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re[4]: Hilfe, ich werde erpresst ...
Sarah_ * schrieb am 14. Januar 2010 um 7:46 Uhr (1676x gelesen):

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Wenn man sich mit dem Thema der Wesenheiten beschäftigt, stellt sich für gewöhnlich eine wichtige Frage: Sind diese Wesenheiten nicht einfach Teile der Psyche des Klienten? Handelt es sich bei ihnen nicht eher um ungelöste Komplexe, um Persönlichkeitsteile oder Teile des ›Schattens‹ des Klienten?
...Dies hat – unter anderem – eine intensive Arbeit an der Erkundung von Persönlichkeitsteilen und Verhaltensmustern beinhaltet. Meine Beobachtungen haben mich zu der Erkenntnis geführt, dass es einen grundlegenden Unterschied zwischen einem Persönlichkeitsteil und einer Wesenheit gibt: ein Persönlichkeitsteil ist selbst erschaffen, es handelt sich dabei um einen Teil der Psyche des Klienten, der im Verlauf der Jahre sukzessive herangebildet und entwickelt wurde. Eine Wesenheit ist hingegen etwas, das den Klienten plötzlich befallen hat.

Im Grunde ist es egal, ob man einer sogenannten "Wesenheit" eine Eigenständigkeit zuschreibt oder ob man es als einen Aspekt des eigenen Selbst sieht. Die psychologische-psychotherapeutische Arbeit zielt darauf ab, eigene Teile des Selbst als solche besser zu erkennen, zu integrieren, sich selbst zu erforschen, besser kennenzulernen, Traumata, Muster zu bearbeiten, Mangelerfahrungen zu erkennen und ggfalls Nicht-Erlebtes nachzuholen, etc.
Das alles bewirkt im Idealfall eine stabile, emotional gut integrierte und authentische Persönlichkeit. Dadurch lösen sich meiner Meinung nach viele "Besetzungsproblematiken" von selbst, vielleicht weil durch die Arbeit an der Stabilität der Persönlichkeit solche Phänomene keine Relevanz mehr haben bzw. mit anderen Worten formuliert: "besetzende Wesen" keine Chance haben, "anzudocken".

Nur dort, wo die Psyche Schwachstellen besitzt, emotionale Unausgeglichenheiten, Traumata, etc. vorliegen, ist man ungeschützt und fühlt sich "Fremdenergien" oder als fremd empfundenen abgespaltenen "Eigenenergien" ausgeliefert.




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