was dann passierte, weiß ich nicht. Da ist eine kurze Erinnerungslücke.) Das nächste, was ich sehe, ist wieder die Dame. Sie wurde in einer kurzen Wachphase mit reichhaltigem Essen gelockt und war nun dabei, Unmengen an Nahrung in sich aufzunehmen. Das war ein gutes Zeichen, denn nun war sie zumindest in aktivem Kontakt mit ihrer (neuen) Umwelt. Mein Eindruck dabei war, dass die Frau in ihrem Leben sehr gerne gegessen hat, aber in den letzten Jahren eine sehr beschränkende Diät einhalten musste, die ihr diese Freude genommen hat.

Über diesen Erfolg erfreut, war ich hochmotiviert, mehr selbstständig zu organisieren und Verantwortung zu übernehmen. In mir Blüte das Leben auf - aus meiner Beobachterfunktion wurde ein aktiver Teilnehmer, mein Handeln effizient und zielgerichtet. Nun erkenne ich auch die Umgebung, in der ich mich befinde - es ist eine Art Krankenhaus oder Sanatorium. Die Räumlichkeiten sind jedoch nicht so kalt eingerichtet, wie man es von den üblichen Krankenhäusern so kennt. Ich gehe entlang eines Flures, auf der Suche nach Aufgaben, als mir eine ehemalige Praxisanleiterin aus meiner Ausbildung entgegenkommt. Praxisanleiter, das sind so etwas wie Lehrer, nur dass sie lehren, indem sie ihrem Beruf nachgehen und Wissen und Handlungskompetenz vor Ort weitergeben. Ich denke, um diese Funktion geht es, nicht um den tatsächlichen Menschen, wie ich ihn kenne. Freudig schaut sie mich an und sagt etwas wie: „Du wirst ja (endlich) langsam wach!“ Ich habe ein leicht schlechtes Gewissen, weil ich merke, dass ich bis eben noch ziemlich unaufmerksam und trübe war. Jetzt will ich es besser machen.



EIN FINSTERER ORT

Plötzlicher Ortswechsel. Eine graue Stadt. Dunkel, licht- und farblos. Anstelle eines Himmels nur grenzenlose Schwärze. Obwohl es keine Lichtquellen zu geben scheint, kann ich doch die Umwelt erkennen. Schmucklose, graue, teils zerstörte, teils nie fertiggestellte Betonbauten mit viereckigen Löchern, die Fenster darstellen sollen. Im Stil vielleicht vergleichbar einem verfallenen, osteuropäischen Wohnghetto der 80er Jahre. Die Stimmung ist beklemmend. Gefühle von Angst, Hass, Wut, Unzufriedenheit und Triebhaftigkeit sind allgegenwärtig und lasten auf meinem Befinden. Ich bin scheinbar allein und empfinde mich als in meinen Bewegungen und Handlungen selbstständig. Dennoch habe ich unterschwellig den Eindruck, dass ich mich in „Gesellschaft“ - wie einer kleinen Gruppe - befinde und meine Wahrnehmungen kommentieren und mitteilen kann.
Da stürmt schon jemand auf mich zu. Jähzornig macht er mir Vorwürfe, dass ich auch „böse“ sei und „böse“ gehandelt habe, genauso wie meine Verwandten auch gemordet hätten. Es wirkt, als würde er das als Rechtfertigung für sein eigenes Verhalten von sich geben, als verteidigte er sich gegenüber sich selbst oder seinem Gewissen, indem er anderen Vorwürfe macht und ähnliches Verhalten unterstellt. In mir taucht der Gedanke auf, dass er „seine Seele verkauft“ habe. Nicht an einen Teufel oder so etwas. Eher, als befinde er sich in der Schuld verschiedener Leute, die deswegen alle mit ihm hader(te)n. Dann hastet er wieder davon, flüchtet in irgendein anderes graues Haus. Ich habe das Gefühl, dass dieser aufgebrachte Zustand nur vorübergehend ist und sich noch verschlechtern wird; dass er sich durch seine völlige Abwehr gegenüber seines eigenen Verantwortungs- und Moralbewusstseins weiter und weiter verstrickt und ihn sein Schuldbewusstsein bald nur noch tiefer drücken wird.

Ich weiß nicht, wo ich mich hinwenden soll und beschließe, die direkt vor mir liegende Straße entlangzugehen. Auf dem Weg stoße ich auf einen kleinen, fast würfelartigen Betonbunker, der noch heruntergekommener wirkt, als der Rest der Gegend. Einzelne Teile sind aus der Wand gebrochen, Stahlstreben ragen aus den Wänden in die Finsternis, wo ein Himmel sein sollte. Ich werfe nur einen flüchtigen Blick hinein. Den Innenraum als Schlachthaus zu bezeichnen, würde es nicht treffen. Dies ist gleichsam der Raum, in den achtlos alle Abfälle aus dem Schlachthaus geworfen worden. Schlimmer noch: die schmierigen Abfälle, die auf dem Boden liegen und an den kalten Wände lehnen, sind geschundene Menschenkörper! Ich wende mich ab und will mich entfernen. Da sagt jemand (scheinbar aus meiner unsichtbaren, aber gefühlten Gruppe) über einen dieser Körper: „In dem 'dämont' es aber ganz schön!“ („Dämonen“ meint hier als Verb die tätige Anwesenheit von finsteren Kräften.) Ich bin zwar abgestoßen, doch es macht mich neugierig und ich gehe noch einmal zurück. Da sehe ich, was mein Begleiter meinte: Eine der Leichen - die Körper waren meines Erachtens nach zweifellos tot - hat weit aufgerissene, hervortretende, lidlos wirkende Augen. Ihre Pupillen sind zu langen, vertikalen Spalten verengt.
Und sie suchen! Wie die Augen einer Eidechse bewegen sich die Augäpfel unabhängig voneinander ruckartig im Schädel hin und her. Nie blicken sie länger als einen kurzen Augenblick auf einen Punkt. Doch wo sie hinschauen, sondieren sie höchst aufmerksam das Umfeld. Ich habe das Gefühl, dass nichts, das für sie von Interesse ist, ihnen entgehen kann. Dennoch erblickten sie mich nicht. Ich befürchte, dass es für mich sehr unangenehm würde, wenn sie mich fixieren würden. Als würde eine Brücke in Bereiche entstehen, die diese pseudo-zivilisatorische Vorhölle noch um Längen unterbieten und mich in ihren Bann ziehen könnte. Schleunigst verließ ich die Szene und ging einige Stufen hinauf, die aus dem unmittelbaren Bereich des Bunkers führten.
In mir prägte sich dabei ein Verständnis vom „Tot-Sein“ im Jenseits. Die Menschen dort waren nicht wirklich tot. Wie konnten sie auch - waren ihre Körper doch nicht mehr physischer Natur. Der Körper spiegelt den Geist wieder. Von Hass und Schuldgefühlen zerfressen, gequält vom eigenen Moralbewusstsein und innerlich keinen Ausweg findend, können jenseitige Wesen in einen Zustand der völligen Apathie fallen, der in seiner Erscheinung dem physischen Tod gleich ist. Je tiefer die Regungslosigkeit des individuellen Geistes, desto prägnanter der Tod (man vergleiche die Frau vom Beginn, die wenigstens hin und wieder ins Leben zurückkehrte). In besagtem Menschen im Betonbunker war so wenig Eigenbewusstsein, dass sein jenseitiger Körper als Sichttunnel von tiefen Höllenebenen nach „oben“ benutzt wurde. Ich weiß nicht, welche dämonischen Kräfte es dort gibt, doch wirken sie auf ihre Art mächtig. Nicht kraftvoll im Sinne von entwickeltem „Bewusstsein und Liebe“, sondern voll starkem, triebhaftem Instinkt, unreflektierten Automatismen.
Ich hatte aber auch den Eindruck, dass es möglich gewesen wäre, diesen Tunnel zu schließen bzw. diese Form der Besessenheit zu beenden, wenn der Betroffene wieder Eigenbewusstsein gezeigt hätte. So bot er nur eine zu leicht zu verwendende, leere Form...

Weiter oben setze ich mich an einen Holztisch. Neben mir ein junger Mann, der scheinbar nicht in diese Bereiche gehört (möglicherweise auch der, dessen Gegenwart ich zuvor schon spürte). Ich erzähle ihm, dass das, was ich hier gesehen und erlebt habe, mein Weltbild entscheident verändert hat. Dass ich an bestimmte Dinge nicht glauben will und sie aus meiner Auffassung über die Welt ausschließe, heißt nicht, dass es sie nicht gibt. Der junge Mann gibt mir zu verstehen, dass es ihm erst recht so gehe. Was er so erlebt hat, das sei unglaublich. Er sei eben noch mit Gegenständen beworfen worden, die von irgendwo wie von Geisterhand in seine Richtung flogen.
Eine Frau sitzt mir gegenüber und starrt mich an. Ihre Pupillen vergrößern sich unnatürlich, nehmen die komplette Iris ein. Ich weiß nicht, welche Absichten sie hat, doch ich beschließe, genug gesehen zu haben und die Gegend zu verlassen, bevor ich noch zu sehr verstrickt werde.
Da sehe ich schon unweit einen Aufgang zu einem Treppenhaus. Als ich dort bin, muss ich jedoch feststellen, dass die Stufen zur nächsten Etage fehlen. Stattdessen findet sich dort eine etwa 120 cm hohe Stiege. Das ungute Gefühl, das überall in der Gegend hier herrscht, bedrückt mich zusehends. Ich befürchte, dass ich es nicht rechtzeitig schaffen würde, mich hinaufzuziehen. Ich bringe allen Willen auf und versuche es. Dann habe ich es tatsächlich geschafft. So dachte ich. In dem Augenblick stürmt die Frau von gerade hinter mir her. Sie ist völlig enthemmt, schreit wie besessen und greift wütend um sich. Ihr Aussehen ähnelt nun jenem, wie man es von Dracula-Filmen (Bram Stoker) oder Succubus-Darstellungen kennt. Triebsam und gefährlich. Auf der halb höheren Etage liegend will ich sie mit Tritten ins Gesicht von mir abhalten. Doch da stelle ich fest, dass sie mich nicht erreichen kann. Wie eine unsichtbare Schwelle wirkt diese Anhöhe als unüberwindbare Trennung zwischen uns. Eilig richte ich mich auf. Anstatt immer anstrengender zu werden, wie ich es befürchtete, lassen sich die nächsten Stufen immer leichter überwinden. Das beklemmende Gefühl der finsteren Stadt lässt mit jeder Etage nach. Ich überspringe zur Sicherheit viele Etagen während des Aufstieges, bis ich mich entschließe, wieder einen Blick hinaus zu wagen.



DER AUSSICHTSTURM

Ein großer, in seiner Grundfläche runder Raum von etwa 15 m bis 20 m im Durchmesser. Er ähnelt der Aussichtsplattform eines Turmes, wie etwa des Fernsehturms in Berlin. Die Wände sind gläsern. Vor ihnen befinden sich vereinzelt und regelmäßig angeordnete Stühle, auf denen Personen ruhig sitzen und in die Landschaft schauen, die sich ihnen darstellt. Die Menschen, die dort sitzen, haben die Augen geöffnet, wirken jedoch anteils- und/oder antriebslos. Ich habe den Gedanken, dass jeder der dort sitzenden etwas anderes sieht, seine ganz persönliche Aussicht hat. Ich stelle mich hinter eine Frau und will nachvollziehen, wo sie hinschaut. Ich blicke auf eine ganz angenehm wirkende, vorindustrielle, mitteleuropäische Altstadt. Es regnet stark. Ich habe das Gefühl, dass der Regen mit der Frau in Verbindung steht, die hinausschaut; dass der Regen sie davon abhält, hinauszugehen. Ich kann nicht genau sagen, ob sie hinausgehen wird, wenn es aufhört zu regnen, oder ob der Regen aufhören wird, wenn sie bereit ist, ihre neue Umwelt zu betreten. Ich nehme an, letzteres wird der Fall sein.



ZURÜCK IM KRANKENHAUS

Unvermittelt bin ich zurück im Krankenhaus vom Anfang. Ich bekomme (ich weiß nicht woher) den Eindruck vermittelt, dass ich wegen meiner Tätigkeit im Menschlichen hier bin und hier auch sinnvoll wirken kann. Ich schaue zu, wie jemand nach einer kleinen Behandlung betreut und aus dem Raum geführt wird. Dass es hier nicht wirklich um die Behandlung von physischen Leiden, sondern um psychische Betreuung geht (die eben auch das Simulieren von ärztlichen Handlungen beinhaltet), verstehe ich zu dem Zeitpunkt nicht. Das wird aus dem folgenden Geschehen deutlich, bei dem mir und den mit mir anwesenden (einer wirkte wie seit längerer Zeit in diesem Krankenhaus tätig, ein anderer unerfahrener, wie eine Art Praktikant) das Eintreffen eines Unfallopfers angekündigt wird.
Ein Mann mittleren Alters, apathisch, unter psychischem Schock stehend wird in den Raum gebracht und in seinem Transportstuhl zwischen uns gesetzt. Sein Anblick ist erschreckend. Auch dem „Erfahrenen“ merke ich an, dass es sich um einen Härtefall handelt, bei dem er sich disziplinieren muss. Der Patient hatte förmlich keinen Torso mehr, sondern einen undefinierbaren Bereich aus blutigen Fleischklumpen, die ebenfalls an seinen Extremitäten klebten. Welches Unfallgeschehen zu dieser Verletzung führte, bei der der Oberkörper buchstäblich zerplatzt ist, konnte und wollte ich mir im Detail nicht ausmalen.
In der Zwischenzeit hat der „Erfahrene“ eine Kompresse in der bloßen Hand, mit der er sorgfältig, Stück für Stück, die Fleischklumpen von den Armen des Opfers wischt. Der Mann scheint dabei etwas wacher und langsam seines Zustandes gewahr zu werden. Er würgt. Der „Praktikant“ fragt verunsichert: „Was machen wir denn, wenn er jetzt wirklich bricht?“ Keiner antwortet ihm. Ich suche und finde eine kleine Schale, die ich weitergebe. Jedoch wird sie nicht vor den Mann gehalten. Ich muss gerade weggeschaut haben, da sagt der „Erfahrene“: „Hast du gesehen, was passiert ist? Gib ihm nochmal die Schale und schau gut hin!“ Ich gebe dem Opfer die Schale in die Hand, da verschwindet diese einfach! Das verunsichert mich. Vielleicht gehört sie nicht zu seiner Wahrnehmungswelt? Ich weiß es nicht und nehme ihm (auf gut Glück zwischen seine Hände greifend) ungeduldig die unsichtbare Schale wieder aus der Hand. In meinen Händen wird sie sofort wieder sichtbar. Wenig später hat er aber doch etwas in den Händen. Es ist ein kleiner, dünner, am Boden etwas kaputter Plastikbecher, aber sollte ausreichen. Zumal ich das Gefühl habe, dass dieser Becher zu ihm gehört (wahrscheinlich war er deshalb für ihn überhaupt wahrnehmbar).
Nun möchte ich aber selbst die Initiative übernehmen, etwas mithelfen. Aber wo sind die ganzen Utensilien? Keine Schränke in der Nähe, wo ich etwas entnehmen könnte. „Wo finde ich denn sterile Tupfer? Und sterile Handschuhe?“ Keine Antwort. „Ich brauche mindestens bitte sterile Kompressen und Handschuhe, damit ich hier sinnvoll was machen kann!“ Zögerlich meint jemand, so etwas gebe es (oder braucht es?) da nicht. Ich bin völlig verwirrt und schaue noch einmal, wie der „Erfahrene“ weiterhin mit seinen bloßen Händen und der gleichen Kompresse die Wundreste abträgt. Dort, wo er wischt, erscheint meist gesunde Haut. Der Rest wird scheinverbunden. Astral-Placebo!
Bald wird er seinen Zustand überwunden haben und auf einer weiteaus angenehmeren jenseitigen Ebene als die tiefen, zuvor beschriebenen, lernen und verweilen können.

An dieser Stelle wache ich um 5 Uhr morgens auf.
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Beitrag zuletzt bearbeitet: yen xi am 27.6.2008 19:41

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