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Fiskalwende
naurmel * schrieb am 21. August 2011 um 14:44 Uhr (2068x gelesen):

Es ist die rücksichtslose Schuldenaufnahme der Bush-Administration, die damit ihre Kriege finanziert hat, welche uns jetzt im Nacken sitzt.

Die Geldgeber wollen ihr Geld zurück. Und Obama kann nicht liefern.

In der Aufzählung der Möglichkeiten sind zwei Szenarien wohlweislich übersehen worden: 1.) eine Währungsreform mit massiver Entwertung oder 2.) Ankurbeln des Wirtschaftswachstums durch militärische Auseinandersetzungen.

Im ersten Fall würden auf einen Schlag alle Transfernehmer mittellos. In allen Ländern der westlichen Welt gäbe es Ausschreitungen. Die wahren Ausmaße der verheimlichten Arbeitslosigkeit und die wirkliche Armut der Bevölkerung käme ans Licht. Unser Bildungswesen, die subventionierte Kultur, das würde auf Jahre hinaus unterfinanziert und somit leistungsunfähig.

Die einzigen, die von solchen Weltwirtschaftskrisen verschont blieben wären die gesellschaftlichen Kreise, die ihren Besitz besitzen und dann nach und nach veräußern können. Oder die Menschen, die ihre Leistung nach wie vor mit steigenden Forderungen verkaufen können. Davon gibt jedoch kaum noch Berufe, denn die einfachen Dienstleistungen brauchen wir nicht mehr und die kostspieligen Leistungen würde sich das verarmte Bürgertum verkneifen.

Also stimmt es, Landbesitz wird wichtig. Dann kann man auch zur Not Kartoffeln pflanzen.

Im zweiten Fall würden wir uns im Westen zusammentun und eine Armee rüsten, um uns die Zukunft zu erstreiten. Europa und China würden mit den USA und Brasilien einen Eroberungskrieg um die lukrativsten Rohstoffvorkommen führen. Die Russen als nicht verhandelbare Landmasse dazwischen. Ich wünsche mir, dass die Bevölkerungen so einen Schwachsinn nicht mitmachen. Die Folgen wären für unsere Umwelt katastrophal. Und die überalterten Bevölkerungen verlören auch noch die wenigen Kinder, die sie haben.

Man sollte auch das anführen, denn die anderen 4 Ansätze sind ebenso unrealistisch.

Aber warum sind sie das? Bedeutet es wirklich, dass wir der Zuspitzung der Schuldenkrise nicht entkommen können? Das wäre fatal. Und es ist unaufrichtig.

Tatsächlich werden die Menschen, welche sich nicht ausreichend gegen eine Besteuerung wehren können, massiv mehr Steuern zahlen. Und es werden nicht die Vermögenden sein. Die Regierung wird noch mehr dafür sorgen, dass die Transferleistungen in die Staatskassen zurück fließen.

DIejenigen, die sich Kapital für die Rente zurück gelegt haben, werden feststellen, dass diese Rücklagen auf die Rente angerechnet werden. Und somit fließt auch hier ein großer Teil an den Staat. Die zukünftigen Erben werden massiv zur Kasse gebeten werden. Auch eine Flucht ins Ausland wird in Zukunft nicht mehr helfen, es sei denn, man verlässt den Binnenmarkt und siedelt komplett um.

Unsere Regierungen werden öfter wechseln und Neuwahlen werden die Regel. Denn egal wer am Ruder ist, die Entscheidungen zum "Weiter so" der Wirtschaft und des Bankensektors werden jeden Politiker dazu zwingen, seine Wahlversprechen zu brechen.

Aber auch das wird die Schuldenlast der Regierungen nicht senken. Im Gegenteil. Mit steigenden Zinsen wächst der Schuldendienst, der faktische heute schon nicht mehr geleistet wird. Auch nicht von uns Deutschen. Die Pro Kopf Verschuldung erreicht astronomische Höhen. Für 2009 betrug sie bundesweit ca. 21.000 Euro. Dazu kommt noch die Verschuldung durch die Länder. In Bremen zum Beispiel noch einmal ca. 21.000 Euro. Allein die Zinslast frisst die Haushalte auf. Denn die Bevölkerung schrumpft, die Löhne sinken real, die Rücklagen der privaten Haushalte verringern sich.

Das Geld, welches die EU 2010 und 2011 als Transferleistung an die eigenen Schuldner Griechenlands, Irlands und Portugals gezahlt hat, muss hier noch eingerechnet werden.

Wenn es wirklich zu einem Umdenken kommen sollte, dann kann ich nur hoffen, dass die Regierungen endlich damit aufhören, Geld auszugeben, dass sie nicht haben. Und dass dann auch wieder der Blick geschärft wird, wozu wir unsere Politiker eigentlich wählen. Sie sollen uns allen dienen und nicht der monetären Elite. Mit Geldscheffeln kann sich kein Land entwickeln.


Quellen:
http://www.brandeins.de/online-extras/hintergrund/pro-kopf-verschuldung-der-bundeslaender.html
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/9/99/Schuldenquote_Europa.PNG


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