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re[5]: So fängt es an
brazzoul * schrieb am 26. März 2010 um 18:07 Uhr (1746x gelesen):

Hi,

> > Also sollte man auf die Suche nach seiner allerersten Frage gehen? ;-)
> Ja, das Problem dabei ist, dass der Verstand erst so ca. im Alter von 2 anfängt. Davor sind nur Gefühle insbesondere der Gebrutsschmerz, weiter bin ich noch nicht gekommen. Wird auch schwierig.

Um ehrlich zu sein, an den Gebrutsschmerz hatte ich bisher noch nie einen Gedanken verschwendet, aber interessant ;-)

> Ich bin der Meinung das es lebt und das es ein Bewusstsein hat, welches auch so ziemlich alles kann und weiß, nur seine eigene Herkunft nicht, es ist fehlbar aber absolut (alles und vollkommen). Der Beginn unserer Welt ist für mich ihre Bewusstwerdung und
> über diesen Vorgang gibt es kein Bewusstsein, es war ja noch nicht da, logisch. Der Anfang ist unerfahrbar.

Also kann man nur jenes begreifend erfahren, zu dessen Verständnis man im Geist bereit ist?

> > > Ach, das ist alles so provan, dass die echten Antworten auf einem Stecknadelkopf passen.
> > Warsteinlich ... hmm, steht das nicht auch im Zeugnis eines bekennenden Gläubigen? :-)
> Keine Ahnung habe keines Abgelegt.

Aber du sagst, dass der Glaube wichtiger ist, als der Wille.
Ein echter Gläubiger also, könnte man annehmen :-)
Es heißt ja auch, der "richtige Glaube" versetzt Berge.
Wie wärs? Vertauschen wirs doch einfach für diese Diskussion -> Glaube = Wille ;-)

> > Nunja, mag sein, dass der Wille meist persönlich und nieder tickt, doch ist es nicht letztenendes die treibende Kraft, die einen vorwärts bringt?
> Hm, ja schon, aber was treibt den Wille an? Wie wird er erzuegt? Und da sage ich durch die Liebe. Die ganz allgemeine Liebe die man für alles mögliche empfinden kann, die treibt an. Und sie ist auch die Ursache für den Hass, also Liebe und Hass sind bei KEIN Polaritätspaar, sondern der Hass ist umgewandelte(? weiß nicht wie man es ausdrücken kann) Liebe.
>
> Die Liebe selbst ist ja ein Drittes eine Energie, also kein Pol, ihr Gegenteil ist der Ekel, der keine Energie ist, keinen Antrieb erzeugt.

Hmm, gut.
Also angenommen, die Liebe ist der Antrieb, dann wären Zuneigung und Abneigung die beiden durch sie erschaffenen und durch sie erhaltenen Pole. Der Ekel entspräche somit der Abneigung und könnte der Liebe, welche Ur-sache ist, zugeordnet werden. Die Liebe selbst hingegen wäre ein Erstes, aus dem zwei weitere Dinge hervorgehen. Somit gäbe es dann auch nur eine Ursache und eine Wirkung, in jeweils unterschiedlich begreifbarer Form :-)

> Tja, die höchste Weisheit und die größte Macht liegt darin sie nicht benutzen zu wollen...

Nunja, dieses Problem stellt sich mir im Grunde nicht, da die besagte Energie (Liebe) nicht nutzbar ist.
Sie ist Wahrheit und Wirklichkeit zugleich - und somit nur erfahrbar :-)

Anmerkung:
Und da kommt mir doch beim erneuten Durchlesen unweigerlich der Gedanke, dass es völlig unnötig scheint, zu wollen, oder zu glauben. Was man bekommt, ist die Liebe. So oder so. Man erfährt sie ganz einfach, und das ganz einfach so. Ob man will oder nicht, völlig egal, ob man daran glaubt oder nicht. Also kann man auch eigentlich gleich offen und dankbar annehmen, dass es so ist. Wenn ich's bedenke, ein ziemlich großes Geschenk.

> > Ich war irgendwie noch nie ein guter Fisch :-)
> Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

Mit dem Strom, gegen den Strom. Lebende Fische, die tot scheinen. Tote Fische, die einen anstarren.
Ich denke, das spielt nicht so die große Rolle.
Wichtig ist, ob man sich als Fisch begreift, oder als etwas Größeres.
Moment, sagtest du das nicht auch so in etwa? ;-)

> > Soweit klar, was aber ist dann wirklich echt und keine Illusion?
> > Der Prozess den du beschreibst?
> > Wie aber passe ich dort hinein?
> Du passt nicht rein, du bist größer. Es ist unsere Phantasie die uns größer macht. Klingt komisch ist aber so. Bewusstseinsmäßig können wir zum Teil außerhalb sein. Wir machen es sogar größer damit, so sind wir ein Antrieb, also auch Schöpfer.

:-)

Wobei ich sagen würde, Beobachter trifft es besser als "Schöpfer".

> > Mir würde z.B. die Vorstellung nicht sehr gefallen, nur die Auswirkung eines Prozesses zu sein.
>
> Tja, dann begreife dich halt als Ursache und nicht als Wirkung, aber es gibt keinen Unterschied. Alles ist seiner Ursache Wirkung. Es ist immer nur Umwandlung, Verwerdung, Warum? Keine Ahnung!

Aber du glaubst trotzdem daran. Warum?

> > > Ja, die gute alte Allchemie. Drei Energien, hm, sind es vielleicht drei mal drei? Drei Pol-Paare, Drei Flüsse...
> > >
> > > Mein psychologisches Konzept geht auch von drei mal drei Wesen im Menschen aus. Das Ich steht da bei jeden Paar in der Mitte. Mama-Ich-Pappa, Kind-Ich-Opa, Sein-Ich-Nichtsein, oder so. Ich arbeite noch dran. Vielleicht werden es dreimaldreimaldrei. 999 ist die Zahl. :) Alles verdreht, zum deiwel verdammt.
> > >
> > > Tja, aber was wären dann diese drei Polpaare für unsere Welt? Das wäre mal wirklich eine interessante Erkenntnis.
> >
> > Spezifisch für unseren Planeten würde ich sagen, vom Erdmagnetfeld ausgehend, dessen beide Pole als die beiden aufeinander einwirkenden Käfte,
> > und der Erdkern sowohl als die erschaffende als auch die erhaltende Kraft des Feldes :-)
>
> Hm, naja weiß nicht genau wie sehr man so direkt mit der heutigen Physik, das Problem ist, wie oft hat es sich schon getrennt und wie oft verbunden, daraus müsste man dann die Physik konstruieren.

Nicht Physik - Symbolik.
Von der Natur abgeschaut, oder so ;-)
Anders ausgedrückt, durch die Natur als Lehrer begriffen.
Die Physik ist irrelevant.

> > Für die gesamte Welt, einschließlich allem, hat es Bardon mal ganz nett durch Zahlen formuliert.
> > Eins steht für den Ursprung, Zwei für die Trennung in zwei Gegensätze, und so weiter ...
>
> Heyjeijey. Die 0 steht am Anfang, ward getrennt, da waren es zwei einsen (11) die haben sich verbunden und dann waren es drei! Erst dann war es wirklich. Also erst als es drei (Raumzeit) war, war es wirklich da. Die Materie ist mindestens bis 7 (Licht?), aber das Leben bis 13?(Gedanken?)

Nun, die Null ist keine Zahl.
Sie ist an sich nicht-existent sozusagen.
Nur ein Platzhalter für etwas, dass vergessen wurde, zu definieren.
Wie wärs mit einem Übergang beispielsweise, der in eine höhere Ebene führt?
Z.B. ein Tor, schwarzes Loch oder gar eine komplett andere Dimension?
Vielleicht entspräche sie auch dem Dritten, auf das du dich versteift hast ;-)
Dem Ursprung kann sie aber offensichtlich/logischerweise nicht entsprechen.
Zum besseren Verständnis könnte man sich die beiden ersten Zahlen in der römischen Schreibweise ansehen.
Aber auch die 10, sowie alle mit einer sonst 0 endenden Zahlen ist/sind ganz interessant ^^

> ODER:
> Nur die Null die darf nur zweimal sein, da fiel sie dreizehnmal in das hinein was niemals war, denn immer war es rund und niemals nur ein Punkt. (So!)

Hehe, macht den Braten aber auch nicht fett ;-)

> > Dein psychologisches Konzept dagegen ist interessant, aber fehlerhaft, außer ich verstehe es nicht.
> > Mir ist nämlich nicht ganz klar, wie "du als Opa" dort reinpasst? :p
> >
> Naja, das geht von den Vorstellungen aus. Man hat ja immer eine Vorstellung davon. So weiß ich doch als Mann und eventueller Pappa doch auch wie eine Frau und eine Mama sein sollte oder wie ich als Frau wäre oder eben als Opa.
>
> Mir geht es darum das Ego und das Selbst auf einträgliche Weise im Ich zu verbinden. Denn die meisten nehmen ihr abstraktes Ego, was aus den eigenen Vorstellungen und den Projektionen der anderen besteht als ihre Persönlichkeit an.
>
> Und wenn das Ego (die Vorstellung) und das Selbst (das tatsächliche Gewesene) nicht zusammen passen, bekommt das Ich Probleme.

Hmm, also könnte man sagen das Ego formt das Selbst zum Ich.
Ist das nicht ein wenig umständlich?
Und davon abgesehen, wenn es diesem Ablauf folgt, was sollte es für Probleme geben?
Irgendwie sehe ich da keine.

> > > Grundsätzlich würde ich bei drei bleiben. Zwei getrennte Ursachen werden im Dritten zur Wirkung verbunden. Also dein Dreiertrio war schon ziemlich weit oben, würde ich mal meinen :)
> > >
> > Mhm, vielleicht, aber was mich daran stört, ist überhaupt erst die Zwei.
> Ja, die ersten Zwei. Das ist ja auch ein alter Hut, sind es eins oder zwei. Ich sage es sind zwei, aber sie können sich nicht unterscheiden, weil das eine das andere definiert.
> Also es sind zwei und wenn man es fragt sagt es: Wir sind eins.

So gesehen sind wir einer Meinung :-)
Dann ist es also der lineare Denkvorgang, verstehe.

> Es muss halt irgendwie angefangen haben und wie gesagt ich denke dass es das nicht weiß, ich hab mich auch damit abgefunden. Mir reicht das bis dahin. Weiter will ich dann garnicht mehr, irrelevant.

Klingt irgendwie nach Aufgabe, auch wenn es gut als dankbares Annehmen eines bis zu einem bestimmten Punkt verstanden-gewollten Glaubens getarnt ist ;-)

> > Denn ohne Sie würde sich auch nichts in zwei Wirkungen aufspalten deren Diskrepanz ein Paradoxon erzeugt.
> Ja, paradox ist es durchaus. Aber gerade das Paradoxon ist doch immer interessant. Sagt alles und nichts, so wie es halt ist.

Nicht unbedingt. Ich versuchs mal vorsichtig auszudrücken.
Sobald man gelernt hat, wie man Gemüse selbst anpflanzen kann, kann man sich [in (s)einem Garten] austoben.
Nur wozu sollte man Gemüse selbst anpflanzen wenn es a) auch so wächst, oder b) andere es anpflanzen, oder c) man gar keinen Garten hat? *schmunzel*
Das Austoben fällt durch ein scheinbares Paradox weg, weil man (auf diese Weise) nicht dahinter kommt.

> Die erste Trennung ist nicht erklärbar.

Aber scheinbar auch nicht unerfahrbar.
Wie aber kann man also etwas erfahren, das getrennt und verbunden gleichzeitig existiert?
Moment, sollte ich vielleicht besser fragen, wie man die Gleichzeitigkeit der Dinge erleben kann? :-)

Grüße
---
Beitrag zuletzt bearbeitet: 26.3.2010 19:03

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