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re[2]: Das - Ich und die Summe dessen
butterfly schrieb am 12. Juni 2008 um 15:49 Uhr (697x gelesen):

Hallo,

auch wenn rama (noch) nicht wieder geantwortet hat und das vllt. auch nicht tun will - und wir uns hier dennoch allgemein über Schizophrenie unterhalten (was im Falle des Freundes vom rama ja noch nicht mal feststeht, scheint ja höchstens ne sanft verlaufende Form zu sein, wenn überhaupt ...er hat ja nicht allzuviel darüber geschrieben ...), sag ich jetzt auch nochmal was dazu:

>Versuche stattdessen lieber einen vernünftigen Umgang zu finden.

Offenbar hat Rama den ja schon (er berichtet ja davon, dass er seinen Bekannten als "einen besten Kumpel" betrachtet, auch und vor allem außerhalb dieser Phasen, weil er ihn wohl auch "anders" kennt).

Also gehe ich davon aus, dass er - bis auf seine "schräge" (oder eben "gespaltene") Sicht der Welt (und seines eigenen Ichs) ansonsten keine aggressiv-zerstörerischen oder selbstzerstörerischen Tendenzen zeigt.

Zu deinen anderen "Empfehlungen" bezüglich Akzeptanz, Fokus nicht drauf richten und damit eine "innere Ruhe" vermitteln usw.:

Die 2. Frau meines Vaters hat eine Form von Schizophrenie, die sich erst im Laufe des 4. Lebensjahrzehnts symptomatisch und offen zeigte, und auch wenn diese Frau an sich eine intelligente und herzensgute Person ist (während ihrer "klaren" Zeiten), und auch, wenn mein Vater diese Frau wirklich liebte (bis zu seinem Tode) und alles für sie tat und auch dafür, dass die Schübe zwischen den Erkrankungen ausblieben oder zumindest "milde" verliefen:
Wenn sie einmal DA waren, waren sie einfach unbeherrschbar ohne Medikamenteneinstellung und ohne stationäre Einweisung. Eine einzelne Person ist damit (und ohne medikamentöse Intervention) einfach überfordert.

In diesen Phasen war auch sie einfach nicht "Herr" über sich "selbst". Und erst recht nicht mein Vater über die Situation.
Wiewohl er sie jedes Mal schon "kommen sah", aber nicht wirklich was dagegen "tun" konnte.

Es gab da mehrere Phasen, anhand deren man einen erneuten Schub erkennen konnte:

1. ungewohnter Frage- oder Rededrang (oft vom 100. ins 1000. kommend oder ohne einen nachvollziehbaren "roten Faden"; "Suchen" von Dingen, all das oftmals in mehrfacher Wiederholung ...); Desorientiertheit/starke Unruhe/Phantasieren über z.B. Beobachtet- oder Verfolgt-werden (kann man dem Betroffenen dann auch nicht ausreden);
2. beginnende Hysterie und/oder Aggression gegen sich selbst und/oder andere; ausgesprochen unberechenbar in den diesbezüglichen Reaktionen;
3. Abwehr von allem und allen; Zusammenbruch (oftmals recht dramatisch)
4. "Schweigen"/vollkommene Passivität (Stupor) - längeres Verweilen in dieser Phase (bis zu Wochen/Monaten)
4. allmähliche Bewusstwerdung und "Normalisierung"/Besserung.

Anschließend nur teilweise Erinnerung an die Ereignisse (oder den Anlass) zum Zeitpunkt des Schubausbruchs und auch diejenigen während des Klinikaufenthaltes. Aber nicht vollkommene Amnesie.
Das ganze kann bis zu mehreren Monaten dauern.

Durch bloße "Akzeptanz" der Krankheit und der Person stellt sich in solchen akuten Phasen auch keineswegs eine "innere Ruhe" bei diesen ein.
Der Gefühlszustand wirklich Schizophrener im akuten Schub ist dazu wirklich zu unberechenbar, um sowas behaupten zu können.

Daher halte ich es auch für keine gute Empfehlung, in solchen Stadien zu sagen, man sollte den Fokus nicht auf die Krankheit richten.
Das hat überhaupt nichts mit "Akzeptanz" der Person zu tun. Sowas kann geradezu gefährlich werden, für den Betroffenen und auch für die Anwesenden bzw. Angehörigen.
Ergo finde ich es nicht unbedingt einen guten Ratschlag, den Fokus von der Erkrankung gänzlich wegzurichten. Denn damit ist sie nicht einfach "weg", sondern nur "überdeckt".
Das hilft dem betroffenen Menschen nicht wirklich.


Die Frau meines Vaters wusste bzw. WEISS i.ü., DASS sie diese Erkrankung hat, und dass sie immer mal wieder ausbrechen kann. Es macht sie nicht gerade glücklich, aber sie hat auch kein Prob damit, sich darüber zu unterhalten, gerade mit uns - ihrer quasi "Familie".
Warum auch nicht^^?
Sollte man es lieber "totschweigen"?
Sie damit und ihren Gedanken und Sorgen darum allein lassen?
Nicht gerade ein Zeichen großen Vertrauens oder echter Freundschaft/Vertrautheit.
Meine Meinung dazu.




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