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re: Hängt alles von der Intensität ab?
Pucci * schrieb am 19. Juli 2011 um 9:29 Uhr (1609x gelesen):

"Ich denke auch, dass jeder Mensch die Welt ausschließlich individuell wahrnimmt. Manchmal sind es nur winzige Unterschiede zu anderen Wahrnehmungen, aber grundsätzlich sieht jeder der 7 Mrd. Menschen das Leben aus einer völlig anderen Perspektiven."

So weit gehen die "Ansichten" meistens gar nicht auseinander.

"Spätestens im Sterbeprozess wird wohl jeder über seine "Sünden" nachdenken und sie sich entsprechend intensiver zu Gemüte führen, als jemand der sein ganzes Leben sich nie über bestimmte Dinge hinwegtrösten konnte."

Ich glaube es gibt Arten zu sterben die einem nicht ganz so viel Zeit für solche Reflektionen lassen. Zum Beispiel wenn ich spontan von der S-Bahn, vom Zug, vom Bus, von einem Blümenkübel der aus dem 10ten Stockwerk fällt "überrollt" werde.

"Selbst viele Kirchliche sagen ja auch, dass die Strafe für gewisse Handlungen oder gewisse Taten, immer wieder unser Gewissen belasten wird und das dies sogleich unsere -lebenslange- Strafe ist."

Die Kirche und deren Anhängerschaft sind werksgerechte Automaten: Auf der einen Seite steckt man Angst rein, auf der anderen Seite kommt Nächstenliebe und unterwerfende Anbetung heraus.

"Vielleicht sind die letzten Sekunden für einen Serienmörder, dem seine ganzen Taten erst dann bewußt geworden sind, tausend mal schlimmer, als für manch anderen der sein ganzes Leben seine Fehler bereut hat."

Ich kann Dir eines versichern: Ein Mensch der aus Lust tötet der hat kein Gewissen und auch kein Problem damit zu töten. Und es gibt ganz viele von diesen Spacken die in Sicherheitsverwahrung sitzen und auch trotz Strafe kein Problem damit haben heraus zu kommen und Kehlen aufzuschlitzen selbst wenn sie dafür wieder in den Bau landen.

Erst gestern hat mir ein Freund erzählt, dass ein gemeinsamer Bekannter der hier in der Anlage gearbeitet hat wegen Mordes eingebuchtet worden ist. Der Typ war meiner Meinung nach eine tickende Zeitbombe. War ständig auf Speed und damit ständig unter Strom. Aggressionsanfälle, Fluchen, Schwitzen. Selbst bei Kleinigkeiten hat sein Körper schon überfunktioniert. Das liegt nicht mal an ihm selbst. Das waren die Drogen, der hohe Cortisolspiegel, sein kaputter Körper.

Wenn wir uns gelegentlich unterhalten haben wurde er ganz ruhig. Er hatte schon auch seine "lichten" Momente in denen sein "wahres Selbst" durchgeschienen ist. Dann konnte er äußerst liebenswürdig sein.

An besagtem Tag soll er mal wieder rumgegangen sein um Speed zu verticken. Einer wollte nicht bezahlen oder hat ihn beschissen. Er hat sein Messer gezückt und eben wie üblich "überfunktioniert", den anderen abgestochen.

Das einzige was dieser Mensch bereuen wird ist es jetzt im Gefängnis zu sitzen. Selbstmitleid eben.

"Es ist schwer zu erklären, aber ich denke, dass es wirklich nur von der Intensität abhängt, wie wir unsere Fehler eingestehen."

Es hängt wohl eher davon ab wie viele "Intensitätsschattierungen" man kennt. Wenn man nur "sehr intensiv" kennt wird man auch zeitlebens immer nur "sehr intensiv" leben. Kennt man allerdings auch "weniger intensiv" kann "sehr intensiv" einen zum Denken anregen. Manchmal macht "sehr intensiv" die Leute aber auch einfach nur seelisch kaputt und sie erholen sich nie wieder davon.







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