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re: Die hermetische Lehre, geheim?
Chord * schrieb am 23. Mai 2010 um 15:45 Uhr (1716x gelesen):

Hallo, Ensman!

Ohne jetzt die anderen Antworten gelesen zu haben - werd ich in einiger Zeit (etwas wirds noch dauern) mal noch nachholen, dieser Widerspruch hat mich auch erst kürzlich beschäftigt. Mein Versuch einer Antwort wäre der: wenn man etwas "hermetisch" (im Sinn der Alltagssprache) abriegelt, dann ist es in aller Regel möglich, daran mit unlauteren Mitteln heranzukommen, z.B. Brachialgewalt, Diebstahl, Einschleichen, .... Das ist etwas, was mit Weisheit und Spiritualität nichts zu tun hat, und vermutlich demzufolge auch nicht mit der hermetischen Lehre. Sprich, ein solches "hermetisches Abschließen" kann im Zusammenhang mit der hermetischen Lehre meiner Meinung nach nur im übertragenen Sinn gemeint sein - am sichersten lässt sich etwas "abschließen", indem man es den Leuten quasi am Serviertablett präsentiert oder es ohnehin stets präsent ist, ohne eigens mit dem Finger drauf hinzuweisen, sprich, wenn man es sichtbar vor Augen hat (nur als Beispiel, es muss nicht unbedingt auf den Sehsinn bezogen sein).
Demzufolge würde Hermetik darauf beruhen, die Menschen einfach zu sensibilisieren für Wahrnehmungen in ihrem alltäglichen Umfeld oder auch bei ihrer Lektüre. Je nach Sichtweise kann man dann auch davon ausgehen, dass bei passendem Reifegrad, innerem aktuellen Zustand oder was auch immer der/diejenige in der Lage ist, zu etwas "Hermetisch Abgeschlossenem" vorzudringen, es zu öffnen und zu deuten (bei unpassendem dann eben nicht) und dass er/sie auch auf die passenden Menschen, Situationen, Bücher, Filme, ... stoßen wird - sofern es gerade passt, ansonsten eben nicht.
Wenn du z.B. an die Vexierbilder denkst - manche Menschen schaffen es, von alleine zwei Bilder in einem zu sehen, manche benötigen den Hinweis, dass es da noch eine andere Sichtweise gibt - und manche schaffen es trotz des Hinweises nicht, ihre eigene eingefahrene Sichtweise zu verlassen, und manche sehen etwas, was sonst niemand sieht - was nicht heißen muss, dass sie unrecht haben. Oder man kann die Darstellungen von Alchimisten wörtlich nehmen, als Versuch, durch Zauberei reich zu werden, und das Ganze als Humbug abtun, oder man kann sie übertragen interpretieren, als Darstellung von Arbeit an sich selbst, um sich innerlich weiterzuentwickeln. Oder man kann wenn man ein Pflanzenbuch sieht, dessen Pflanzen irgendwie so gar nicht zur bekannten Botanik passen, auf die Idee kommen, dass es vielleicht gar nicht um eine Systematik von existierenden Pflanzen nach botanischen Gesichtspunkten geht.
Für mich persönlich ist das auch die einzige Art von "Geheimlehre", die ich akzeptieren könnte (ich weiß nicht, ob es so der Fall ist bei Hermetik, vermute es aber anhand des wenigen, was ich davon weiß), weil das Wissen wirklich im Prinzip für alle gleichermaßen zugänglich ist - es jedenfalls keine Ausschlüsse nach vordergründigen, materialistischen Kriterien gibt (und als materialistisch bezeichne ich da alles, was der menschlichen Eitelkeit dient, nicht bloß das Streben nach Geld, also auch das überhebliche Herabblicken auf Nicht-Eingeweihte oder AnfängerInnen, das so manchen Organisationen innewohnt).

Liebe Grüße,

Chord
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Beitrag zuletzt bearbeitet: 23.5.2010 15:47
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Beitrag zuletzt bearbeitet: 23.5.2010 15:52

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