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re[2]: Menschengemachter Klimawandel - Lüge oder Wahrheit?
WildeWurst * schrieb am 14. Dezember 2009 um 20:32 Uhr (1860x gelesen):

Hi Tom!

Eine zähe Sachen... aber zu einer deiner Referenzen bin ich jetzt mal gekommen, und zwar zu dieser:

> Leuliette, E.W., R.S. Nerem, and G.T. Mitchum, 2004: Calibration of TOPEX/Poseidon and Jason altimeter data to construct a continuous
> record of mean sea level change. Mar. Geodesy, 27(1–2), 79–94.

Ich habe sie mir über google scholar gesucht und den Download von dieser Adresse: http://sealevel.colorado.edu/MG_Leuliette2004.pdf - sieht eher nach einem Manuskript aus, aber der Punkt, worauf es mir ankommt ist folgender:

In den Abbildungen 5,6 und 8 wird, so wie ich es verstanden habe, eine Eichung gegen Tidenmesser vorgenommen. Jetzt sieh dir mal die Datenpunkte, die Streuung und die Fehlerbalken an. Mir fällt dazu folgendes ein:

1. Insbesondere bei Abb. 6 und 8 sind die Fehlerbalken wesentlich zu klein im Vergleich zur Streuung der Datenpunkte.

2. In sämtlichen Abbildungen, insbesondere in Abbildung 5, aber auch in den anderen beiden einen linearen Trend reinzufitten gleicht schon einer Unverschämtheit. In diese Daten passt alles rein vom Sinus bis zur e-Funktion und es gibt meiner Meinung nach auch keinen Grund einen linearen Drift vorauszusetzen. Insbesondere Abb. 5 zeigt eher eine Oszillation (1994,5 bis 1996,5), das ist viel ausgeprägter als die "lineare Drift" hinten raus, hier wird aber auch eine Gerade durchgefittet.

3. Die aus den Fits bestimmte Drift der Satellitenhöhenmessung liegt in der Größenordnung des Meeresspiegelanstiegs in Abbildung 10. Aber in der wichtigsten Abbildung von allen, nämlich Abb. 10, werden keine Angaben zu Fehlern gemacht. Dabei steckt man dort außer den Satellitendaten noch weitere Daten rein, die zusätzlich ihre eigenen Fehler haben. Das ist einfach eine Frechheit, so eine Abbildung ohne Fehlerangaben zu präsentieren. Mit anderen Annahmen, bzw. ohne weitere Annahmen erhält man scheinbar einen fast mit Null verträglichen Anstieg des Meeresspiegels, siehe folgende Quelle:

N.A. Mörner, Estimating future sea level changes from past records, Global and Planetary Change 40 (2004) 49-54

Es gibt dazu einen Kommentar von Nerem et. al. in Glob. Plan. Change 55 (2007) 358-360 und eine Antwort Mörners in Glob. Plan. Change 62 (2008) 219-220 dazu.

Ich muss mich da selber noch weiter einlesen, insbesondere, was die "Korrekturen" der Satellitendaten angeht, so es denn welche sind. Aber was ich in dieser Veröffentlichung bislang gesehen habe: Sorry... aber wenn DAS alles ist, was ein Ansteigen des Meeresspiegels belegen soll, ist das extrem dünn. Die Art, wie hier mit den Daten umgegangen wird, ist einfach nur lächerlich.

> Bezüglich des Meerespsiegels kam übrigens gestern eine Doku in 3sat (Angriff auf das Paradies - Mikronesien vor dem Untergang? Film von Johannes Hano). Man sah wie bestimmte Südseeinseln bereits ihre Evakuation vorbereiten, weil das Wasser bei der Flut immer höher steigt und ihre Häuser langsam im Meer versinken.

Das ist auch nur ein Einzelbeispiel (siehe deine Aussage weiter unten) und es gibt entsprechende Gegenbeispiele (siehe das Interview mit Mörner, an anderer Stelle verlinkt) und seine Story über das Filmchen, daß sie auf den Malediven gedreht haben.

> Man sollte auch bedenken, dass das IPCC einen globalen Anstiegt behauptet, der seit 1850 20 cm betragen soll. Es ist also wichtig, dass Gegner diesen globalen Anstieg bestreiten. Wenn also zum Beispiel gesagt wird am Ort X steigt der Meerespiegel nicht, so ist dies nicht im Widerspruch mit dem IPCC und insofern gar kein Gegenargument. Augrund veränderter Meeresströmungen ist es durchaus möglich das es auch Orte gibt wo (noch) kein Anstieg messbar ist.

Aus diesem Grund sind Beispiele wie die 3sat Doku und mein Beispiel vom Mörner auch - sofern sie nicht gehäuft auftreten - relativ unbrauchbar, denke ich. Soviel erstmal zum Meeresspiegel, wenn ich ein wenig mehr gelesen habe, vielleicht mehr. Interessant ist auch, das beispielsweise die Temperaturmessungen auch nicht unumstritten sind. Und es durchaus auch etablierte Wissenschaftler gibt, die vielleicht nicht einen Klimawandel anzweifeln (das tue ich auch nicht), aber die diskutierten Gegenmaßnahmen und das Vorgehen des IPCC kritisieren.

Die Aussage, es gäbe keine einzige peer-reviewed Quelle, die den Klimawandel anzweifelt ist übrigens widerlegt ;-) Aber das nur so am Rande.

Gruß,
WW


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