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in den Mund
naurmel * schrieb am 15. Dezember 2011 um 23:43 Uhr (1409x gelesen):

Es handelt sich um einen männlichen Traum. Daher sind die Bilder auch spezifisch zu deuten. Es geht hier nicht darum, welche Bedeutung es für eine Frau hat, den Penis eines Mannes zu küssen. Es geht darum, welche Bedeutung das für einen Mann hat.

Der Traum ist kein Porno! Deshalb geht es hier nicht um Macht oder Erniedrigung. Die Frauen müssen nicht gegen ihren Willen eine sexuelle Handlung über sich ergehen lassen.

Und meine Interpretation hat etwas mit absoluter Akzeptanz und Vertrauen zu tun. Ich möchte jetzt nicht darauf herum reiten, weil ich das Traumbild nicht überlasten will. Aber wenn ich mir diese Geste anschaue, dann ist es nicht als sexueller Akt zu sehen. Die Frauen empfangen bildhaft durch den Kuss die Hostie, das ist der Körper Christi. Metaphorisch gesehen ist das der Hinweis auf den Akt der Zeugung (Penis ist erigiert und wird von der Frau angenommen) und gleichzeitig der Hinweis auf die fruchtlose Sexualität, wenn der Mann nicht im Schoß der Frau landet. Das ist wirklich ein Thema in der Familie. Auf diese Weise erkennt Nussknacker, dass seine Mutter ihn vollständig akzeptiert und ihm 100% vertraut, denn sie hat keine Angst. Und gleichzeitig wird ihm gezeigt, was seine Mutter mit dieser Darstellung andeuten will. Der Blick ist wichtig.

Die Frauen haben die Haare im Gesicht, weil die Personen nicht wichtig sind. Es geht um das Mutter-sein, die Fähigkeit, mit einem Mann zusammen Kinder zu zeugen.

Die anderen in seinen Reihen wollen wissen, wie er darauf reagiert. Also lautet die Botschaft: hey, jetzt weißt Du was los ist. Was wirst Du machen?

Das ganze Drumherum in der Kirche ist Phantasie. So stellt sich Nussknacker eine Messe vor. Die Gargoyles zeigen an, dass er träumt. Die anderen Frauen zeigen, dass es um ein allgemeines Thema geht und nicht um eine Thematik zwischen Mutter und Kind auf der persönlichen Ebene. Der Priester ist auch nur ein Vehikel, er steht für moralische Zwänge und für die angenommene Heiligkeit des Themas. Das alles erhöht den Traum und befreit ihn aus dem Klischee der sexuellen Befriedigung.

Was soll man da noch tiefer gehen? Symbolik ist eine tolle Sache, aber dabei darf man den Hintergrund des Träumenden nicht vergessen. Wer kennt sich schon mit Nummerologie aus? Oder mit der Symbolik der Weihnachtstradition? Und wer baut dieses Wissen in seine Träume ein, wenn es um etwas ganz anderes geht als Weihnachten oder die Kabbala?

Natürlich verfügen wir im Traum über ein größeres Wissen als im Wachzustand. Aber wenn ich es wach nicht nutzen kann, bringt es mir wenig Erkenntnis.

Deine Deutung, Afrodite, hat mir sehr gut gefallen, weil Du die ganze Zeit über ganz nah am Traum geblieben bist. Und du hast Möglichkeiten aufgezeigt, Perspektiven geöffnet. Das alles in einer liebevollen und freundlichen Haltung, so dass man gerne mit Dir geht.

Ok, ich werde jetzt nichts mehr dazu schreiben. Für mich ist alles gesagt. Lieber Nussknacker, ich wünsche Dir Kraft und den richtigen Moment, damit Du das Thema zu Hause ansprechen kannst, ohne dass es anstrengend wird oder Porzellan zerbrochen wird. Ich bin mir sicher, dass deine Mutter schnell erkennt, wie unwichtig der Wunsch nach Enkeln in Wahrheit ist.

Euch allen vielen Dank für die Anregungen und eure Offenheit
naurmel

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