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Wie funktioniert Unterbewußtsein? Ein Aspekt:
Schildkröte * schrieb am 2. Mai 2010 um 12:09 Uhr (1758x gelesen):

Synchronizität versus Kausalität
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C.G. Jung positionierte (wenn ich das richtig verstanden habe) Synchronizität IN der Zeit - also als zeitgleichen Vorgang zweier ähnlicher (oder assoziativer) Ereignisse. Die Kausalität jedoch gewissermassen auf einem Zeitstrahl - also als nacheinander ablaufend. Synchronizität und Kausalität sind für den Psychoanalytiker zwei verschiedene Paar Schuhe.

Ich habe die Vermutung, daß sich Synchronizitäts-Effekte nicht nur einfach so aus der Zeit heraus ereignen, also "von sich aus" auftreten, weil die Zeit dafür "reif" ist, sondern auch gewollt provozieren lassen. Diese vorsätzlich hervorgerufenen Phänomene der Gleichzeitigkeit würden aber durch die Art ihrer Herstellung ganze Kausalketten erzeugen, die in ihren Nebeneffekten nicht zu kontrollieren sind; Ein Synchronizitäts-Phänomen löste ein anderes aus. Synchronizität und Kausalität wirkten in diesen Sonderfällen symbiotisch zusammen.

Um Synchronizitäten hervorzurufen, müssten bestimmte Assoziationspunkte oder Erinnerungen bei der Personengruppe, die als Objekt der gewünschten Phänomene bestimmt wird, gesetzt werden. Für eine bestimmte Einzelperson könnte hierdurch das Unterbewußtsein-gesteuerte Verhalten determiniert werden, wenn ihr Persönlichkeitsprofil genau bekannt ist. Die Reaktion auf die manipulativen Impulse der Gruppe läst sich aber nicht vorhersagen. Auch nicht, wenn es sich bei den Objekten der manipulativ zu erzeugenden Synchronizitäten nur um zwei Personen handet.
Dieses Problem ist vergleichbar mit bestimmten Experimenten der Quantenphysik, bei welchen ein Zwillingspaar von Photonen erzeugt wird. An einem der so "verschränkten" Photonen läßt sich zwar durch Messung des einen der Zustand des Zwillingsphotons feststllen. Da die Messung selbst
aber immer das Gesamtsystem verändert, ist es nicht möglich das Zustandsergebnis vorherzusagen. So kann man beispielsweise nicht FESTLEGEN, daß ein Photon vertikal polarisiert wird. Sicherheit besteht lediglich in der Schlußfolgerung des gemessenen Photons auf das ungemessene. Will man ein vertikal polarisiertes Photon erzeugen, besteht eine Wahrscheinlichkeit von 50%, daß das
Photon horizontal polarisiert ist. Dieses wird verworfen und der Vorgang wiederholt, bis die gewünschte Polarisation registriert wird.

In dem hier zu untersuchenden Fall von Kausalketten innerhalb (oder als Folge) provozierter Synchronizitäten, lassen sich im Nachhinein Schlußfolgerungen auf die manipulativen Vor-Ereignisse (oder im übertragenen Sinne auf die Meßmethode) ziehen; Es ist aber nicht möglich durch Setzen der Assoziationspunkte, oder das Erzeugen bestimmter Memoryeffekte die Nebeneffekte zu determinieren, die innerhalb der - aus der Manipulation resultierenden -
Kausalkette entstehen. Das bedeutet, um gewünschte Synchronizitäsergebnisse zu bekommen, müssten
zwangsläufig unerwünschte Phänomene in Kauf genommen werden.

Derartige Experimente mit einer größeren Gruppe von "verschränkten" Objekten, von denen eine bestimmte Zielgruppe durch präzise Modulation mittels Assoziationspunkten und -Zeiten in ihrem spontanen Verhalten beeinflußt werden soll, sind somit per se äußerst problematisch.

Im Übrigen glaube ich nicht, daß Synchronizitäts-Phänomene etwas mit Esotherik zu tun haben. Die Psychologie hat nur noch nicht herausgefunden wie das funktioniert. Setzen von Assoziationspunkten, Stichwörtern und Hervorrufen von emotional wirkenden Erinnerungen könnte ein Ansatz
des Verstehens sein. Sicher spielt dabei auch ein präzises Zeitgefühl des Unterbewußtseins eine
wichtige Rolle.


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