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Tibet: Tibetische Weisheit
re: Karma
WildeWurst * schrieb am 21. Mai 2010 um 8:03 Uhr (1444x gelesen):

Hallo chord,

für eine präzise Erklärung, was Karma ist, sollte man vermutlich eher einen Hindu oder Buddhist fragen... wobei sich, soweit ich weiß, auch zwischen diesen Religionen die Vorstellung von Karma und dessen Wirkung leicht unterscheidet (und es gibt auch verschiedene Strömungen im Buddhismus, die leicht unterschiedliche Vorstellungen haben).

Ich versuchs mal mit meinen Worten... Karma ist das Prinzip von Ursache und Wirkung. Ein sehr banales Beispiel: Ich lege einen Golfball auf eine schräg stehende Tischplatte. Was passiert? Er rollt die Schräge hinunter. Du hast also die Ursachen schräger Tisch und Golfball drauflegen, Wirkung: Ball rollt herunter. Karma bezieht sich natürlich weniger auf Golfbälle, sondern auf unsere Taten, insbesondere anderen fühlenden Wesen gegenüber, und deren Folgen. Wenn ich anderen schade, oder selbstsüchtig bin, etc. dann sind das negative Taten, die negative Wirkungen (auch auf mich selbst) haben. Negatives Karma. Wenn ich anderen helfe z.B. wird das positive Folgen haben. Positives Karma.

Positives Karma führt zu einer guten Wiedergeburt (als Mensch, als Gott, etc.). Negatives Karma führt in der Regel zu einer weniger guten Wiedergeburt und wiedrigen Lebensumständen. Wobei auf Karma aus weit zurückliegenden Leben auf mich wirken kann.

Es geht dabei einfach um ein (Natur)Gesetz. Wenn ich in der Vergangenheit irgendetwas getan habe, dann ist das so, wie wenn ich den Golfball auf diese Tischplatte gelegt habe. Er wird runter rollen und genauso wird die Wirkung meiner Taten mich einholen. Wobei es, soweit ich weiß, schon möglich ist, mein Karma bzw. die Folgen, die ich gesät habe, durch kraftvolle positive Handlungen zu mildern.

Letztenendes führt sowohl positives als auch negatives Karma zu einer Wiedergeburt. Das ist (z.B. aus buddhistischer Sicht) nicht so gut, bedeutet es doch, daß wir im "Ozean des Leidens" gefangen bleiben. Um nicht wiedergeboren zu werden und die Buddhaschaft zu erlangen ist es nötig, gar kein Karma mehr anzusammeln und altes Karma abzubauen. Das Karma sozusagen "aufzulösen". Und das bedeutet nun, daß alle alten Ursachen ihre Wirkung entfaltet haben bzw. aufgelöst wurden und das ich keine neuen Ursachen, die zu einer Wiedergeburt führen könnten, erzeuge. Das Karma muß also nicht irgendwo hin, sondern es sind einfach keine Golfbälle mehr da, die auf der Tischplatte liegen und runterrollen könnten. Vergleiche es vielleicht mit einem Uhrwerk, das keiner mehr aufzieht. Es steht einfach, auch wenn es prinzipiell noch funktioniert (bzw. Karma prinzipiell noch Gültigkeit hat).

Jetzt wirst du vielleicht sagen, daß ist ja genau das Erbsenzählmodell. Ich weiß nicht, ob es im ursprünglichen Sinne tatsächlich erbsenzählend gemeint ist, oder ob das nur unsere Interpretation ist. Aber ich denke, daß das Grundprinzip auch funktioniert, wenn besonders kleine Erbsen nicht berücksichtigt werden.

Ich sollte vielleicht dazu sagen, daß ich weder Buddhist, noch Hindu bin und alles, was ich geschrieben habe, dem entspringt, was ich bislang dazu gelesen habe. Alle Angaben daher ohne Gewähr. Wenn du dein Karma auflösen möchtest, solltest du jemanden fragen, der sich damit auskennt ;-) Außerdem habe ich mich im wesentlichen nur auf die buddhistische Sicht auf Karma beschränkt. Ich denke, wenn man den Begriff eher aus neueren, esoterischen Werken kennt, lernt man ihn etwas anders kennen. Wobei auch hier der Ursprung sicherlich im Buddhismus und Hinduismus zu suchen ist.

Viele Grüße,
WW


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